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#218 Batteriespeicher: So verdienen Großspeicher Geld

#218 Batteriespeicher: So verdienen Großspeicher Geld

44m 41s

Batteriespeicher verdienen mit Arbitrage am Strommarkt und Regelleistung Geld. In dieser Podcast-Folge sprechen wir über die netzdienliche von der marktdienlichen Fahrweise: Regelleistung auf der einen Seite sowie das Kaufen bei niedrigen und Verkaufen bei hohen Preisen auf der anderen Seite. Für einen Speicher mit 300 Megawatt und 600 Megawattstunden lässt sich aus den letzten 18 Monate mit den realen Day-Ahead-Preise ermitteln, dass mit Erlösen um 90.000 Euro je Megawatt und Jahr und einer Amortisation von sechs bis acht Jahren gerechnet werden kann. Ein Blick nach Kalifornien zeigt, wohin die Reise geht: Dort verdrängen Batteriespeicher am Abend bereits die Gaskraftwerke. Schließlich...

#217 Strompreisspitzen und Hitzewelle

#217 Strompreisspitzen und Hitzewelle

43m 28s

Strompreisspitzen von 747 €/MWh: In der Junihitze 2026 schoss der Abendstrom auf einen Jahresrekord. Tagsüber drückt die Solarenergie den Preis, doch mit dem Sonnenuntergang trifft hohe Kühllast auf ein knappes Angebot, und teure Gaskraftwerke setzen den Preis. Anhand von Börsen- und Temperaturdaten zeige ich, warum diese Spitzen erstmals im Sommer auftreten, was die neue „Hitzeflaute" bedeutet und welche Rolle Klimaanlagen, Importe und der Klimawandel spielen. Zum Schluss geht es um die Lösungswege: Speicher, Flexibilisierung und Netzausbau.

#216 Iran-Konflikt, leere Gasspeicher und Winter 2026/27: Was droht?

#216 Iran-Konflikt, leere Gasspeicher und Winter 2026/27: Was droht?

38m 34s

Deutschlands Gasspeicher sind derzeit historisch leer - ein Blick auf die Risiken für den Winter 2026/27. Der Iran-Konflikt hat die Sommerpreise für Erdgas so weit in die Höhe getrieben, dass das Einspeichern für Gasversorger wirtschaftlich ein Verlustgeschäft ist: Wer heute Gas kauft und im Winter verkauft, macht pro Megawattstunde rund 2 Euro Verlust. In der Folge ordnen wir ein, welche Szenarien von einem milden bis zu einem sehr kalten Winter realistisch sind, warum Bayern mit seinen leeren Porenspeichern und der Abhängigkeit vom österreichischen Großspeicher Haidach besonders exponiert ist, und was Deutschland vom französischen Erlösausgleich-Modell lernen könnte, das seit Jahren für...

#215 Live vom Umwelt-Campus Birkenfeld: 30 Jahre Energiewende

#215 Live vom Umwelt-Campus Birkenfeld: 30 Jahre Energiewende

59m 10s

In dieser Folge diskutieren Christian Kammlott und ich live vom Tag der offenen Tür am Umwelt-Campus Birkenfeld über den Zustand der deutschen Energiewende nach 30 Jahren. Wir gehen der Frage nach, wie ernst die Deindustrialisierung wirklich ist, warum Energiepreise und Bürokratie so viele Unternehmen ins Ausland treiben und wo Deutschland beim Thema Kapitalmarkt und Innovation im internationalen Vergleich steht. Anlass des Live-Podcasts ist das 30-jährige Jubiläum des Umwelt-Campus Birkenfeld, der zeitlich mit dem Beginn der deutschen Energiewende zusammenfällt. Trotz kritischer Analyse finden wir auch Gründe für Zuversicht und benennen konkrete Hebel, an denen Deutschland ansetzen kann. Die Aufnahme fand am...

#214 Systemdienlichkeit und Netzausbau. Gespräch mit Gunther Gehlert

#214 Systemdienlichkeit und Netzausbau. Gespräch mit Gunther Gehlert

46m 38s

In dieser Folge spreche ich mit Prof. Gunther Gehlert von der FH Westküste über die Frage, wie systemdienliches Verhalten und ein intelligentes Netzdesign dazu beitragen können, die enormen Kosten des Netzausbaus zu begrenzen. Bis Netto-Null werden allein im Bereich der Verteilnetze Investitionen von rund 535 Milliarden Euro erwartet – ein Vielfaches dessen, was heute jährlich investiert wird. Wir diskutieren, welche regulatorischen Hemmnisse wie das Bandlastprivileg für die Industrie oder die fehlende Trennung von Stromliefervertrag und Netznutzungsvertrag systemdienliches Verhalten bremsen und was sich ändern muss. Außerdem beleuchten wir das Potenzial von Elektroautos als bidirektionale Speicher und die Rolle zeitvariabler Netzentgelte als...

#213 Luxemburg: Wohlstand, Tanktourismus und die Grenzen der Energiewende

#213 Luxemburg: Wohlstand, Tanktourismus und die Grenzen der Energiewende

38m 24s

Luxemburg ist eines unserer direkten Nachbarländer - und hat bei der Energiewende mit Problemen zu kämpfen, die in der deutschen Debatte kaum vorkommen. Ich schaue mir in dieser Folge an, wie ein kleines, wohlhabendes Land mit strukturellen Abhängigkeiten umgeht: 80 % des Stroms werden importiert, die CO₂-Bilanz wird durch einen massiven Tanktourismus verzerrt, und ein Pumpspeicherkraftwerk mit der Leistung eines Kernkraftwerks gehört zwar bilanziell zu Luxemburg - speist aber physikalisch ins deutsche Netz ein. Die Herausforderungen Luxemburgs helfen dabei, die deutsche Energiewende aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

#212 Klimakatastrophe abgesagt?

#212 Klimakatastrophe abgesagt?

41m 32s

In dieser Folge diskutieren wir, warum das schlimmste Klimaszenario der Klimaforschung, RCP 8,5, als abgewendet gilt und was das tatsächlich bedeutet. Die weltweiten Treibhausgasemissionen flachen messbar ab, angetrieben vor allem durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien in China und weltweit. Wir ordnen ein, auf welchem Erwärmungspfad wir uns heute realistisch befinden, welche Temperaturerhöhungen die aktuellen Klimamodelle prognostizieren und warum jedes weitere Zehntelgrad Erwärmung konkrete Konsequenzen hat. Außerdem besprechen wir, wie die Klimaforschung ihre Szenarien weiterentwickelt und warum der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt und beschleunigt werden muss.

#211 Energiewende mit Strategie – Was Deutschland von China und den USA lernen kann. Gespräch mit Dirk Specht

#211 Energiewende mit Strategie – Was Deutschland von China und den USA lernen kann. Gespräch mit Dirk Specht

53m 38s

In dieser Folge spreche ich mit Dirk Specht, Unternehmer, Aufsichtsrat und kritischer Beobachter der Energiewende. Wir ordnen die deutsche Entwicklung historisch ein, vergleichen sie mit der strategischen Industriepolitik Chinas und der marktgetriebenen Dynamik in den USA. Dabei geht es um die Debatte um 80 oder 100 Prozent Erneuerbare, um den enormen Energiebedarf der KI-Rechenzentren und um die Rolle von Photovoltaik, Batteriespeichern, SMR und Perowskit-PV. Im Zentrum steht die These, dass nicht Erzeugungstechnologien das Nadelöhr der Energiewende sind, sondern die Infrastruktur – insbesondere die Stromnetze.

#210 Frisst der Energiehunger der KI den Klimaschutz?

#210 Frisst der Energiehunger der KI den Klimaschutz?

43m 55s

In dieser Folge analysiere ich den wachsenden Energiehunger der Künstlichen Intelligenz und die daraus resultierenden Herausforderungen für Klimaschutz und Energieversorgung. Die fünf größten Techkonzerne haben 2025 über 400 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investiert – mehr als die weltweiten Investitionen in die gesamte Öl- und Gasförderung. Ich ordne die Zahlen der Internationalen Energieagentur ein, erkläre den Unterschied zwischen Trainings- und Inferenzphase und zeige, warum der Strombedarf der Rechenzentren von heute 485 Terawattstunden bis 2030 auf rund 1.000 Terawattstunden anwachsen könnte. Außerdem beleuchte ich, welche Strategien die großen Tech-Konzerne verfolgen – von Gasturbinen über Kernkraft bis hin zu solar-gestützten Rechenzentren – und...

#209 Flusswärmepumpen und Wärmenetze für die Wärmewende

#209 Flusswärmepumpen und Wärmenetze für die Wärmewende

41m 42s

In dieser Folge schaue ich mir an, wie sich der Wärmesektor dekarbonisieren lässt, wenn das Erdgas wegfällt. Anlass ist eine SWR-Anfrage zur Stadt Ladenburg am Neckar, deren Gasversorger ab 2035 kein Erdgas mehr liefert. Ich erläutere die Funktionsweise von Wärmepumpen, vergleiche Luft- und Wasserquellen und ordne die Rolle von Flusswärmepumpen in Verbindung mit Wärmenetzen ein. Anhand der Praxisbeispiele in Mannheim und im dänischen Esbjerg zeige ich, was technisch und wirtschaftlich machbar ist und wo die Hürden bei Anschlussquote, Strompreis und Förderung liegen.