KLIMA UND KOHLE

Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.

Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.

Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.

Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.

Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr bei YouTube sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

KLIMA UND KOHLE

Neueste Episoden

#228 Gasspeicher: 56 Prozent vor dem Winter 2026/27

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‧ 44m 22s

Gasspeicher: Am 15. September 2026 waren die deutschen Speicher zu 56 Prozent gefüllt - so wenig wie nie seit 2018. Wir besprechen in dieser Folge, warum Einspeichern derzeit 3,14 Euro je Megawattstunde Verlust bringt, was die Gasspeicherfüllstandsverordnung tatsächlich vorschreibt und wie drei Temperaturszenarien bis März 2027 ausgehen. Dazu der Vergleich mit Italien, Frankreich und Polen, die denselben Weltmarktpreis zahlen und trotzdem zwischen 77 und 98 Prozent stehen. Der Füllstand folgt nicht dem Wetter und nicht dem Weltmarktpreis, sondern dem Marktdesign.

#227 Klimabilanz Autos: Was die Studie der TU München sagt

#227 Klimabilanz Autos: Was die Studie der TU München sagt

‧ 45m 26s

Klimabilanz von Elektroautos: Drei Studien nennen 41, 53 und 73 Prozent - alle drei rechnen korrekt. In dieser Folge nehme ich das White Paper der TU München auseinander, über das die „Bild am Sonntag" zwei Tage vor der Veröffentlichung berichtet hat. Ich zeige, wie eine Ökobilanz nach ISO 14040 aufgebaut ist, warum die EU-Flottenregulierung nur die Emissionen am Auspuff ansetzt und wie aus 19 ausgewerteten Studien mit 47 Szenarien der Mittelwert von 41 Prozent entsteht. Danach ordne ich die Zahlen ein: 223 Gramm CO₂-Äquivalent je Kilometer beim Benziner, 210 beim Diesel, 121 beim batterieelektrischen Fahrzeug - und eine Schwelle von...

#226 Das Wetter könnt ihr nicht vorhersagen, aber das Klima?

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‧ 47m 6s

Wettervorhersage und Klimamodelle beruhen auf derselben Physik, und trotzdem endet die eine nach zehn Tagen. In dieser Folge zeige ich, warum das kein Widerspruch ist. Am Doppelpendel wird sichtbar, dass ein chaotisches System die Einzelbahn verweigert und die Energiebilanz trotzdem exakt preisgibt. In einem Fingerhut Luft stecken 27 Trillionen Moleküle, deren Bahnen niemand kennt, während Druck und Temperatur auf viele Stellen genau feststehen. Genau diese Trennung zwischen Einzelfall und Mittelwert unterscheidet die Wettervorhersage vom Klimamodell.

#225 Deindustrialisierung wegen der Erneuerbaren? Gespräch mit Prof. Harro Heilmann

#225 Deindustrialisierung wegen der Erneuerbaren? Gespräch mit Prof. Harro Heilmann

‧ 52m 3s

Deindustrialisierung: Sind die Erneuerbaren schuld? Prof. Harro Heilmann widerspricht. Der Professor für Produktion und Management an der Hochschule Aalen hält bereits die Diagnose für unsauber: Der Produktionsindex misst Stückzahlen in einer 2021 festgelegten Struktur, die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Industrie liegt heute über dem Niveau von 2015. Wir sprechen über den Industriestrompreis, der 2026 mit 17,2 ct/kWh auf dem Niveau von 2017 liegt, über einen Windpark im bayerischen Chemiedreieck, der am Bürgerentscheid scheitert, und über eine Raumfahrtindustrie, die in der Statistik unter „sonstiger Fahrzeugbau" verschwindet.