KLIMA UND KOHLE

Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.

Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.

Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.

Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.

Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr bei YouTube sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

KLIMA UND KOHLE

Neueste Episoden

#225 Deindustrialisierung wegen der Erneuerbaren? Gespräch mit Prof. Harro Heilmann

#225 Deindustrialisierung wegen der Erneuerbaren? Gespräch mit Prof. Harro Heilmann

52m 3s

Deindustrialisierung: Sind die Erneuerbaren schuld? Prof. Harro Heilmann widerspricht. Der Professor für Produktion und Management an der Hochschule Aalen hält bereits die Diagnose für unsauber: Der Produktionsindex misst Stückzahlen in einer 2021 festgelegten Struktur, die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Industrie liegt heute über dem Niveau von 2015. Wir sprechen über den Industriestrompreis, der 2026 mit 17,2 ct/kWh auf dem Niveau von 2017 liegt, über einen Windpark im bayerischen Chemiedreieck, der am Bürgerentscheid scheitert, und über eine Raumfahrtindustrie, die in der Statistik unter „sonstiger Fahrzeugbau" verschwindet.

#224 Chinas Fünfjahrespläne: Kohleboom und Energiewende

#224 Chinas Fünfjahrespläne: Kohleboom und Energiewende

45m 32s

Chinas 15. Fünfjahresplan setzt bis 2030 auf 3.500 Gigawatt Erneuerbare – parallel wächst die Kohlekraft weiter. Ich ordne ein, wie der 13. und der 14. Fünfjahresplan ausgegangen sind, warum China 2025 mehr Wind- und Solarkapazität zugebaut hat als der Rest der Welt zusammen und wieso das Kernkraftziel verfehlt wurde. Am Beispiel von BASF in Zhanjiang zeige ich, wie chinesische Industrie schon heute mit langfristigen Grünstromverträgen kalkuliert.

#223 Gravitation: Was ohne Schwerkraft passiert

#223 Gravitation: Was ohne Schwerkraft passiert

37m 44s

Gravitation lässt sich nicht abschalten - auch nicht für sieben Sekunden. Im Sommer 2026 kursierte online die Behauptung, die NASA werde am 12. August genau das tun. Ich nehme das nicht als Faktencheck, sondern als Anlass für ein Gedankenexperiment, was in einen solchen Fall passieren würde: Ein Mensch in Deutschland käme 34 Zentimeter hoch, der Mond würde um eine Handbreit von seiner Bahn abweichen, und unangenehm würde es erst bei Luft und Wasser. Von dort geht es zu Newton und Einstein, zur Sonnenfinsternis von 1919 und zum GPS - und am Ende zu den beiden Stellen, an denen die Energietechnik...

#222 Energiewende in Deutschland. Was Beraterstudien zeigen

#222 Energiewende in Deutschland. Was Beraterstudien zeigen

46m 49s

Energiewende-Studien großer Beratungshäuser prägen seit einem Jahrzehnt Kosten- und Tempo-Debatten. Ich habe Studien von BCG, McKinsey, PwC, Deloitte, KPMG und EY aus den Jahren 2015 bis 2026 ausgewertet und ihre Prognosen für 2025 gegen die amtlichen Ist-Werte gestellt. Die Infrastrukturwarnungen erwiesen sich dabei als robust, während die Nachfrageprognosen in jedem geprüften Fall danebenlagen. Im Zentrum steht ein Satz aus einer McKinsey-Studie von 2023, der die heutige Debatte über Deindustrialisierung vorwegnimmt, ohne damals ernst genommen worden zu sein.