KLIMA UND KOHLE

Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.

Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.

Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.

Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.

Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr bei YouTube sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

KLIMA UND KOHLE

Neueste Episoden

#223 Gravitation: Was ohne Schwerkraft passiert

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37m 44s

Gravitation lässt sich nicht abschalten - auch nicht für sieben Sekunden. Im Sommer 2026 kursierte online die Behauptung, die NASA werde am 12. August genau das tun. Ich nehme das nicht als Faktencheck, sondern als Anlass für ein Gedankenexperiment, was in einen solchen Fall passieren würde: Ein Mensch in Deutschland käme 34 Zentimeter hoch, der Mond würde um eine Handbreit von seiner Bahn abweichen, und unangenehm würde es erst bei Luft und Wasser. Von dort geht es zu Newton und Einstein, zur Sonnenfinsternis von 1919 und zum GPS - und am Ende zu den beiden Stellen, an denen die Energietechnik...

#222 Energiewende in Deutschland. Was Beraterstudien zeigen

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46m 49s

Energiewende-Studien großer Beratungshäuser prägen seit einem Jahrzehnt Kosten- und Tempo-Debatten. Ich habe Studien von BCG, McKinsey, PwC, Deloitte, KPMG und EY aus den Jahren 2015 bis 2026 ausgewertet und ihre Prognosen für 2025 gegen die amtlichen Ist-Werte gestellt. Die Infrastrukturwarnungen erwiesen sich dabei als robust, während die Nachfrageprognosen in jedem geprüften Fall danebenlagen. Im Zentrum steht ein Satz aus einer McKinsey-Studie von 2023, der die heutige Debatte über Deindustrialisierung vorwegnimmt, ohne damals ernst genommen worden zu sein.

#221 Energiewende im Vereinigten Königreich

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35m 37s

Energiewende in UK: Wie das Land den Kohleausstieg schneller schaffte als Deutschland. Ich besuche das stillgelegte Kraftwerk Battersea, den Offshore-Windpark Rampion bei Brighton und ordne den Bau des neuen Kernkraftwerks Hinkley Point C ein. Im Zentrum stehen der Strommix 2025, der Merit-Order-Effekt bei den Strompreisen und die Frage, warum Strom im Vereinigten Königreich trotz hohem Erneuerbaren-Anteil teuer bleibt. Mit Zahlen zu CO₂-Intensität, Auktionsergebnissen und öffentlicher Zustimmung ordne ich ein, was sich für die deutsche Debatte daraus lernen lässt. Diese Podcastfolge ist während meines Sommerlaubs in England entstanden.

#220 Gebäudemodernisierungsgesetz

#220 Gebäudemodernisierungsgesetz

37m 49s

Das Gebäudemodernisierungsgesetz löst das sogenannte "Heizungsgesetz" ab. In der aktuellen Folge diskutieren wir, was sich ändert und was es kostet.

Am 10. Juli 2026 hat der Bundestag die pauschale 65-Prozent-Regel gekippt: Wer eine neue Heizung braucht, hat wieder die Wahl, auch Gas und Öl bleiben erlaubt. Hierzu ordnen wir ein ein, warum der Gebäudesektor für den Klimaschutz so entscheidend ist, wie sich das Recht seit 1976 entwickelt hat und was die „Bio-Treppe", die Grüngasquote und die neue 50-50-Kostenregel konkret bedeuten.

Das Fazit: Die versprochene Freiheit ist für Mieter, Gewerbe und den Klimaschutz mit erheblichen Kostenrisiken verbunden.