#232 Dunkelflaute: Wie oft, wie lang, wie teuer?
Shownotes
Wenn Sonne und Wind wenig Strom liefern, wird die Versorgungssicherheit zur zentralen Frage der Energiewende. Doch wie häufig und wie lange treten Dunkelflauten tatsächlich auf? Diese Folge erklärt, warum unterschiedliche Definitionen zu stark abweichenden Zahlen führen, wie Deutschland solche Phasen heute überbrückt und weshalb dabei hohe Strompreise entstehen können. Außerdem geht es um die Möglichkeiten und Grenzen von Batteriespeichern, europäischen Stromimporten, Wasserstoffkraftwerken und flexiblen Verbrauchern.
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00:00:00: Die Dunkelflotte, das schreckgespenst in den Wintermonaten bei der Energiewende.
00:00:06: Wir sind im Oktober und die Tage werden kürzer die Nächte länger und damit droht mal wieder die Diskussion zur Dunkelflaute.
00:00:18: Wenn die Sonne nicht scheint und wenn wir keinen Wind haben – Der Weed, der die Windräder antreibt Wie wollen wir da eigentlich die Stromversorgung in Deutschland realisieren vor dem Hintergrund, dass wir ja immer mehr von der Voltaikanlagen und Windenergieanlagen bauen und perspektivisch aus der fossilen Energieerzeugung aussteigen wollen?
00:00:41: Die Gefahr, die dann diskutiert wird, die immer auf den Tisch kommt ist die sogar eine Dunkelflaute.
00:00:47: Das wollen wir uns in dieser Folge mal etwas genauer ansehen wie die definiert ist was dahinter steckt, wie groß eigentlich eine Versorgungsgefahr Und auch mal den Ausblick Wagen auf.
00:01:00: Da bis dahin so wild Deutschland, klimaneutral sich mit elektrischer Energie versorgen und noch der Transportsektor soll ja dekarbonisiert werden.
00:01:10: Wie wollen wir denn dann eigentliches schaffen?
00:01:12: Die Dunkelflaute also eine Phase ohne Sonne und mit ganz wenig Wind zu überbrücken und uns trotzdem sicher mit Energie zu versorge.
00:01:27: Tag zusammen zur neuen Ausgabe von Klima & Kohle.
00:01:31: Ja, wir sind im Oktober und in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten.
00:01:36: Wird das Thema Dunkelflaute wieder in den verschiedensten Medien diskutiert?
00:01:42: Und da gibt es so zwei Lager auf der einen Seite die sagen, dass mit Energiewende ist ganz schwierig und das funktioniert sowieso nicht.
00:01:52: und wenn man dann noch eine Dunkel-Flauter haben heißt also die Sonne scheint nicht.
00:01:56: Wir haben also keine elektrische Energie aus dem Fotovoltaik erlangt.
00:01:59: Und gleichzeitig weht der Wind nicht, wir haben keinen Strom aus den Windrädern.
00:02:02: Ja wie soll denn da die Stromversorgung in Deutschland sichergestellt werden?
00:02:05: Wie soll das dann klappen?
00:02:07: Auf der anderen Seite haben wir das Lager sagen ja diese dunkel flauten sind eine große Herausforderung im Zuge der Energiewende Die wir lösen müssen Wo es Ideen gibt wie man das machen kann.
00:02:20: aber das kriegen wir hin und diese beiden lager sind ja eigentlich unverein.
00:02:25: Also da ist kein Konsens, da ist wenig sachliche Diskussion.
00:02:29: Beide haben ihre Argumentation und die werden dann immer in den sozialen Medien vor allem bei Ping-Pong hin und her gespielt.
00:02:36: Wir wollen das heute mal in der Folge ein bisschen auseinander dividieren.
00:02:40: Das erste Problem ist eigentlich die Dunkelflaute zu definieren was das eigentlich ist Denn es ist kein wissenschaftlich definierter Begriff Der kommt jetzt auch nicht aus der Meteorologie.
00:02:53: Man dort nachschlagen konnte, wo ist denn eigentlich jetzt?
00:02:57: Was ist eine Dunkelflotte?
00:03:00: Wir gucken uns mal ein paar Daten an.
00:03:03: Angefangen bei den Daten die das Phonophore-Energycharts bereitstellt.
00:03:08: Langjährige höheren Hörer kennen das ja schon und wir müssen halt tatsächlich in der Zeit schon weiter zurück, denn wenn wir entscheiden wollen wie häufig tritt jetzt eine Dunkelnflotte auf die wir erst definieren und dann gucken, wie häufig tritt es hier auf.
00:03:23: Da müssen schon einige Jahre zurückgehen um ein Gefühl aufzubekommen, wie groß ist denn jetzt das Risiko dass wir den Energiebedarf in Deutschland nicht gedeckt bekommen?
00:03:35: Ich habe mal einen Tag rausgepickt und zwar den Elften und Zwiften unserer Tage, Elfter zwölfter Dezember zwei tausend vierundzwanzig.
00:03:43: da haben wir eine Dunkelflaute gehabt.
00:03:48: Wir hatten einen Strombedarf in der Zeit, der lag dann abends und den Abend in die Nacht stundenbei gute fünfundfünfzig Gigawatt und ging dann rauf bis so rund fünf siebzig Gigawatten.
00:04:00: Das war die typische Spreizung, die wir tagsüber im Dezember haben.
00:04:05: Und hauptsächlich wurde dieser Bedarf gedeckt durch fossile Kraftwerke Steinkohle Brown Kohle, durch Gaskraftwerke, den ganz wesentlichen Anteil.
00:04:15: Die hatten nämlich im Mittel bei etwas über zwanzig Gigawatt.
00:04:21: Und wir haben aus den Nachbarländern auch noch elektrische Energie importiert, das waren knapp dreizehn Gigawatts.
00:04:28: Die Megawattstunde am zwölften Dezember zwischen siebzehnt und achtzehn Uhr also nur die Energieeinheit um Energie zu kaufen kostete im D-Headhandel also noch vierzehnzehnte Stunden voraus knapp ein tausend Euro pro megawatt Stunde.
00:04:45: Das war der höchste D-Headpreis des gesamten Jahres, das heißt man musste also wenn wir in dieser Stunde kurzfristig Energie kaufen hätte müssen an der Strombörse betrifft uns jetzt als Privatentkunden nicht.
00:05:00: Weil wir in der Regel keinen dynamischen Stromtarif haben sondern die meisten werden eine fixen Tarif von dem Energieversorger haben.
00:05:07: aber Großes Unternehmen kann ich an der Börsemeinsturm kaufen und wenn ich in diesem Moment, jetzt ist es um siebzehn, achtzehn Uhr am zwölften Dezember elektrisch Energie bräuchte dann wäre ich bei knapp tausend Euro gewesen.
00:05:17: Ein wahnsinnig hoher Preis!
00:05:25: Was können wir dagegen tun?
00:05:26: Denn das hätte ja auch nichts gebracht in der Zeit von der Voltage und Wind.
00:05:30: die haben quasi keine elektrische Energie geliefert klar.
00:05:34: Um siebzen Uhr ist die Sonne schon untergegangen Und wir hatten halt auch eine große Wetterlage die dazu geführt hat dass deutschlandweit die windräder quasi still standen.
00:05:44: sie haben also weniger als ein zehntel des verbrauchs bereitgestellte erneuerbaren mit der neuerbahn mal ich indem jetzt nicht nur wind und fotovoltaik da kommt ja untopf noch biogas oder die bio masse und die laufwasserkraftwerke.
00:05:58: aber bei der dunkelpfleute liegt der fokus und das sind schon bei der ersten diskussion.
00:06:02: gucken wir eigentlich uns an was ist mit fotovoltage und wind?
00:06:05: weil dass ja die beiden energeträger sind und energisysteme die wir noch ausbauen.
00:06:08: Biomasse ist weitestgehend zum Stillstand gekommen aus unterschiedlichen Gründen.
00:06:14: Und auch bei den Laufersackkraftwerken passiert in Deutschland seit vielen Jahren eigentlich nichts mehr, die Musik spielt bei PV und Windenergie.
00:06:27: Jetzt haben wir halt das Problem.
00:06:28: verschiedene Institutionen messen oder definieren diese dunkel flaute unterschiedlich und das führt dazu, dass Zahlen die dann kursieren stark voneinander abweichen können.
00:06:43: Das macht eine Vergleichbarkeit wirklich schwierig und selbst große Institutionen oder Unternehmen definieren die Dunkelflaute den Zeitraum unterschiedlich was man normalerweise macht.
00:07:00: in meisten Definitionen vergleichen hat die Leistung aus der Windenergie und der Solarenergie in Bezug auf eine Bezugsgröße.
00:07:07: Da gibt es zwei, die man nehmen kann.
00:07:09: Ich nehme also wie viel Leistung hat alle Windturbine in Deutschland oder alle Photovoltaikanlagen in Deutschland?
00:07:15: Und dividieren das durch die installierte Leistung.
00:07:19: Das heißt ja die Summe.
00:07:22: Welche Nennleistungen haben alle Windenergienlagen und Solaranlagen bei bestem Wetter, wieviel könnten sie da maximal liefern?
00:07:31: Kapazitätsfaktor, die in jeder viele Stunde eines Jahres anliegt.
00:07:37: Teile sie durch die installierte Nennleistung und kriege dann ein Faktor oder eine Zahl um zu sagen wie viel ist das denn?
00:07:43: Das schrankt dann logischerweise zwischen null und hundert Prozent.
00:07:47: Eine zweite Definition, die mir persönlich besser gefällt, aber gleich dazu warum das mir so gefällt und vielleicht kann man ja meine Argumentationen an der Stelle folgen dass wir gucken wie viele Leistungen liefern PV und Wind.
00:08:01: Und dividieren das aber durch die Stromlast, also wie viele Leistung in Gigawatt liefern die PV-Anlagen, die Windenergieanlagen und dividieren es durch den Bedarf, welche Stromlasten wir haben.
00:08:11: Das ist der sogenannte Deckungsgrad.
00:08:15: Das sind zwei doch deutlich unterschiedliche Definitionen.
00:08:22: Der Kapazitätsfaktor sagt sowas aus, wie gut das Wetter für die Anlagen ist Und der Deckungsgrad, wie der Name schon sagt, gibt halt an wie groß ist denn... ...wie viel vom Verbrauch wert durch Solar- und Windenergie abgedeckt.
00:08:36: Und jetzt abhängig von der Definition dieser Dunkelflaute, in wieviel Stunden des Jahres passiert das?
00:08:45: Da geht es erstmal noch nicht um Zeit, sondern wirklich nur wie viele Stunden.
00:08:48: Das ist nämlich klar sobald die Sonne untergegangen ist bis zum Sonnenaufgang ist schon mal immer Solar bei Null Und da ist aber egal, ob ich ein Zehnhundert oder tausend Gigawatt installiert habe.
00:08:59: Nachts kommt aus den Solarlagen kein Strom.
00:09:03: Logischerweise!
00:09:04: Da bleibt mir dann in der Nacht nur die Windenergie und das sind natürlich dann entsprechend auch viele Stunden.
00:09:11: Da kann ich jetzt gucken zusammen also Wurdeverleihung und Wind.
00:09:16: Habe ich jetzt kleiner als zehn Prozent der installierten Leistungen?
00:09:20: Dann lande ich in Deutschland.
00:09:21: wenn wir mal zurückgehen bis zum Jahr bis zu den letzten elf Jahren.
00:09:28: Dann liegen wir bei ungefähr dreitausend Stunden im Jahr, bei denen die Produktion von Photovoltaik und Wind unterhalb von zehn Prozent der Enzellettenleistung liegt.
00:09:37: Das sieht ja primär am Wind was der dann noch liefert weil die Solaranlagen natürlich nachts keinen Strom liefern können.
00:09:44: Zweite Herausforderung dabei ist wenn wir jetzt sehr stark ausbauen.
00:09:48: die Photovoltage und die Windenergie das tun wir ja steigt die Leistungen.
00:09:52: Aber wenn die Anlagen dann schwachwindphasen, wenig Strom produzieren bei immer mehr Leistung, dann wächst das.
00:10:00: Man sieht jetzt auch seit dem Jahr hier im Jahr für den Stundentag bis diese Zahl doch spürbar angestiegen der Stunden, in denen wir eine Dunkelflaute haben.
00:10:07: Das sind wir einfach nur geguckt!
00:10:08: Für jede Stunde haben wir im Jahr ein kleiner, zehnprozentiger Insulentenleistungen ja oder nein.
00:10:16: Wenn man das bezieht auf zehn Prozent der Stromlast, dann beobachten Die Kurve hat sich in den letzten drei Jahren stabilisiert bei ungefähr zwischen siebenhundert und achthundert Stunden im Jahr.
00:10:53: Bezug auf die Stromlast.
00:10:55: Wenn wir also... ...achtzig Gigawatt-Last haben, dann wären das acht Gigawatte die beide Systeme nämlich in der Windenergie und Photovoltaik nicht liefern.
00:11:08: Das kann man noch gucken wie wenn es zwanzig Prozent sein sollte, dann sind das auch nicht entsprechend mehr Stunden.
00:11:12: Man merkt schon allein die Definition, nämlich jetzt zehn Prozent.
00:11:15: Auch das ist ja eine willkürliche Größe.
00:11:17: Warum nehmen wir zehn?
00:11:17: Wollen wir nicht fünfzehn?
00:11:18: Wllen wir nicht zweizig?
00:11:19: Wellen wir nicht nur fünf?
00:11:20: Es ist vollkommen... Also es ist ein Willkür.
00:11:24: Zehn Prozent ist halt so eine Zahl, da kann wahrscheinlich jeder mitgehen und sagen das verstehe ich dass das passt.
00:11:33: Das was wir dann auch noch beobachten ist war natürlich die Vodovoltaik den stärksten Zubau, die größten Zubauraten hat ist natürlich klar wenn die Sonne untergeht es ist halt vorbei und dann denkt wirklich daran wie viel Strom kommt aus dem Windenergieanlagen.
00:11:58: Das ist erst mal eine dunkelflaute Stunde.
00:12:01: Jetzt ist damit aber eigentlich nicht klassischerweise gemeint, dass das auch eine Dunkel-Flaute ist im üblichen Sinne weil man da nicht nur von jeder Stunde ausgeht und sagt so diese Stunde war es die Folge stunde war es nicht mehr dann wieder ja dann wieder.
00:12:14: nein kann er sein dass die Windräder da so knapp bei einer dieser zehn prozenten Kranze knackt und das sind quasi immer knapp in der dunkel flaute nach Rechendefinition oder nicht.
00:12:23: Es geht dann noch um die um die Länge um die Dauer.
00:12:30: Das muss sich auch an der Stelle noch mal differenzieren.
00:12:35: Es ist also gar nicht so einfach, weil diese Zählweisen dazu führen dass wir das schon eine Verzerrung haben und die führt natürlich dann dazu dass es in den Medien auch verzehr dargestellt wird bzw man sich vorstellen könnte ja ich definiere das mal ein bisschen Kontra-Energiewende das eine Lage was ihr am Anfang erwähnt habt oder Fast schon das andere Lager und dann kommen die halt nicht zusammen.
00:13:04: Wir haben im Januar, den sie ein bisschen weiter zurück geht um einen langen zusammenhängenden Zeitraum.
00:13:11: Also ich will jetzt nicht nur sagen über Nacht haben wir eine Dunkelflaute gehabt weil dann halt weil es nachts ist auch kein Windwet aber dann tagsüber die Solaranlagen wieder in Strom bereitgestellt haben.
00:13:20: was passiert dann?
00:13:22: natürlich?
00:13:22: primär in den Sommermonaten da ist es tendenziell etwas windärmer dass es da ruhiger vorkommen kann.
00:13:32: Aber einen sehr langen Zeitraum, also hintereinander ununterbrochen das man unter dieser zehn Prozent Lastgrenze war hatten wir im Januar zwei tausendunddreiundzwanzig.
00:13:46: Das ist die mit die längste zeit die wir hatten.
00:13:53: Die in Summe hundertfünf vierzehstunden waren PV und Wind unterhalb von zehn Prozent der Enzellertenleistung, nämlich vom Zwei-Zwanzigsten bis zum Neunundzwanzigste im Januar.
00:14:06: Zehn Prozent der Last wurde nicht, also weniger als zehn Prozent wurde gedeckt.
00:14:12: Was noch on top kommt und das ist jetzt die nächste Herausforderung wenn ich jetzt die übrigen erneuerbaren dazu nehme dass es Biomasse da werden Laufwasser und Speichervasserkraftwerke dazugenommen.
00:14:21: Da kommt Geotermin dazu und interessanterweise fünfzig Prozent des Mülls wird häufig auch noch dazugerechnet.
00:14:29: Das sind Auch alles grundlastfähige Kraftwerke.
00:14:33: Grundlast ist ja die Last, die viele viele viele Stunden im Jahr anliegt.
00:14:39: Die laufen durchgängig oder können durchgenglich laufen wenn die Flüsse entsprechende Wasserstände oder Pegelstände haben, im Moment durch den fehlenden Regen sind die Flüsse alle.
00:14:53: Die aufgestrottten Flüssen, Moselnäcker weitestgehend stehende Gewässer.
00:14:57: Das heißt da wird gerade kein Strom produziert aus den Laufwasserkraftwerken also auch eine Art der Pflaute.
00:15:05: Auch wenn dem Begriff beim Wasserkraftwerk nicht so richtig passt.
00:15:08: aber wir haben auch die Biomaster die einfach durchgängig Strom produzieren Geotemi und so weiter.
00:15:13: Dann liegen wir tatsächlich bei Fünfzehn bis sogar zwanzig Prozent, das heißt in dem Zeitraum haben die übrigen Erneuerbaren nochmal und top ein bisschen was gebracht.
00:15:23: Das ist wenn man sich die Dunkelflotte an kann muss ich sagen ja sind doch erneuerbarer dann müssen sie doch eigentlich mit rein rechnen.
00:15:31: Und dann haben wir diese Diskussion mit den zehn Prozent erledigt sich in den meisten Stunden des Jahres kommen uns gleich tatsächlich noch mal an.
00:15:42: Man muss also wirklich unterscheiden Wie definiere ich es jetzt?
00:15:46: Vielleicht dann noch mal zur Einordnung der Gasversorger Juniper, das im Juni diesen Jahr seine Kurzstudie veröffentlicht und gesagt.
00:15:56: Im Durchschnitt zählen die Hundertvierundvierzig Dunkelflauten im Jahr und sagen Oha!
00:16:02: Der Deutsche Wetterdienst kam auf zwei Dunkelpflaute im Jahr.
00:16:07: Der Wetter Dienst auf der einen Seite ist ein Privatunternehmen aber trotzdem Die haben ja eine Rechen-Methode.
00:16:14: Wie kann das sein, dass die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen?
00:16:17: Das liegt einfach daran, dass dieses Maß wie bestimmt wird was es in der Dunkelflotte bei beiden unterschiedlich ist.
00:16:26: Also eine Unipart als Beispiel, sie haben einen anderen Ansatz, die nehmen immer ein sechs Stunden Mittel, das heißt über sechs Stunden am Stück.
00:16:35: und wenn da diese sechs Stundenmittel mindestens zehn Stunden lang unter zehn Prozent der installierten Leistungen liegt dann sagen die Dunkelflaute an nochmal Wir haben jetzt sechs Stundenmittel.
00:16:46: Und wenn die, das heißt ich nehme sechs Stunden und bildet den durchschnittlichen Wert des Kapazitätsgrats oder Kapazitätensfektors.
00:16:57: Ich nehme Bevor- und Wind, dividiere das durch die insulierte Leistung macht das für jeden fünfzehn Minuten in der Wahl weil das ist ja die Taktung der Energiewirtschaft.
00:17:08: Das mache ich für sechs Stunden.
00:17:09: Bilde dann den Durchschnittswert?
00:17:11: Was ist der durchsinnliche Kapazitetsfaktor?
00:17:14: diesen sechs Stunden Intervall, also mit vierundzwanzig Werten.
00:17:19: Und das mache ich dann für jeden Schritt.
00:17:22: und wenn es zehn Stunden am Stück ist unterhalb von zehn Prozent, dann sagen die Das ist eine Dunkelflaute!
00:17:28: Das kommt relativ häufig vor, weil nämlich quasi alle oder sehr viele Nächte im Winter unter diese Grenze fallen können.
00:17:37: Der Deutsche Wetterdienst rechnet an der Stelle anders zählt nur Phasen, indem das Mittel über zwei volle Tage darunter liegt.
00:17:48: Also ein anderer Betrachtungszeitraum dann sind es nur noch zwei.
00:17:51: Einmal wenn man das mit der Uniper Methode rechnet stellt man fest ja das stimmt.
00:17:56: also die längste Phase waren diese hundertfünfundsechzig Stunden das war im Januar zwaitausend dreiundzwanzig.
00:18:03: deswegen habe ich den Zeitraum gewählt.
00:18:08: Das ist so da können wir auch.
00:18:13: Beide Methoden sind richtig.
00:18:14: Wenn man beide erklärt, kann ich nachvollziehen.
00:18:20: Unterschied ist vor allem beziehungsweise die installierte Nennleistung dieser Systeme.
00:18:24: Dann habe ich viele Stunden bei denen ich dann eine Dunkelflotte habe beziege es auf die Stromlast was ja eigentlich die Herausforderung ist.
00:18:33: denn selbst wenn wir tausend Gigawatt Photovoltaik und Tausend gigawatt Wind hätten Und die laufen nicht gut, dann sind sie zehn Prozent wenig aussagegriffig.
00:18:43: Wir haben halt eine Last von sechzig bis achtzig Gigawatt in Deutschland und da brauche ich keine tausend Gigawatte.
00:18:48: auch das wird sich in den nächsten Jahren verändern im Zuge der Energiewende der Elektrifizierung.
00:18:53: wir werden mehr Strom brauchen für Prozesse für Elektrifozierung im Verkehrssektor für die Elektrifuzierung der Wärmeversorgung durch Wärmepumpen usw.
00:19:01: Das heißt also die last wird perspektivisch auch steigen.
00:19:03: das kann man auch sehen.
00:19:07: Man merkt, es gibt verschiedene Ansätze wie lange diese Dunkelflauten sind und abhängig davon welchen Rechenansatz ich nehme.
00:19:17: Also gucke ich eine Stunde für Stunde an.
00:19:20: Und jetzt mal geguckt von ... ... bis zu den Zeitraum.
00:19:27: elf Jahre fangen an.
00:19:33: Wie viele Tage war denn die längste Dunkelfloute?
00:19:37: in diesem gesamten Zeitraum.
00:19:39: Da stellt man fest, das kann zwischen fünf und ein halb Tagen sein.
00:19:43: Und zwar wenn ich sage zehn Prozent der Last bis zu die sieben Tage, die Juniper hatte, sechs Stunden Mittelwert oder das können sogar deutlich mehr Tage sein.
00:20:02: Elf bis zu dreißig Tage.
00:20:04: also wenn es jetzt Wenn wir da krasse Grenzen setzen, die war zu führen dass ich es sehr negativ rechnen sie sehr negativ betrachte über entsprechende Mittelwertberechnung.
00:20:22: Das ist... Es hängt einfach von der Methode ab, die wir dort haben kann er nicht sein weil man muss ja irgendwas einigen Da gibt es halt keine Normierung.
00:20:41: Man muss dann auch noch gucken, also reichender elf Jahre?
00:20:44: Messdaten von fünfzehn bis zweitausendfünfundzwanzig?
00:20:47: Nein, reichens nicht!
00:20:48: Sondern wenn wir über Klima reden, reden wir immer mal dreißig Jahre der deutsche Wetterdienste natürlich noch längere Zeiträume.
00:20:58: Aber ich kann feststellen anhand der Wetterbedingungen, also Strahlungsstärke der Sonne und wie viel welche Windgeschwindigkeiten haben, wer bei dir entscheidend sind ob wir elektrische Energie aus Windrädern produzieren können.
00:21:14: Man hat wenn man das mal untersucht aus KIT, TU Berlin muss man ausgewertet von neunzehntenneunzebzig bis zweitausendachzehn die Wetterdaten dann identifizieren die rund vier dunkel flauten pro Jahr.
00:21:27: drei Tage durchschnittlich lang.
00:21:29: gelängste war acht tage auch wieder die nächste die nächste Zahl.
00:21:34: Woran liegt das?
00:21:35: Was ist der Grund für so eine Dunkelflaut, wo kommt das her?
00:21:38: Das ist ein Festsitz des Hochdruckgebiet.
00:21:40: Das können wir jetzt ja im Moment auch... gibt da noch den neuen Begriff der Hellbrise.
00:21:44: Kommen wir vielleicht gleich nochmal zum Abschluss dazu.
00:21:47: Das ist dann wenn sich also über Deutschland oder über Mitteleuropa so einen Hochdrucksgebiet festsetzt.
00:21:52: Wir haben den Jetstream aus dem Norden, der dann zu Störungen dieser stabilen Wetterverhältnisse führt, Wir beobachten das durch den Klimawandel, schwächte sich mehr und mehr ab.
00:22:02: Das heißt es setzt sich einfach in Hochdruckgebiet fest.
00:22:05: Das heisst im Winter vor allen Dingen wolkenloser Himmel.
00:22:09: Es kühlt im Winter auch noch sehr stark ab.
00:22:11: Es ist also sehr kalt.
00:22:13: wir müssen mehr heizen.
00:22:14: Also da steigt auch nochmal der Stromverbrauch weil wir mehr heizten müssen.
00:22:20: Und das dauert halt bis es dann zu solchen bis sich so ein festsitzendes Hochdruckgebiet, was dann über Europa teile nach Skandinavien hochzieht.
00:22:29: Ein bisschen noch in den Zweirechtig-Königreich.
00:22:33: Dann führt das dazu dass die Temperaturen sinken wie einen höheren Verbrauch haben und das relativ stabil ist oder auch lange braucht bis es sich weiterentwickelt.
00:22:47: Jetzt ist natürlich die Frage Wie können wir denn diese diese Lücke schließen.
00:22:54: Es dritt auf!
00:22:54: Ja, dann wer füllt die denn aus?
00:22:58: Was können wir denn da heute tun?
00:22:59: oder wie tun wir es heute und was können wir zukünftig tun?
00:23:04: Was macht man da auch da wenn man sich die Tage mal anguckt der letzten Jahre also wir springen in den November zwei tausend vierundzwanzig damit zehn Tage am Stück gehabt mit relativ wenig Wind und November ist auch die solare Einstrahlung jetzt nicht mehr so gut.
00:23:23: Die Spitzen sind sehr, sehr durch die Photovoltaik.
00:23:26: Also Sonne geht auf das ist ja dann schon.
00:23:28: im November haben wir auch schon Winterzeit sind wir schon um acht halb neun und Dann geht halt auch um mal siebzehn Uhr wird es dann auch schon spürbar dunkel.
00:23:38: Und dann sind die Photofoltaikanlagen quasi aus.
00:23:43: Wie decken wir denn den Bedarf der?
00:23:53: Das machen die Gaskraftwerke, das machen die Kohlekraftwerke an der Stelle.
00:23:58: Und dass machen die Importe aus den Nachbarländern wieder erneut.
00:24:01: Wir hängen in dem Moment normalerweise daran, dass wir auch die Leistung aus den nachbarländern importieren können.
00:24:08: Man berechnet die sogenannte Residuallast.
00:24:12: Was ist das?
00:24:12: Es ist der Strombedarf, den ich habe, den Ich messe für jede viele Stunde und ziehe die Windleistungen und die Photovoltaik-Leistungen ab.
00:24:21: Der Rest muss dann von allen anderen Energiesystemen gestemmt werden.
00:24:26: Das sind die fossilen, die übrigen Erneuerbaren und insbesondere was er zählt sind die Gaskraftwerke.
00:24:36: Die müssen dann entsprechend einspringen.
00:24:40: Jetzt kann man sich angucken Was fehlt denn so in der Zeit?
00:24:44: Also wenn wir jetzt diese Diese Residuallast mal berechnen und mal abschätzen Was brauchen wir denn in dieser Zeitraum?
00:24:56: Dann sind wir so ungefähr und das ist einigermaßen konstant, dass es so leicht fällt.
00:25:02: Die Mengen war das sind um die zwanzig Terawattstunden, die wir in diesen vierzehn Tagen brauchen.
00:25:09: Zwanzig terawatt Stunden.
00:25:11: Im Jahr waren wir in Deutschland so rund fünfhundert Terawatstunden Strombedarf und in zwei Wochen sind da zwanzigtterawatt stunden.
00:25:19: Wer kann diese Energie bereitstellen?
00:25:22: Wenn wir es nicht fossil machen, dass wir irgendetwas verbrennen, Kohle oder das Gas.
00:25:32: Heute wird die Lücke gefüllt durch Gaskraftwerke und dass wir aus dem Ausland, aus den Nachbarländern entsprechend versorgt werden bedeutet also wenn Photovoltaik gewinnt absacken.
00:25:45: und da sehen wir jeden Tag eigentlich in den Nachmittags- und Abendstunden, wenn die Photovoltak wegfällt dann springt die Gaskrafwerke.
00:26:02: Das Licht wäre nicht ausgegangen in Deutschland, wenn wir diese Importe nicht gehabt hätten.
00:26:09: Wir hätten die Energie auch selber produzieren können mit Reserverkraftwerken, die wir natürlich noch haben.
00:26:17: Die wir aber nicht anschmeißen weil das zu teuer ist.
00:26:19: Denn Kraftwerke werden günstig, wenn sie viele Stunden laufen und Kohlekraftwerke sowieso, aber auch Gaskraftwerke... Die sind ja sehr flexibel in der Strombezeugung.
00:26:29: Aber dennoch ist es so, dass es günstiger ist, den Strom aus dem Ausland zuzukaufen und zwar nicht nur Frankreich Kernkraft sondern auch aus allen Ländern.
00:26:40: Wir handeln sowieso die ganze Zeit aber es ist günstig als da ein Reservekraftwerk hochzufahren.
00:26:46: wenn wir müssten weil von außen nichts käme oder die Energie außen nicht reicht würden wir das auch schaffen und wir haben doch ausreichen Kapazitäten auf wenn die Überdeckungen immer kleiner wird, durch den fortschreitenden Ausstieg aus der Kohle.
00:27:01: Dann werden wir noch so braunkohlen und steinkohlekraftwerke.
00:27:05: Das WZ soll ja immer weniger werden bis zu dem Jahr.
00:27:11: das ist aber trotzdem wichtig.
00:27:12: sagen Wir sind da auf keiner nicht auf so Kante genäht dass es dann wirklich ein Problem ist.
00:27:20: Jetzt kann ich sagen Ja Aber wenn wir jetzt Diese dunkelflotte haben das ist ja doch unverschämter.
00:27:29: ich habe beim anfang gesagt dass war so knapp tausend euro die megawatt stunde dies da Dezember gekostet hat vierundzwanzig Und das ist auch so.
00:27:39: man kann wenn man sich jetzt die stundenwerte oder die stündenwerte Der prä der erheit preise an der stromböse anguckt und mal vergleicht War haben wir eine normale Produktion oder hatten wir dunkel flaute stunden?
00:27:55: mit der definition sind Wind und Filovoltaik kleiner als zehn Prozent der Last, die Definitionen nehmen wir jetzt mal an dieser Stelle.
00:28:03: Dann stellen wir fest, müssen das Krisenjahrs-Krisen-Jahre-Zweind-Zwanzig mal so ein bisschen rausnehmen.
00:28:09: aber was wir beobachten ist einmal hat sich das Bild oder Verlauf verändert.
00:28:13: Die dunkelflauten Stunden sind die teuren Stunden.
00:28:18: Das klingt ja auch erstmal plausibel denn Wind produzieren elektrisch Energie sehr günstig haben sehr niedlige sogenannte Grenzkosten.
00:28:26: Und wenn die fehlen, diese günstigen Kraftwerke und wir dafür dann vor allem die teuren Gaskraftwerke anschmeißen müssen.
00:28:33: Weil gasteuer ist!
00:28:34: Wir haben den CO²-Preis... ...und wenn die Gaskraftwerte hochgefahren werden ist das dann auch noch mal Betriebskosten nicht on top kommen laufen die mehrere Stunden.
00:28:44: Dann gleicht es wieder ein bisschen aus.
00:28:46: aber wenn ich einen Gaskraftwerk nur zwei Stunden brauche ist das trotzdem teuer und wir beachten dass der Preis in den dunkel flauten tatsächlich Tendenziell nach oben steigt.
00:28:58: Das war nur noch ein höchste Punkt, das waren nur noch neunhundertsechsunddreißig Euro von Dezemberabend im Jahr zwanzig vierundzwanzig.
00:29:05: Also die teuersten Stunden im Jahr vierundzwonzig waren alles dunkel flauten Stunden.
00:29:10: Das klingt jetzt erstmal plausibel, wobei es nicht ganz stimmt.
00:29:15: also diese Kurven überlappen sich ein bisschen.
00:29:17: Das heißt selbst wenn Vodovoltaik und Wind elektrische Handlinge bereitstellen nicht mehr bereitstellen als diese zehn prozent der last gibt es halt preisspitzen.
00:29:25: das hat nicht nur miteinander was zu tun.
00:29:28: man sieht da nur die verschiebung.
00:29:30: wenn dunkel flaute ja dann ist es halt auch ein bisschen teurer.
00:29:32: dass das muss man einfach.
00:29:34: also das ist einfach so.
00:29:39: aber wer liefert den jetzt diese zwanzig bis zwei zwanziger watt stunden an elektrische energie die wir in so einer zweiböchigen dunkelflaute die halt dann mal auftreten kann?
00:29:49: wer liefert die uns denn jetzt?
00:29:51: Das sind Nachbarländern.
00:29:52: Aber kann denn Europa überhaupt einspringen, vorhin künftig einspringt wenn der Wind nicht weht?
00:29:57: Wenn in Deutschland der wind nicht wehlt, wird er ja in Dänemark, in den Niederlanden, in Frankreich oder Frankreich kommt nicht so viel Wind-Energie aber Dänemark und Niederlands Norwegen vielleicht kommt dann auch nicht soviel.
00:30:08: Auch da kann man beobachten dass solche dunkelflauten europaweit auftreten.
00:30:14: Wir haben ein europäisches Verbundnetz wir sind ja gekoppelt mit unseren Nachbar Ländern und tauschen permanent elektrische Energie grenzüberschreitend aus, das ist ein ganz wichtiges Prinzip und auch wichtig dass wir da diesen permanenten Austausch haben.
00:30:28: Was wir aber beobachten ist wenn wir nur deutscher betrachten dann sind wir halt mit dieser Grenze wieder zehn Prozent der Stromlast die von Photovoltaik- und Windenergie gedeckt werden.
00:30:40: Da sind wir in Deutschland bei diesen sechshundert, siebenhundert vielleicht achthundert Stunden fallend.
00:30:46: Haben wir Europa gesamt?
00:30:50: Sind das viel weniger Stunden gleich.
00:30:53: Ich habe eine viel größere Fläche, weil ich den ganzen Kontinent habe, damit ich viel mehr Möglichkeiten habe, dass da irgendwo Wind weht oder dann entsprechend die Sonne scheint.
00:31:03: Also wir haben es heute aus dem fünfundzwanzig waren das in Deutschland sechshundert zweiund dreißig Stunden in der europäischen Union und hundertdreiund zwanzig.
00:31:11: Es ist also nur ein Fünftel ungefähr roundabout.
00:31:16: Das war... Das heißt Wir können uns gegenseitig stützen um uns dann mit erneuerbarer Energie zu versorgen.
00:31:27: Das ist ein ganz ganz wichtiger ergänzender Effekt, den wir da haben.
00:31:34: Dennoch muss man sagen wenn man sich jetzt anguckt, wenn jetzt, guckt mal an Photovoltaik und Wind in Deutschland wie sieht es da aus?
00:31:43: Mit dem Anteil an der Last und das Ganze noch mit den übrigen EU-Ländern machen.
00:31:49: Wenn in Deutschland Flaute ist ist typischerweise in unserer Nachbarländer oder den Europäischen Union auch flaute.
00:31:55: Wenn wir so eine Konzentration in den Bereichen, wenn wir einen dunkelflauten Problem in Deutschland haben, ist sehr wahrscheinlich das es auch europaweit zumindest eine deutlich eingeschränktere Stromproduktion aus Winter und Vordervoltaik gibt.
00:32:11: Das liegt einfach an diesen Großwetterlagen die dann zunächst mal Mitteleuropa und noch Teile von West Nordost und Süde Europa betreffen.
00:32:21: Das ist eine Folge, obwohl wir ja gut vernetzt sind in Deutschland mit den Nachbarländern.
00:32:31: Wird das aber dazu?
00:32:31: Naja wenn aus dem Nachbarland dann halt nichts kommt und dann brauchen wir entsprechend andere Möglichkeiten wo die elektrische Energie herkommen kann.
00:32:39: also bei uns ist Dunkelflotte in der nachbarländer sieht auch nicht gut aus.
00:32:42: Ja wer hilft uns denn dann?
00:32:44: Wer kann uns denn da die elektrische energie bereitstellen?
00:32:48: Wir sind bei zwei Wochen dunkel flaut und mal so als extrem Zeitpunkt.
00:32:52: Und das ist ja die Herausforderung, die wir haben im Zuge der Energiewende.
00:32:57: Es hilft nicht zu sagen, wir schaffen neunzig Prozent der Zeit sind wir gut versorgt.
00:33:02: Das eine Prozent und das wären drei Tage im Jahr haben wir nicht ausreiten Strom.
00:33:07: Da müssen wir alle mal Licht ausmachen und bei Kärtnischein sitzen.
00:33:11: Das kann ja nicht der Einspruch einer modernen Industrienation sein.
00:33:14: Ist er auch gar nicht ganz im Gegenteil.
00:33:17: Nur wer füllt denn jetzt die Lücke, wenn es Europa zum Teil zwar die Wahrscheinlichkeit das Risiko reduziert aber noch nicht auch da nicht vollständig abstellen kann?
00:33:26: Denn wir wollen ja nicht nur achtzehnt Prozent Energiewende oder neunzehnte Prozent und auch nicht neu.
00:33:31: Wir sollen ja am Ende des Tages müssen wir auf die hundert Prozent kommen.
00:33:33: Wir müssen raus aus der Verbrennung von irgendwelchen fossilen Treibstoffen.
00:33:39: Wer kann das machen?
00:33:42: Nicht die Batterien!
00:33:43: Batterien sind für Dunkelflauten nicht gedacht Denn Batterien sind wunderbar, um über wenige Stunden elektrische Energie zu puffern.
00:33:58: Auch das kann man sich natürlich rechnen.
00:34:01: wie viel würde das bringen wenn wir jetzt entsprechende Mengen an Photovoltaik und Windenergie haben und wenn wir auch viel Speicher haben?
00:34:13: Das können die nicht.
00:34:15: dafür sind Batterien tatsächlich nicht gedacht.
00:34:17: eine langen Zeitraum zu bebrücken so viel Batteriekapazität vorzuhalten wäre auch in einem modernen Energiesystem überhaupt nicht sinnvoll.
00:34:27: Problem wieder Wintermonate, Oktober bis März.
00:34:32: Da lief man halt die Voltaikanlagen viel zu wenig Energie selbst tagsüber wenn die Sonne dann scheint Mittagsstunde um aus dem Überstoß Batterien zu speichern, die Batterienelektrische Energie einzuspeichern.
00:34:48: Wir haben ja zwei Aspekte, zwei Kennzahlen bei Batterien, die wir betrachten müssen.
00:34:52: Nämlich einmal was ist die Energie?
00:34:54: Wie viel kann ich reinpacken?
00:34:56: Das ist eine Größe meines Wassereimers.
00:34:59: und die Frage ist wie schnell kann Ich die Energie rein und raus schieben?
00:35:03: das ist die Leiste.
00:35:04: also wie schnell Kann ich die laden?
00:35:05: indem man Schlau-Wasserschlauch in den Eimer halte oder ich kippt ihn aus Wasser einmal kann ich sehr schnell entladen.
00:35:10: Ich kippe ihn einfach aus.
00:35:12: Alle sind sofort leer Und In Deutschland haben wir insgesamt so gut einundzwanzig Gigawatt an Leistung und knapp vierunddreißig Gigawattsstunden Inhalt.
00:35:30: Mit voller Leistung, das heißt wenn wir einund zwanzig gigawatt rausziehen aus dem Batterien sind die nach anderthalb Stunden leer.
00:35:38: Das kann uns nicht helfen.
00:35:42: Wir brauchen zweiundzwzig tera oder zwanziger tera Wattstunden in der Größenordnung.
00:35:47: Es sind drei Zehnerpotenzen zwischen einzigig Gigawatt-Leistungen, die Batterien bereitstellen können.
00:35:56: Dann haben sie halt eine Eins und ein Fünfwache Menge oder vierunddreißig Gigawattsstunden.
00:36:02: aber damit kommen wir ja nicht auch zwanzig Terrawattsstunde.
00:36:04: ich kriege es hier auch dann tagsüber nicht vollgeladen weil wir in der Phase der der Dunkelflaute sind bedeutet also batterien helfen uns überhaupt nicht für eine dunkelflotte Das sollen sie aber auch gar nicht, vielleicht da nochmal um das einzuordnen und weil da auch gerne mal Missverständnisse sind.
00:36:23: Aber so viele Batterien und das ist doch ganz schlimm.
00:36:26: wie soll das denn funktionieren?
00:36:28: Wir wollen das eigentlich nicht.
00:36:31: dafür sind Sie nicht gedacht was Batterien?
00:36:34: wunderbar können es.
00:36:35: Sie können Spitzen abschneiden also hohe Preispitzen Können Sie abfedern?
00:36:39: Das tun sie auch in anderen Regionen dieser Welt.
00:36:41: In Kalifornien, Texas und Australien.
00:36:44: Da klappt das schon mal ganz gut.
00:36:45: Die Batterie lädt tagsüber und wird nachts entladen.
00:36:48: Und diese Preisdämpfung, also dass wir niedrige Strompreise tagsüber haben unter die hohen Preise dann am späten Abend wenn die Photovoltaik wegfällt.
00:36:58: Diese Spreizung wo kommt ihr her?
00:37:00: Wenn man Überschussstrom aus der Photovoltag den keiner braucht.
00:37:03: Das beobachten wir jetzt ja auch in Europa Und am Nachmittag, am frühen Abend springen die Gaskraftwerke an.
00:37:10: Das ist teuer.
00:37:11: Wir haben einen Riesen-Spread, wie es so schön heißt, also einen Sprung und eine Spreizung in den Preisen.
00:37:18: Und das können sie gut diese Spreitzungen drücken!
00:37:27: Sie machen auch die Flauter aber nicht kürzer die Batterien.
00:37:32: Wir können damit kürzere Schwankungen sehr gut ausgleichen.
00:37:36: Das klappt wunderbar... Unternehmen machen das auch um Lastspitzen zu reduzieren, weil auch das bares Geld kostet.
00:37:42: Weil man ja nicht nur den Arbeitspreis hat als Unternehmen.
00:37:46: Das ist also wie viel Energieverbrauch im Jahr soll und ich bezahle auch für die Spitzenleistung, die ich mal einmal abgerufen habe.
00:37:52: Und wenn ich den Wert drücken kann, kann ich tatsächlich Geld sparen!
00:37:55: Das ist ein ganz wichtiges, ganz wichtiger Aspekt.
00:38:00: Da macht es auch wenig Sinn, wenn man da jetzt mal mit Wetter ja anrechnet, wieviel Gigawatt Speicher bräucht?
00:38:12: Das funktioniert einfach nicht, das ist auch Volkswirtschaft nicht völliger Unsinn.
00:38:16: Wir brauchen also steuerbare Leistung und das sind Gaskraftwerke.
00:38:23: Heute sind es noch fossile Gaskraftwerk, weil sie mit Erdgas, also fossilem Erstgas betrieben werden.
00:38:28: perspektivisch sollen das wasserstoffbasierte Kraftwerke sein.
00:38:34: Also wir nutzen die Gaskraft Werke, die heute im Erdgast verbrennen sondern künftig Wasserstoff verbrennen und dann entsprechend Strom produzieren.
00:38:43: Da müssen wir tatsächlich dann aber ausbauen und zubauen, das neue Kraftwerk gesetzt.
00:38:49: was da ansetzt sagt dass zehn Stunden jetzt Anlagen die gefördert werden Neue Anlagen, die gebaut werden müssen mindestens zehn Stunden ohne Unterbrechung konstant einspeisen können Und eine Stunde später erneuen.
00:39:05: wenn man zehn Stunden haben wir jetzt machen wir den Bedarf der muss dieses diese Energieerzeugungseinheit und da ist noch nicht gesagt, was das ist.
00:39:12: Das ist technologieoffen.
00:39:14: Also die muss zehn Stunden ohne Unterbrechungen abgeben dann hat sie eine Stunde Pause und dann muss ich wieder einspeisen können oder wieder Strom erzeugen können.
00:39:22: damit sind Kraftwerke also Gaskraftwerke gemeint.
00:39:26: das kann kein Batteriesprecher die sind aus dieser Ausschreibung dafür sind Sie nicht gedacht Kann man sagen, diese zehn Stunden sind eine regulatorische Übersetzung der Dunkelflaute.
00:39:50: Ist schon relativ kurz.
00:39:54: Dennoch brauchen wir die Steuerbarlast.
00:39:58: Dann geht es nicht um Grundlastkraftwerke.
00:40:00: Damit sind keine Kernkraftwerken gemeint.
00:40:03: Die waren doch gar nicht so schlecht und könnten wenig.
00:40:06: Nein das wird in Deutschland oder Europa.
00:40:10: wird das nicht passieren, weil es einfach viel zu lange dauert diese Geräte oder diese Anlagen neu zu bauen.
00:40:16: Selbst wenn wir einen Schritt zurückgehen würden in der Entwicklung und nicht die modernsten Kraftwerke bauen wie das jetzt in Frankreich, wie das in Großbritannien passiert oder passiert ist an den Großbritanien gerade passiert mit dem Hincklade Point C. So haben wir bauen einfach nicht die neuste Technik sondern eine Generation davor.
00:40:35: Das ist das was in Südkorea damit China passiert.
00:40:37: kann man es etwas günstiger machen, obwohl uns da mittlerweile auch so die Erfahrung fehlt wie man das macht.
00:40:43: Das macht es dann auch wieder teurer.
00:40:45: aber die Kernkraft neu installieren funktioniert in der Schelle nicht vor allem bei Kernkraftwerke, wo ihr sechs, sieben, acht tausend Stunden im Jahr bei voller Leistung Strich fahren müsst und also Grundlastbereitstellen.
00:40:56: Das hilft uns in der Energiewende tatsächlich nicht weil man diese Anlagen einfach ganz schlecht regeln kann aufgrund ihrer Physiken alte Kraftwerke wieder aufleben lassen, das vielleicht auch noch so als kleiner Sidekick.
00:41:10: Also bis da wieder die Betriebsgenehmung ist... ...ist die Zeit soweit vorangeschritten?
00:41:14: Das ist ja nicht einfach so, ach komm wir müssen einfach nur anschalten, Brennstärke rein und schon produzieren wir wieder Strom!
00:41:19: Wir sind voll im Rückbau mit.
00:41:22: Betreiber sagen auch also die Anlagen selbst, die dir zuletzt abgeschaltet haben wieder neu zu reaktivieren.
00:41:29: Wir haben weder das Personal dafür noch technische Ausstattung auf dem neuesten Stand.
00:41:35: Das müsste alles nachgerüstet werden, damit es sauber und sicher betrieben werden kann.
00:41:39: das Thema ist in Deutschland weitestgehend.
00:41:43: Wenn der politische Wille da ist haben wir ja schon diskutiert.
00:41:45: wenn man sagt wir wollen das unbedingt dann geht das technisch auch also auch da.
00:41:49: vielleicht klare Aussage.
00:41:51: natürlich könnten unsere Kernkraftwerke reaktivieren aber die Aufwand ist wahnsinnig hoch dass das politisch wiederkommt wie gesagt.
00:42:02: Also halt ich für sehr unwahrscheinlich, wenn es kommt wäre es so.
00:42:05: Es ist klimaneutral aber das hilft uns bei dem Thema Energiewende kurz bis mittelfristig nicht so richtig aus der Patsche.
00:42:15: Was müssen wir also machen?
00:42:16: Wir brauchen diese steuerbaren Leistung und das sind vor allen Dingen Gaskraftwerke.
00:42:22: die werden jetzt wie gesagt noch mit Erdgas betrieben und wenn wir nach und nach werden dort Anpassungen vornehmen dass das dann klimaneutrales also entweder Carbon Capture and Storages, also das verbrannte Erdgas.
00:42:35: Dann steht ja Kohlendioxid, dass man es auffängt.
00:42:38: Das macht dann das Kraftwerk aber ineffizienter weil dieser Prozess sehr aufwendig ist.
00:42:44: Die Nutzung von Wasserstorch, das Verbrennen vom Wasserstoff kann eine Lösung sein und wenn wir wissen, dass es wenige Stunden im Jahr sind, kann man das sich auch leisten müssen.
00:42:54: Problem ist halt Wenn wir Wasserstoff verbrennen, das ist ein wahnsinnigen ineffiziender Prozess in Sommer von der Voltage und Windüberschussströme zu nehmen, die wir dann zu Wasserstoff machen.
00:43:04: Und dann den Wasserstoff haben wir letztens noch diskutiert, dann zu verbrennen Gaskraftwerken das ist wahnsinnig ineffizient.
00:43:10: aber um über die Dunkelfläute zu kommen Ist es nötig auch wenn es sehr selten Ereignisse sind.
00:43:17: Wir kombinieren also Batteriespeicher.
00:43:19: Die können uns kurzfristig helfen Vielleicht wenige Stunden und ergänzen umsteuerbare Lasten.
00:43:27: Die Bundesnetzagentur sagt, also bis zu den Jahren im Jahr haben wir ca.
00:43:32: eine neue Steuerbare Leistung.
00:43:36: Wenn die Energie nach Plan läuft gibt es auch da weitere Verzögerungen vor allem beim Netzausbau und dann brauchen wir vielleicht sogar noch etwas mehr.
00:43:48: Wir müssen halt den Strombedarf, den wir haben.
00:43:51: Den müsst ihr zu jedem Zeitpunkt decken.
00:43:53: das kennen wir.
00:43:55: wenn wir die Dunkelflotte haben, ist das Problem da.
00:44:00: Jetzt mal so ein Strich drunter machen unter diese Diskussion.
00:44:03: Die ganzen Zahlen jetzt mit zehn Prozent der Leistung, zehn Prozent an der Stromlast, was Wind und Photovoltaik leisten können.
00:44:14: Was kann man festhalten?
00:44:15: Wie oft treten jetzt dunkelfloten auf?
00:44:17: kommt darauf an wie man zählt dass Fährste das ehrlichste ist aus meiner Sicht wie gesagt, dass es auf die Stromlast beziehen weil das ja der Bedarf ist.
00:44:30: Die instellte Leistung spielt an der Stelle gar keine entscheidende Rolle.
00:44:35: Das hilft uns nicht den Bedarf zu decken.
00:44:40: Kurzen Flauten über wenige Stunden gehen.
00:44:43: das bringt jede Windstelle nacht Vor allem in den Sommermonaten auch wenn die Nächte kürzer sind.
00:44:49: Ansonsten haben wir etwa dreimal im Jahr diese dunkelflotten phase.
00:44:57: maximal sieben tage wird das dauern.
00:45:01: deswegen da haben wir halt.
00:45:02: also dass nur die größte ordnung.
00:45:03: wir müssen eine woche dunkel von uns sind nie im bereich der zwei wuchendunkel flott am stück wenn das immer so kooperativ ist wir müssen zwei wochen überbrücken.
00:45:11: das wäre so ein super duper extremfall.
00:45:13: wenn man dann wenn das aufbrennen sollte das weiß man und die wetter früher sagen relativ weil man diese großen stabilen Wetterlagen sehr gut mittlerweile vorhersagen kann und auch das haben wir diskutiert, wann immer besser wird in der Wettervorhersage und in der Genauigkeit.
00:45:31: Wir brauchen also Systeme die rund zwanzig Terawattstunden elektrisch Energie bereitstellen.
00:45:37: und wenn ist es ein bisschen gefallen?
00:45:38: Wir sind zuletzt bei gut sechzehn Terawatts Stunden gewesen.
00:45:41: Wenn wir jetzt elektrifizieren mehr Wärmepumpen, mehr Elektroautos dann wird das wieder rauf gehen.
00:45:50: Also wir müssen eigentlich weggehen, vor allem wie viel Stunden geht das.
00:45:52: Sondern wer stellt uns diese Energiemenge bereit?
00:45:56: Das können die immer das machen vielleicht die Batterien in den ersten Stunden.
00:45:59: Vor allem weil sie an Spitzen kappen und wir dann entsprechend fossile Kraftwerke nicht brauchen und später noch weniger Wasserstoff brauchen.
00:46:06: Ansonsten haben wir Steuerbahnkraftwerke Wir haben die Importe und das haben jetzt gar nicht diskutiert ist nochmal ein komplett neues Thema flexible Verbraucher.
00:46:14: Das heißt wenn ich in der Lage bin durch ein intelligente Stromsystem doch das haben wir uns ja schon angeguckt.
00:46:21: Haben wir im Moment noch nicht, aber es liegt eigentlich auf dem Tisch was wir tun müssten um unser System intelligent zu steuern, flexibel zu gestalten.
00:46:30: dass ist hoch attraktiv, da ist ein Riesenpotenzial was wir momentan nicht nutzen dann sinkt der Bedarf und sinkt diese Bedrohungslage der Dunkelflaute doch massiv.
00:46:42: also können Sie berechnen?
00:46:44: Wir können sie sehr gut prognostizieren die Dunkelfloute Und dann wissen wir auch ziemlich genau, wie wir vorgehen müssen.
00:46:51: Was man vielleicht auch nicht braucht und das zum Abschluss ist zu sagen ja was muss ich denn heute machen?
00:46:57: Damit ich in twenty fünf vierzig fertig bin sondern Lass uns doch mal den nächsten Schritt gehen und dann geben wir den nächsten schritt Endlich wieder.
00:47:04: so China macht mit den fünf jahres planen wir gehen Mal.
00:47:08: Wir haben das große ziel in der ferne klimaneutrale energieversorgung in deutschland in europa bis zwanzig vierzig oder bis zweinzig fünftig.
00:47:15: Aber der Weg dorthin Den halten wir noch mal flexibel.
00:47:19: und als nächstes bauen wir ein Netzausbau und Speicher bei Parallelhochlaufen von Wind und Voltaik.
00:47:26: Und dann gucken wir mal, wo stehen wir denn eigentlich?
00:47:29: Wo müssen wir mehr steuern?
00:47:30: Wo läuft es schon ganz gut und damit lässt sich eine Dunkelflaute auch sehr gut im Griff behalten.
00:47:37: das ist eine Herausforderung keine Frage die müssen wir konstruktiv angehen Aber im Land der Ingenieurinnen und Ingenieure sollte das wohl eine Herausforderung sein, auf die man sich doch eigentlich freuen könnte.
Spike Evo
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