#217 Strompreisspitzen und Hitzewelle

Shownotes

Strompreisspitzen von 747 €/MWh: In der Junihitze 2026 schoss der Abendstrom auf einen Jahresrekord. Tagsüber drückt die Solarenergie den Preis, doch mit dem Sonnenuntergang trifft hohe Kühllast auf ein knappes Angebot, und teure Gaskraftwerke setzen den Preis. Anhand von Börsen- und Temperaturdaten zeige ich, warum diese Spitzen erstmals im Sommer auftreten, was die neue „Hitzeflaute" bedeutet und welche Rolle Klimaanlagen, Importe und der Klimawandel spielen. Zum Schluss geht es um die Lösungswege: Speicher, Flexibilisierung und Netzausbau.

Zum Podcast "KLIMA UND KOHLE"

Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.

Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.

Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.

Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.

Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

-- Prof. Dr. Henrik te Heesen Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier Webseite: https://www.umwelt-campus.de/hteheesen Instagram: @hteheesen YouTube: @ProfDrHenrikteHeesen TikTok: @hteheesen

Music by ZakharValaha from Pixabay

Transkript anzeigen

00:00:00: Tag zusammen zu einer neuen Ausgabe von Klima und Kohle, bei dem wir uns ja letzte Woche über den bevorstehenden Winter unterhalten haben.

00:00:09: Trotz der aktuellen oder sehr sommerlichen Temperaturen möchte ich in der heutigen Folge Sommer mal in den Blick nehmen mit seinen Folgen und Auswirkungen auf unsere Energieversorgung.

00:00:24: Und insbesondere auf die Energiepreise, denn was ist passiert?

00:00:29: In der letzten Juniwoche, insbesondere am Mittwochabend, am vierundzwanzigsten sechsten kurz vor neun hatten wir Strompreise in der Größenordnung von mal siebenhundert, siebhundertfünfzig Euro die Megawattstunde oder fünfsiebzig Cent die Kilowattstunden.

00:00:51: Wieso ist das so?

00:00:52: Wo kommt das her?

00:00:53: Klar wenn man diese Hitzewelle gehabt, die jetzt genug abgeklogen ist... Jetzt haben wir angenehme sommerliche Temperaturen.

00:01:03: aber was bedeutet es eigentlich aktuell und auch für die Zukunft Energiesystem in Deutschland, in Mitteleuropa.

00:01:11: Und auch... Wo geht das bei den Energiepreisen?

00:01:15: Den werden wir diese starken Schwank.

00:01:17: und dann haben wir diskutiert immer dieser Null-Euro-Preise mittags oder sogar negative Strompreise.

00:01:22: Dann sind wir plötzlich bald ganz hohen Strompreis.

00:01:24: Das ist die siebenundfünfzig Euro.

00:01:25: Die Megawattstunde ist ein ihr witzig hoher Preis!

00:01:28: Wo kommt das her?

00:01:30: Orten war in der heutigen Folge mal ein und gucken wir mal was das langfristig bedeuten kann.

00:01:41: Ja Es war heiß, es war sehr heiß.

00:01:44: Das ist eine Sache auch wenn das erst mal Wettereffekte sind.

00:01:51: aber diese Wettereffekte hängen mit dem Klimawandel zusammen.

00:01:54: gucken wir uns ein weiteres genauer an was es jetzt bedeutet noch was das für die Zukunft bedeutet.

00:02:00: erstmal der Blick jetzt zurück in dass was Ende Juni passiert ist.

00:02:08: Wir haben diese außergewöhnliche Hitze wieder gehabt Regional, vierzig Grad Celsius und sogar darüber hinaus um gleichzeitig eine Windstille Hochdruckwetterlage.

00:02:24: Das ist sehr außergewöhnlich weil dass diese Hitzewellen kommen werden durch den Klimawandel und das wahrscheinlich erwirrt, das ist genau das was man erwartet.

00:02:35: aber die Frage ist also was ist jetzt konkret passiert?

00:02:40: warum?

00:02:41: Wie hat dieser Mechanismus des Strompreises so gegriffen und ist das jetzt ein Einzelfall gewesen?

00:02:48: Nach dem Motivarut einmal passiert, kommt die wieder oder ist es vielleicht sogar das neue normal.

00:02:54: Dazu was gucken wir uns an, kennen das ja hier in der Runde mal ein paar Daten, einmal die Börsungsstrompreise und auch die Temperaturdaten jetzt mal nur ab.

00:03:02: Ich würde sagen in dieser Folge jetzt nicht die Grundsatzdiskussion über Temperaturentwicklung in Deutschland und Mitteleuropa führen.

00:03:11: Wir sehen, dass es rauf geht.

00:03:13: Und das beobachten wir jetzt insbesondere seit der Neunzehnteinundzehnt.

00:03:17: Wichtig vielleicht da noch... Also ich habe mir jetzt auch bei den Temperaturdaten eine Rolle spielen, weil diese Hitze wird immer nur die bundesweiten Durchschnitte angeguckt.

00:03:24: Wir haben einzelne Stationen in Deutschland.

00:03:26: Die hatten auch Temperaturen deutlich über diesen vierzig Grad Celsius.

00:03:30: Also Temperaturrekorde, Reihenweise die gebrochen worden sind.

00:03:36: Das gucken wir mal im Bundesschnitt an.

00:03:40: das reicht aber um zu verstehen was passiert.

00:03:45: Wir haben ein Problem gehabt dass jetzt nicht nur auf deutscher bezogen ist also den anderen Nachbarländern.

00:03:54: in Mitteleuropa gab es entsprechende preisexplosionen die belgier zum beispiel hatten.

00:04:03: am dienstagabend also einen tag vorher hatten die dann preise.

00:04:09: die lagen bei fast oder so rund tausende euro die megawatt stunde also hundert wahnsinn nicht also tausend euro das ist eine hundred cent in euro pro kilowatt stunden.

00:04:25: man zahlt ja selber für seinen Jahrespreis, wenn man keinen dynamischen Strompreis-Tarif hat.

00:04:29: Jetzt hat man so zwischen dreißig und vierzig Cent aber jetzt vom Tarif den man hat bei seinem Energieversorger.

00:04:35: Der Strombörse explodiert.

00:04:38: Wieso?

00:04:39: Warum weshalb?

00:04:41: Also was man dann mal macht ist, man guckt sich die den Strombedarf erstmal an.

00:04:47: Zwar da bezogen dann die sogenannte residual Last.

00:04:50: das ist die residual Last Das ist die Last, das heißt der Strombedarf Deutschlands zu jeder Viertelstunde und zieht die Produktion von Solar- und Wind ab.

00:05:05: Bedeutet also dass die großen volatilen Energiesysteme was tragen sie bei?

00:05:13: Und da haben wir natürlich dann man nennt es dann diese sogenannte Duck Curve oder die Endenkurve weil halt diese diese Last Kurve sieht so ein bisschen aus wie eine wie so eine Ente.

00:05:25: Also unten niedrig, dann geht es halt runter im Mittag sondern geht's halt steil nach oben.

00:05:31: Das ist das was wir in vielen anderen Ländern beobachten, was jetzt diesen Verlauf angeht und dem beobachte ich hier in Deutschland.

00:05:43: Da sehen wir auch in den USA einen einzelnen Bundesstaat von Kalifornien, Texas.

00:05:47: Wir gucken uns gleich noch an.

00:05:49: Also wir haben das Problem gehabt.

00:05:50: Wir hatten jetzt in dieser letzten Juniwoche, also die sechsenzwanzigste Kalenderwoche viel Sonne, klar war ja heiß und wenig Wind.

00:06:02: Das heißt die Residuallast lag in den Abendstunden relativ hoch nämlich bei fünfzig bis fünfundfünfzig Gigawatt Leistung.

00:06:13: Das ist relativ hoch.

00:06:16: deutlich weniger.

00:06:17: Wir sind so bei vierzig Gigawatt Resolals, die wir dann im Zweifel decken müssen mit konventionellen Kraftwerken, Kohle, Gaskraftwerke, die uns am Abend einsteigen natürlich ein bisschen Wasserkraft bis in Bioenergie und dazu kommt unnatürlich der Import aus den Nachbarländern.

00:06:39: Wir haben wenig bis gar keine Windleistung gehabt.

00:06:44: also obwohl doch einiges an Windleistungen haben, haben wir in der letzten Juniwoche anderthalb bis zweieinhalb Gigawatt Wind gehabt.

00:06:56: Das ist dann zum Wochenende mal besser geworden.

00:06:58: da gab es dann deutlich mehr Windleistung, aber sobald ich zwanzig Gigawatts nachts von Samstag auf Sonntag also vom siebenzwanzig auf den achtenzwanzigsten Juni aber voll Untertags Da war natürlich auch ein Solar dominiert.

00:07:13: Die Solaranlagen haben am Mittwoch dem den Vierundzwanzigsten fünffünfzig Gigawatt Leistung bereitgestellt bei einer Last von Sechzig Gigawatten.

00:07:25: Super, wieder haben wir letztens besprochen Wir sind ja voll auf Spur.

00:07:30: das wollen wir doch.

00:07:31: Wir wollen doch zeigen dass wir eine Industrienation vollständig mit regenerativen Energien versorgen können.

00:07:39: Mitte um die Mitte stunden Wenn die Sonne scheint, geht das auch problemlos.

00:07:44: Mit allen anderen Auswirkungen, die wir jetzt schon regelmäßig in der Runde diskutieren.

00:07:48: So was haben wir dann?

00:07:50: Was beobachten wir denn danach?

00:07:51: Dann geht die Last bleibt halt hoch und gleichzeitig bricht die Sonnen weg.

00:08:00: Die Sonne geht unter, dann fällt auch die Leistung.

00:08:07: Beobachtet hat ist an dem Dreiundzwanzig Sechsten, dass wir abends also in der vier Stunde von zwanzig Uhr fünfundvierzig bis ein Zwanzig-Uhr Preise hatten.

00:08:17: In den Ländern in der Region von rund tausend Euro.

00:08:24: Also in Österreich hatten wir siebenhundert zwölf Euro Deutschland siebhundert siebviertzig Euro in die Niederlande neunhundert zwei Euro.

00:08:30: Die Mega war schon in Belgien sogar Tausend achten dreißig Euro.

00:08:34: die Megawattstunde Auch derne Marker hat entsprechend hohe Preise gehabt.

00:08:41: Da wird man noch sagen, es ist ja so nicht.

00:08:44: Die Solaranlagen produzieren doch sehr günstig Strom.

00:08:47: Das ist das Attraktive.

00:08:49: Diese Grenzkosten sind auch sehr niedrig.

00:08:51: Wir brauchen kein Treibstoff oder keinen Brennstoff, den wir nutzen wie einem Kohl- oder Gaskraftwerk.

00:08:57: Ist doch super!

00:08:58: Also warum explodiert der Preis?

00:09:01: Und das kommt halt aus dem Merit Order Prinzip.

00:09:04: Noch mal zur Erinnerung, wie funktioniert das Merit Order?

00:09:08: Wie bildet sich der Strompreis an der Strombörse.

00:09:14: Die Kraftwerke bieten ihre Leistungen an zu einem bestimmten Preis sondern wird halt sortiert von billig zu teuer aufformiert oder auch aufgelistet und dann geguckt was ist die Leistung wie wir abrufen?

00:09:28: und das teuerste Kraftwerk was wir noch brauchen um die Last zu decken Das bestimmt den Preis für alle.

00:09:37: Wenn das günstigste eine Windenergieanlage ist, die dann für drei Cent oder fünf Cent die Kilowattstunde produzieren kann.

00:09:45: Dann ist das der Strompreis an der Börse.

00:09:48: Das funktioniert wunderbar tagsüber weil Wind und Sonne fast gratisch Strom produzieren können.

00:09:56: Danach kommen dann die Kohlekraftwerke als letzter Punkt die am teuersten sind.

00:10:04: Und natürlich der Import Kraftwerk mit rein zählen die auch Leistung.

00:10:11: Bereitschaft heißt also das teuerste Das letzte benötigte kraftwerk mit dem höchsten preis.

00:10:15: das setzt den preis aber für alle anderen.

00:10:17: das heißt auch wenn ich günstig mit pv strom produzieren kann und es wird noch ein gaskraftwerk gebraucht was dann für teuer gepostet kriege ich als pv anlagenbetreiber trotzdem dann diesen hohen bürsen schub.

00:10:28: da kann man schon also ein gutes geschäft machen.

00:10:34: jetzt haben wir diese diesen sogenannten Solarcliff.

00:10:39: Die Last geht runter, also vorsichtig die Last bleibt oben, Solar geht runter.

00:10:47: Wir haben abends dann noch einen hohen Strombedarf aber die Solaranlagen schalten oder fahren ihre Leistung runter weil die Solare Einschaltung zurückgeht.

00:10:56: das heißt wir müssen dort diese Unterdeckungen aus Vodovoltaik, wenn man windstille Woche gehabt brauchten war die fossilen Kraftwerke oder diese Kommissarkraftwerke.

00:11:09: Und das ist teuer gewesen, wir haben zwei sich verstärkende Effekte gehabt.

00:11:18: zum einen und die Sonne geht ja erst relativ spät unter Das war jetzt quasi kurz nach der Sommersonnen Wände Tage sind noch sehr lang es werden etwas kürzer in der zweiten Jahreshälfte Nächte wieder länger werden, die Tage kürzer.

00:11:37: Bedeutet also wir brauchen wenn wir ein Gaskraftwerk anschmeißen müssen damit es die Stromlast deckt, die Residuallast decket braucht aber hat das ja trotzdem Anfahrkosten ist es tachsübers ist aus dann fahren was an.

00:11:51: das heißt das Vorteil Gaskrafer kann sehr schnell angefahren werden Aber dass anfahren kostet extra Geld.

00:11:57: je länger die Dinger laufen desto günstiger wird sie nicht in der im Bezug auf die Kilowattstunden oder die Megawattstunde.

00:12:05: Und dann hatten wir auch eine echte Knappheit.

00:12:07: Es ist quasi alles gelaufen, was Strom produzieren könnte.

00:12:13: Im Sommer gibt es dann noch viel bei den konventionellen Kraftwerken viele Revisionen, Wartungsarbeiten, weil typischerweise der Bedarf wieder so niedriger ist als im Winter.

00:12:21: Im Winter haben wir halt doch noch einen höheren Strombedarf durch mehr Beleuchtungsbedarf.

00:12:26: Mehr Wärmepumpen die laufen das haben wir im Sommer aber nicht.

00:12:30: Das heißt also, was passiert jetzt im Moment?

00:12:33: Wir beobachten das halt tagsüber in den Mittagstunden die Preise stark negativ sind und zwar sogar so dass bei entsprechenden Temperaturen wir mittags sogar eine leichte Preisreduktion beobachten.

00:12:56: Interessanterweise und was wir auch beobachten wenn es dann abends noch sehr warm und heiß ist, das hatten wir halt in der letzten juni Woche Und wenn wir jetzt im verlauf des Sommers nochmal so eine Hitzewelle bekommen Jetzt ja kurz nur noch sieben Schläfer und man sagt er wie das Wetter einem Siebenschläfer ist solange bleibt an sieben wochen lang auch dieses Dieses Wetter wird nicht bedeuten.

00:13:18: Das war jetzt ja dann am an dem Wochenende in den Juni gehört dazu.

00:13:25: Also wir beobachten tatsächlich, dass der DEHET-Preis in den Abendstunden wenn wir heiße Tage haben also bei einer Tagesmaximaltemperatur von über dreißig Grad Celsius sind.

00:13:41: Dass der Strompreis deutlich höher ist als wenn wir bei milden Tagen sind das heißt wenn die Tagesmitteltemperatur kleiner zwanzig Grad Celsus ist.

00:13:51: Wir sehen also wir haben eine Preisspitze wenn es heiß ist.

00:13:58: Wo kommt das her?

00:13:58: Wir brauchen die Gaskraftwerke, wir haben diese Anfahrtkosten weil durch die lange Sonnenschein-Dauer brauchen wir eigentlich weniger Gaskraftwerk, weil die Stromproduktionskurve durch die VW Lange relativ breit ist.

00:14:11: Das mit dem Winter wird deutlich enger, Strahungsleistung wird auch geringer aber im Moment Tage sind sehr lang.

00:14:18: Ist ja super, eine ideale Bedingung eigentlich!

00:14:21: Wenn man nur die Sondereinstellungen nimmt nicht die Temperaturen kommen wir gleich noch zu.

00:14:26: Aber wenn wir dann kurzfristig für zwei Stunden Gaskraft wegbrochen, ist das verhältnismäßig teuer.

00:14:33: Weil wir dieses Gaskraftwerk erst mal anfahren müssen und die Anfahrtskosten müssen umgelegt werden.

00:14:37: Das lassen sich die Kraftwerksbetreiber natürlich bezahlen.

00:14:43: Jetzt kann man sagen, ah, Erinnerungen sind wieder schuld dass der Preis steigt.

00:14:49: Nein!

00:14:50: Das ist nicht richtig.

00:14:51: Ich kann zum Gegenteil... Erneuerbaren von der Voltaik und auch Windenergie machen den Strom eher günstiger haben einen preisdämpfenden Effekt.

00:14:59: Wir haben halt immer noch die Lücke am Abend, die wir im Moment in Deutschland nicht gestoppt bekommen.

00:15:09: So dann nächstes Problem nächste Herausforderung und das könnte in Zukunft zu einem wachsenden Problemen werden.

00:15:20: Wir haben natürlich bei solchen heißen oder sehr extremen Hitzetagen auf der Nachfrage Seite einzuwürzlichen Bedarf, den vor uns nicht gab nämlich Klimaanlagen und die Kühllast.

00:15:31: Wir müssen in die Gebäude irgendwie kühlen und da beobachten wir das jetzt natürlich diese der Kührungsbedarf steigt.

00:15:40: dann kommen Leute nach der Arbeit idealerweise im klimatisierten Büro diesen Luxus haben aber weitem nicht alle Erwerbstätigen kommt nach Hause und dann wünscht man sich ein kühles Haus.

00:15:54: Man hat einen Ventilator, der die heiße Luft durchpustet aber trotzdem für den Kühlungseffekt sorgt durch das Schwitzen und das Verlampfen des Schweißes auf der Haut.

00:16:08: Und eine wachsende Zahl an Klimageräten, ob das so kleine Standgeräte sind oder sogar fest eingebordete, eingeborete Anlagen.

00:16:18: Auch moderne Wärmepumpen können ja kühlen wenn das Haus gut gedämmt ist.

00:16:21: Das kann man mit Wärme pumpen tatsächlich auch noch ein Haus küheln.

00:16:27: Jetzt muss man aufpassen.

00:16:28: auch da kursieren im Netz relativ viele Zahlen wie viel Giga war zu sich erlasster sind.

00:16:34: Da müssen wir aufpassen dann werden die Dinger laufen nicht alle gleich zahlen.

00:16:38: den aus einer Klimaanlage hat nur an und aus.

00:16:40: also mal bisschen Ein bisschen vorsichtig sein, aber was wir beobachten tatsächlich.

00:16:46: Ähnlich wie man so Heizgrad Tage oder Stunden ermittelt im Winter.

00:16:51: Das ist der Klassiker wo wir eigentlich herkommen in Deutschland.

00:16:54: Aber wann muss die Heizung starten?

00:16:57: Wenn wir jetzt in den Herbst kommen das Geburt ja noch aufgeheizt.

00:17:02: Das heißt ich brauche ja wenn ich ihn angenehme eine behagliche Temperatur haben möchte im Gebäude.

00:17:09: Muss ich nicht sobald die Temperatur außen unter achtzehn Grad fällt gegen Heizen, sondern ich habe ja sogenannte Solaregewinde und die solaren Einstrahlung heizt das Gebäud auf die Geräte oder wie als Person in einem Haus Heizen des Gebäudes auch, sodass ich erst ab jetzt von der Gebäuden Dämmung irgendwas bei zwölf bis fünfzehn grad Celsius zur Zicherheitsleistungen brauche.

00:17:31: Das dreht sich jetzt um dass wir Kühlbedarf haben.

00:17:34: Also in so einem Kühlgradstunden ist jetzt an der Klimatechnik auch nichts Neues, das kennt man ja aus anderen Regionen der Welt.

00:17:42: also das ist keine neue wissenschaftliche Erkenntnis ganz im Gegenteil sie ist halt nur neu für uns hier in Mitteleuropa weil die Temperaturen einfach steigen und wir beobachten dass diese Kühl grad stunden.

00:17:58: wie viele Stunden im Jahr muss ich Sollte ich ein Haus kühlen, weil es sich einfach auffällt.

00:18:04: Somit halten wir sehr viel auf und ich denke mal alle Leute, die zu einer Dachgeschosswohnung wohnen haben ja in der Bude dreißig Grad gehabt.

00:18:14: Man wird die Hitze gar nicht mehr los denn wenn wir von vierzig Grad aus dem Temperatur kommen und dann sind wir froh wenn wir abends um zwanzig oder bei dreißiger Grad waren drin ist sie zweindreißig grad.

00:18:27: super da kriegt die bude gerade mal von zweiendreißiger auf dreißiggrad runter.

00:18:29: Da ist ja kein Schlafen Da ist er an nichts zu denken, außer in seinem eigenen Saft auf der Kausch sitzen und auf der Terrasse.

00:18:38: Und ein kühles Getränk dazu!

00:18:41: Das ist für uns hier in Mitteleuropa eine ganz andere relativ neue Situation.

00:18:48: Also was haben wir?

00:18:51: Die meisten Klimageräte die man jetzt auch so im Baumarkt dann noch mal kaufen kann.

00:18:55: zwei Drittel davon sind diese mobilen Monoblockgeräte und das sind vor allem ganz auch sehr Strom intensive Stromungriege und die fördert natürlich dann in den Abendstunden einen zusätzliche eine zusätzlichen Last.

00:19:12: Das ist im Moment noch nicht so wahnsinnig viel, das sind jetzt nicht dass wir da jetzt zweizig oder dreißig Gigawatt haben aber immer zwischen fünf Gigawatts weil man hier rechnet mit zehn Gigawatts das halte ich für ein bisschen viel.

00:19:25: es sind mehrere Gigawatte an solcher Leistung die dann in der Abendstunde dann auftreten die unter bei normalen Temperaturen eher nicht aufgetreten werden.

00:19:39: Das heißt, wir haben dann zu unsich einen Bedarf, den man tatsächlich aber auch berücksichtigen muss.

00:19:46: und dann nächstes Problem bei dieser ganzen Hitze-Diskussion ist, Hitze macht den Strom knapp!

00:19:53: Und damit meine ich jetzt gar nicht die thermischen Kraftwerke, Kodekraftwerke Gaskraftwerk und vor allem halt die Kernkraftwerke aus dem Ausland.

00:20:00: Auch da ging ja dann verschiedenste Pro und Konter Diskussion in den sozialen Medien hin und her, oh Frankreich muss ihre Kernkraftwerke wieder drosseln weil die Flüsse zu warm sind.

00:20:15: Ja einzelne Kernkraftreaktoren in Frankreich wurden runtergefahren aber was wir nicht beobachten ist dass wir einen signifikanten Leistungs- oder Produktionseinbruch von physischer Kernkraftwerk haben.

00:20:27: das war nicht der Fall.

00:20:30: Aber wenn sich die Flüsse aufheizen, auch das ist ja eine Folge des Klimawanders kennen wir.

00:20:34: Das beobachten wir noch.

00:20:36: die schweizeramter Reaktoren Hitze bedingt oder wärmt bedingt weil sie nicht ausreichend kühlen konnten runtergefahren aber das war jetzt nichts und sagen oh Gott Jetzt bricht auch noch die die Unterstützung aus dem Ausland zusammen.

00:20:50: Die französischen kerrenkraftwerke sind weitestgehend durchgelaufen.

00:20:56: dann ein Problem bei der photovoltaik ist dass der Wirkungsgrad von Solarmodulen sinkt, wenn sie heiß werden.

00:21:06: Das ist halt ein vikalischer Effekt.

00:21:09: Wenn wir bei höheren Temperaturen den so genannten fotorelektrischen Effekt, also die Photonen, das Sonnenlicht wird absorbiert von den Solarzellen.

00:21:21: dabei werden Elektronen freigesetzt in diesen Solarzell und durch den Elektronenfuss haben wir den Strom.

00:21:31: Dieser Mechanismus, dieser photoelektrische effektenden Zellen nimmt ab oder die Wirkungsgrad nimmt ab wenn diese Solarzellen heiß werden.

00:21:38: Umgekehrt, wenn wir sie kühlen dann steigt der Wirkungskrad von Solarnlagen.

00:21:41: also wenn eine hocheffiziente Solarlage anbaut baut ihr irgendwo den Alpen.

00:21:45: Es ist kühl und ein bisschen das absurde.

00:21:50: Eine Solarnlage in Island ist hocheffizient, obwohl es aber deutlich weniger Strom als eine Solarnlager in Spanien ist klar weil die Sonnlere Einstellung geringer ist.

00:21:58: Deswegen ist der Wirkungsgrad Aussage bei einer Solaranlage mit Vorsicht zu genießen, weil der Wirkungskrad stark von der Solarmodul Temperatur und damit indirekt von der Umgebungstemperatur abhängt.

00:22:13: Also wir haben so eine Leistungsverlust von bis zu einem halben Prozent der Leistungen pro Grad Celsius.

00:22:22: Das haben wir draußen, die Sonne scheint voll drauf mittags.

00:22:27: Dann erreichen die Solarmodule Temperaturen von... ...fünfundsechzig bis siebzig Grad Celsius.

00:22:33: Da muss man sich halt vor Augen führen dass wir da hohe Temperaturen haben.

00:22:37: Da kann ich jetzt kein Spiegelei darauf braten auf den Solarmodulen aber ich verliere halt... ...zwanzig Prozent meiner Leistung.

00:22:46: Das heißt eine Solaranlage die zehn Kilowatt Leistung auf dem Dach hat, also die Module, die ich oben aufm Dach habe.

00:22:54: Kann aber maximal technisch bedingt nur acht Kilowatts Leistungen bereitstellen.

00:22:58: Auch das beobachten wir dass der Bewegungsgrad im Sommer halt niedriger ist als in den Frühlings- oder Herbstmonaten.

00:23:06: Also von daher haben wir dort Gas-Turbine haben auch einen leicht geringen Wirkungsgrad, liegt auf der Tare.

00:23:15: Den Gas-turbinen wird der Luft angesaugt.

00:23:17: Wenn sie sehr heiß ist hat es eine etwas geringere Dichte und damit sinkt auch leicht den Wirkungskrepp bei Gas- Turbinen.

00:23:24: aber das ist jetzt ein minimaler Effekt.

00:23:27: tatsächlich dass ein Problem ist bei den Solarmodulen.

00:23:30: wir haben einfach dort die geringeren Wirkungen Grad wenn die Linger sehr sehr heiß werden.

00:23:35: Damit muss man halt umgehen.

00:23:42: Weitere Herausforderungen sollte ich, wie viel Strom können wir importieren.

00:23:45: Denn wir haben jetzt an dem Mittwochabend um einundzwanzig Uhr hatten wir vierzehn Gigawatt-Import.

00:23:54: Wir haben also mittags haben wir Strom exportiert weil wir Überschussstrom hatten.

00:24:00: das waren acht Gigawatts die wir dann mittags um halb zwei Fil vor zwei exportiert haben in den Nachbarländern und dann abends so lauern der Gieß weg.

00:24:11: Da haben wir uns die Nachbarn geholfen.

00:24:25: Der Strom aus den Nachbarländern ist günstiger als ein extra Kraftwerk anzuschmeißen.

00:24:29: Wir haben die Leistung ja gesichert da, die ist ja da!

00:24:35: Gesamtleistung, gut.

00:24:36: Zwei-hundert-Sieb-Gigawatt an inserlierter Leistung gesichert sind davon aber nur neunzig Gigawatt.

00:24:41: der Rest ist Photovoltaik und Wind.

00:24:43: und wenn die Wind nicht weh, wenn der wind nicht weht die Sonne nicht scheint haben wir ein Problem.

00:24:48: Wir haben halt keine gesicherte Leistung.

00:24:49: Wir schaffen aber aus der Braunkohle, aus der Steinkohle weil da sind noch viele Netzreserve, wir haben Gaskraftwerk also das schaffen wir noch einiges.

00:25:03: Wenn die Nachbarländer sagen, machen wir nicht mehr den Stromhandel, verdienen ja gutes Geld damit.

00:25:09: Dann können wir uns immer noch versorgen.

00:25:10: Keine Panik!

00:25:10: Es gibt andere Länder, die haben eine Versorgungsleistung nicht.

00:25:16: Von daher dürfen wir nicht vergessen beim PV gestanden.

00:25:20: Wir sind so bei rund hundert und zwanzig Gigawatt, haben aber mittags zwischen fünf vierzehn und fünfzig Gigawatte Einspeise.

00:25:27: Leistungen liegt auch daran dass man durch dann bei manchen Anlagen die sind dann abgeschaltet.

00:25:31: Wir müssen die Last entsprechend und anpassen, wir werden runtergefahren.

00:25:36: Bedeutet also wir haben dann tagsüber eine gute Versorgungslage.

00:25:43: Wir fahren ja alle Kraftwerke runter so gut es geht.

00:25:47: Die fossilen Kraftwerken laufen auf ne Mindestmaß aus.

00:25:50: am Vier und sonst in den Sechsten waren es dann zwei Gigawatt Steinkohle und nur nen Anführungszeichen sechs gigawatte Braunkohle.

00:25:59: viel weniger geht tatsächlich nicht, sonst kriegen wir ein Problem.

00:26:03: Liegen auch Gaskraftwerke am Mittag, das liegt dann einfach an dem Problem wo brauche ich den Strom?

00:26:09: und dann haben wir dieses solide Spatch-Thema, das kennen wir.

00:26:13: Und wenn wir jetzt die uns die Daten mal angucken zu den Strompreisen, dann sind wir gesehen, was klar?

00:26:19: Stromversorgung, wie teilte sich auf mittags oder sehr viele Solarstromen, wir können exportieren nachmittags abends verlieren wir die solare Einstrahlung.

00:26:32: Die Leistung fehlt, dann müssen wir zukaufen aus dem Ausland und vor allem Gaskraftwerke zu schalten das wird dann sehr teuer.

00:26:40: Und da ist jetzt die Frage und das ist ganz interessant.

00:26:41: Da gibt es eine Studie von Professor Hirt, Kollege in Berlin der Energiewirtschaftsprofessur hat.

00:26:50: Sie haben sich schon im Jahr Preise, die aufgerufen wurden über dem was man erwarten kann oder ist das normal?

00:27:08: Da kann man sich sehen.

00:27:09: Also was haben sie gemacht?

00:27:11: und das kann man natürlich auch mit ein bisschen Aufwand mal nachrechnen.

00:27:15: Man versucht mit diesen Spitzenpreisen.

00:27:18: Das heißt man guckt halt was kostet eigentlich dann der Strom aus dem Gaskraftwerk, was sind diese sogenannten Grenzkosten an einer Gasturbine?

00:27:26: Da sind die Anfahrtskosten dabei.

00:27:28: Wenn ich den Strom produziere, wo habe ich die Gaskosten?

00:27:31: Ich hab' die CO- zwei Kosten weil natürlich das Graskraftwerk wenn es dann Methan verbrennt CO- Zertifikate braucht und das verteuert gewollt den Strompreis.

00:27:44: Und wenn man das um alles umlegt stellt man fest das ist tatsächlich einige stunden gab jetzt in dieser woche der letzten juniwoche kalender Woche sechsundzwanzig dass es dort preisspitzen gab die über den erwartbaren gasturbinen grenzkosten lagen.

00:28:10: also da ist offensichtlich etwas passiert und sie sind alle.

00:28:14: alle sind drei tagen aufgetreten alle abends zwischen neunzehn und dreinzwanzig Uhr also neun von diesen preisspitzen.

00:28:22: stunden im juni in dieser hitzewelle.

00:28:25: woher das heißt?

00:28:25: aber dort ist offensichtlich etwas etwas passiert.

00:28:30: diese preis spitzen die treten auch nicht im winter auf nicht oder nicht im herbst waren aber bisher eigentlich nicht im sommer und jetzt plötzlich tauchen diese preispitz im summer auf muss so aufpassen.

00:28:41: was ein gaspreis Spitzen Das kann man eigentlich erst seriös rechnen ab zwanzig, zweitausenddreinzwanzig.

00:28:50: Weil er vorhin noch in dieser Gaskrisensituation war wegen des Ukraine-Kriegs durch Russland da hatten wir sowieso Verwerfungen am Gasmarkt.

00:29:00: aber selbst die Gaskrise-Zweinsinn hat keine Preisspitzen in dieser Definition jetzt von dem Institut von Professor Hirt gemacht.

00:29:09: also das heißt offensichtlich ist da was passiert und dass kann man tatsächlich auch.

00:29:13: wenn man sich mal Temperaturdaten, wenn wir die Temperaturdaten nehmen und gegen den DHET-Preis oder den Börsenstrompreis.

00:29:20: Was kostet das?

00:29:20: Wenn ich heute sage, ich mache morgen eine Megawattstunde, was kostet mich das?

00:29:24: Das mal gegeneinander halte stellen wir fest dass der DHET Preis steigt mit der Tagesmaximumluftemperatur im bundesweiten Mittel.

00:29:35: Es geht drauf also je höher die Temperatur ist von zwanzig Grad Celsius bis dann Schrittweise bei dreißig Grad zählen sie muss.

00:29:46: Beobachten wir die Stunden, nehmen wir durch ab weil wir gar nicht so viele heiße Stunden haben.

00:29:51: Aber wenn man mal die Sommer, dreiundzwanzig bis sechsundzig nehmt, stellen wir fest, aha hier höher die Temperatur, desto höher auch der D-Headpreis.

00:29:57: da ist also offensichtlich eine Art des Zusammenhangs zu erkennen und auch Vorsdesign.

00:30:02: Also die Datenlage ist jetzt tot beschrieben.

00:30:06: Man sieht auch, dass wenn man sich die Daten genauer anguckt das hat auch eine Signifikanzanalyse Heldthemen auch stand.

00:30:13: Aber trotzdem die Daten reichen nicht aus, um da wirklich schon langfristige Trends und Beobachtungen rauszuziehen.

00:30:19: Aber tatsächlich sieht man das abhängig jetzt vom Tages von der Tages Maximum Luft Temperatur wie gerade immer den Bundesdurchschnitt!

00:30:28: Nicht einzelne Stationen sondern wir gucken uns an was war der Bundes die bundesdurchsschnittliche Lufttemperatur?

00:30:36: Und dann gab es... kann man sich angucken Der abendpreis, ne?

00:30:41: Neunzehnte bis dreieinzehn Uhr.

00:30:43: gibt es da eine Anomalie.

00:30:44: Beobachtet man dort ein Preisanstieg wenn es heiß ist und tatsächlich sieht man das dass dann im Trend der Preise steigt pro Grad Celsius höherer Lufttemperatur.

00:31:01: Interessante Effekten.

00:31:03: Auch wenn der Effekt klein ist nicht so dass jetzt dreißig Grad für den Strompreis besteht vor Doppel- oder Dreifahren starke Schwankung.

00:31:12: Aber es gibt da einen Zusammenhagen und wir beobachten, selbst wenn man dann dieses Gaspreisniveau noch herausrechnet, stellt man fest... Es geht rauf!

00:31:25: Und da gibt's ja noch den neuen Begriff die Hitzeflaute.

00:31:29: Sonst haben wir mal von Dunkelflauter gesprochen.

00:31:32: Es ist dunkel, der Sonne scheint nicht.

00:31:34: Und Flaute, das weht kein Wind.

00:31:36: Jetzt haben wir Ende Juni Hitze-Flaute sehr hohe Temperatur und wieder kein Wind.

00:31:42: Und plötzlich haben wir da eine Hitzeflauten-Probleme.

00:31:47: Da haben wir letztes Jahr noch nicht drüber gesprochen mit diesem Begriff, der ist tatsächlich dieses Jahr zum ersten Mal so richtig in der Allgemeinheit... Jetzt kann man sagen, na komm, ne Woche!

00:31:58: Ist das jetzt?

00:32:00: Ist es ein Wetter?

00:32:01: War Pech gehabt oder Glück gehabt?

00:32:02: wie auch immer?

00:32:03: Die Leute finden das toll diese hohen Temperaturen.

00:32:04: ich bin da jetzt nicht so riesen vorn vorn.

00:32:08: Was bedeutet das denn eigentlich?

00:32:10: Und jetzt Klima und Klimawandel.

00:32:16: Was heißt das eigentlich für die Volkswirtschaft, der Bundesrepublik Deutschland oder sogar für die Europäische Union?

00:32:22: Seit unsern neunzig erwärmt sich Deutschland stark und zwar deutlich stärker als andere Regionen der Welt.

00:32:35: Das ist halt einfach eine Beobachtung, eine Messung der Wetterdaten, seitdem wir jetzt sind, seit deiner Erwärmung in Deutschland.

00:32:48: Das führt dazu wenn wir eine grundlegende Temperatur herum, das sind so knapp rund zwei Grad Celsius, die wir jetzt haben und sagen, ach komm zwei Grad, dann muss man nicht so auf mich ne Jacke anziehen.

00:32:59: Dass so funktioniert Klima nicht.

00:33:01: Es bedeutet nämlich dass die Wetterextreme stark regeln und was es so alles gibt, die Wahrscheinlichkeit erhöht sich.

00:33:09: Wichtig ist auch da eine Wahrscheinlichkeit.

00:33:11: Auch das beobachten wir, die Sommertage haben sich verdoppelt.

00:33:21: Die Stunden bei denen wir über dreißig Grad Celsius sind, haben sich vervierfacht und auch die Hitze kommt früher.

00:33:27: Früher war es so dass der erste heiße Tag, also früher so der zwanzigste Juli, mittlerweile sind wir beim neunten Juli.

00:33:33: Das heißt wir sind zwei Wochen nach vorne gerutscht.

00:33:39: Die heiße Phase kommt erst Anfang Juli.

00:33:45: Sonst ist der Juli so, deswegen machen wir im Juli eigentlich die Sommerferien weil dann die heiße Zeit ist und man in Urlaub fahren will Und wenn wir dann natürlich mehr Hitze haben haben wir mehr Kühlbedarf.

00:33:58: vor allem das führt dann halt zu diesen Abendpreisspitzen.

00:34:02: Das heißt auf der einen Seite verteuert diese Hitze die hohen Temperaturen, verteuern die Energie Und was auch noch dazu kommt, das kann jetzt jeder von sich sicherlich bestätigen durch eine anekdotische Evidenz wie es immer so schön heißt.

00:34:16: Also durch persönliche Erfahrung Hitze senkt die Produktivität.

00:34:20: Das kann man messen und nachweisen dass ab dreißig Grad wir deutlich ineffizienter langsamer arbeiten.

00:34:31: aber ganz ehrlich wer bei der Achtung sich gerade im Büro sitzt, der kann nicht so konzentriert sein und so produktiv sein.

00:34:37: Das geht einfach physionomisch nicht.

00:34:42: Jetzt muss man vorsichtig sein auch da.

00:34:44: die Allianz hat ja mal Studien gemacht.

00:34:47: was tatsächlich kosten solche Hitzewellen?

00:34:49: tatsächlich auch Bruttoinlandsprodukt?

00:34:52: das sind Größenordnung von kleinen einstelligen Milliardenbeträgen in Euro.

00:35:02: erste Rechnung, man muss auch vor sich sein deswegen nicht die Zahlen auf die Goldwaage legen sagen so dass sind jetzt harte Fakten.

00:35:11: Aber es gibt zuerst Untersuchungen, die sagen also einen Tag haben der deutlich über den Zweiunddrahtig Grad ist kostet das in Deutschland die Produktivität wie ein halber Streiktag.

00:35:25: Wir beobachten die Temperaturen gehen drauf die Sommertage gehen rauf.

00:35:30: Sommertag ist definiert, über twenty-fünf Grad Celsius.

00:35:33: Die heißen Tage nehmen zu, heiße Tage sind über dreißig Grad Celsius.

00:35:37: das nimmt alles zu.

00:35:38: Das muss zunehmen, dass es das was die Klimaforschung schon seit Jahren prognosiziert und jetzt auch bestätigt, dass das so kommen muss in Mitteleuropa Und dass das auch erst aufhört wenn wir mit diesem CO² Emission aufhören.

00:35:56: Ich möchte jetzt nicht die Diskussion dann schon führen, was können wir machen in Deutschland und China?

00:35:59: Und aber USA.

00:36:01: Das ist erstmal der rein musikalische Effekt!

00:36:06: Und das führt nun mal dazu wenn es heißer wird Wenn diese Hitzewellen immer wahrscheinlicher werden.

00:36:13: Es kann sein dass wir dieses Jahr keine mehr kriegen, es kann aber wo die Wettervorsage für nächste Zeit ist ja noch sommerlich.

00:36:23: Letztes Jahr war nicht so heiß und so verregnet.

00:36:29: Ja, die waren noch schlimmer.

00:36:30: So in dem Jahr ist zum Beispiel mal ein Jahr, wenn man das mal rauspickt.

00:36:34: Das war natürlich sehr extrem was die Hitze angeht.

00:36:41: Da kann man sich noch erinnern wir hatten jetzt auch in den Corona Jahren, hatten wir auch einen schönen Frühjahr gehabt tatsächlich auch vieles abgemildert.

00:36:51: Letzte Jahre im Jahr zwölfundzwanzig das war jetzt ich sage mal also schon Schöner Sommer im sehr langjährigen Durchschnitt, über mehr als dreißig Jahre gerechnet.

00:37:02: Aber jetzt... ...vierundzwanzig-dreinzwanziger war heißer und wir haben mehr Hitze mehr Sommer gehabt.

00:37:09: Wir erinnern uns an die Folgen, die das gibt mit den Dürren etc.

00:37:15: Bedeutet also, dass man zusammenfassend wird, wo geht die Reise in Ort?

00:37:23: Und was ist nochmal ein und zieht um Verschlussfolge.

00:37:26: Es wird heißer.

00:37:28: Das ist der Klimawandel.

00:37:29: Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu solchen Wetterextremen kommt und Temperaturen bei vierzig Grad sind Wetter extreme das ist für Mitteleuropa nicht normal.

00:37:40: wenn Leute glauben ja früher war auch schön Ja sie aber früher schon.

00:37:44: Aber früher hatten wir keine vierzig grad.

00:37:46: Nein!

00:37:48: Das kann man an den Wettermissstationen einfach sehen Dass solche Dinge früher Nicht in dieser Art und Weise aufgetreten sind wie bis jetzt sehr extrem Ende Juni hatten.

00:38:01: Die Hitze führt dann dazu, dass wir auf der einen Seite mittags zwar durch die Solareinschauung viel PV Strom haben nicht ganz so effizient wird aber nachmittags und in die Abendstunden hinaus ein erhöhten Kühlbedarf bekommen und das wird sich in den nächsten Jahren zumindest zu erwarten noch weiter verstärken.

00:38:24: bei einer Fortschreibung werden sich die Hitzestunden bis zum Jahr ist fast verdoppelt.

00:38:31: Jetzt kann man schlecht Gnosen machen, wie sich die Strompreise an der Börse entwickeln werden von nicht bis zu zweizigfünfzig.

00:38:37: Aber jetzt in kurz und mittelfristig ist erst mal davon auszugehen.

00:38:41: diese Effekt geht nicht weg.

00:38:43: was können wir denn tun damit wir diesen Effekt doch loswerden?

00:38:46: Und es gibt Praxisbeispielen in anderen Regionen dieser Welt wo's funktioniert.

00:38:50: Batterien wie immer das ist jetzt die nächste entscheidende Komponente.

00:38:56: Wenn der Strom mittags nun mal sehr günstig ist und an einem Abend sehr teuer ist, ja dann kann ich doch einen wunderbaren Business Case draus machen.

00:39:04: Batteriemittagsladen abends entladen.

00:39:07: wir beobachten in Kalifornien, Texas, Australien preisdämpfende Effekte.

00:39:12: dass diese Spreizung zwischen Mittags-Niedrigerpreis abends sehr hoher Preis denn dieses Problem haben andere Regionen dieser Welt genauso wie wir.

00:39:21: Diese Preisspreitzungen sind mit gedämpft.

00:39:25: mittags ist der Preis wieder etwas angehoben, weil die Batterien dann halt konkurrieren.

00:39:31: Den Strompreis ein bisschen anheben, weil sie sagen, den nehme ich jetzt ab, den speichere ich ein.

00:39:37: Darauf habe ich in den Abendstunden aber eine Reduktion der Kosten, weil diese Batterien entladen werden.

00:39:42: Ich ersetze die Batterie, die günstiger und ihre Grenzkosten haben im Vergleich zum Gaskraftwerk.

00:39:50: Das ist der Weg!

00:39:51: Weiterer Punkt ist... Man merkt, diejenigen hier in der Hörerschaft, wie regelmäßig dabei sind, ich wiederhole mich immer wieder.

00:40:01: Aber das sind die Wege, die wir gehen müssen und werden auch gehen.

00:40:04: Also ein Speicher ist eine steuerbare Lasten, Flexibilisierung.

00:40:07: Wir müssen dafür sorgen, dass wir diese hohen Lastspitzen loswerden mit den Klimaanlagen, mit dem Wärmepunkt, mit den Elektroautos.

00:40:16: Wenn wir abends nach Hause kommen von der Arbeit, stecken wir das Elektroauto an zieht dann FKW und gleichzeitig schallt man die Klimaanlage an, weil die Bude warm ist.

00:40:27: Ja das Auto muss ich doch nicht in diesem Moment laden wenn es so teuer ist.

00:40:30: Was kann ich da machen?

00:40:32: Entweder habe ich einen dynamischen Strompreis, dann sage ich, mach' ich aber mal keine, lade ich mein Auto nicht in dieser Preisspitze.

00:40:41: Alternativ kann ich sagen ja gut vielleicht kann ich ja meine Klimaanlagen tagsüber laufen lassen damit die Bube gar nicht als über zwei oder dreißig Grad Celsius warmen wird im Inneren Wenn ich meine Klimanlage intelligent oder aus der ferne steuern kann.

00:40:53: wenn man kennt das bei den elektro-autos fand ich jetzt sehr angenehm, ich kann beim auto sagen muss man auf die klimanlage schon mal an und ich will in eine halbe Stunde losfahren dann ist es halt im innenraum nicht vierzig grad heiß oder mehr sondern hat angenehme zwar in zwanzig drei und zwanziger da kann man sofort los fahren.

00:41:09: super könnten verbrenner auch aber das geht halt mit dem normalen blei.

00:41:17: erkundigt ganz einfach ein hoch auf die lektoribilität.

00:41:22: Ich kann es im Winter vorheizen, schon sehr stromintensiv.

00:41:26: Im Sommer kann ich mein Auto abkühlen indem ich die Klimaanlage vom Auto an mache und dann brauchen wir tatsächlich mehr Kuppelkapazitäten.

00:41:34: zu den Nachbarländern dass wir die Netze noch weiter ausbauen damit wir uns in Europa gegenseitig helfen können.

00:41:40: denn auch da vielleicht nochmal letzter kleiner Aspekt weil das gerne mal hochgekocht wird Wir sind auch Strombettler und Stromimporteur.

00:41:49: Ja, das waren wir in den Jahren.

00:41:55: Jetzt im ersten halben Jahr war es fast ausgeglichene Bilanz, wenn etwas mehr importiert als exportierte was ist?

00:42:03: Im ersten halbjahr erst der erste bis dreißigste sechster Zwei tausend sechsund zwanzig haben wir eine ausgeglichen Bilanz werden viel importiert aus Frankreich gute neuen Terrawadstunden jetzt im ersten halb Jahr, aber wir haben auch viel unsere Nachbarländer exportiert.

00:42:21: Also insbesondere in die Niederlande nach Polen haben wir was abgegeben nach Österreich haben wir exportiert in die Schweiz also ein Geben und Nebenwacht.

00:42:31: Aber das müssen wir ausbauen damit wir halt solche extremen Wetter-Situationen und damit auch extreme Bedingungen oder Anforderung an die Stromnetze.

00:42:40: dass wir das besser ausgleichen können heißt also wenn wir zusammenfassen Die Hitze treibt den Strompreis, ja.

00:42:49: Aber nur abends... ...nur zusammen mit diesen Hitze flauten und knappen Importen.

00:42:56: Das kann aber künftig mehr werden denn auch die Franzosen und die Berge oder die Niederländer haben ihre Temperaturrekorde pulverisiert.

00:43:04: Und das ist dann nicht nur die Hitze Insel Deutschland sondern die Hitzeninsel Mitteleuropa.

00:43:10: Das heißt wir brauchen da natürlich entsprechende Maßnahmen in der Zukunft.

00:43:14: Der Weg ist klar!

00:43:15: Sparcher, Flexibilisierung, Netze.

00:43:18: Immer dieser Dreiklang und dann können wir die nächste Hitzephase in dem Jahr.

00:43:24: im Jahr ist, das sollte ganz gut klappen!

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