#214 Systemdienlichkeit und Netzausbau. Gespräch mit Gunther Gehlert
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Gunther Gehlert von der FH Westküste über die Frage, wie systemdienliches Verhalten und ein intelligentes Netzdesign dazu beitragen können, die enormen Kosten des Netzausbaus zu begrenzen. Bis Netto-Null werden allein im Bereich der Verteilnetze Investitionen von rund 535 Milliarden Euro erwartet – ein Vielfaches dessen, was heute jährlich investiert wird. Wir diskutieren, welche regulatorischen Hemmnisse wie das Bandlastprivileg für die Industrie oder die fehlende Trennung von Stromliefervertrag und Netznutzungsvertrag systemdienliches Verhalten bremsen und was sich ändern muss. Außerdem beleuchten wir das Potenzial von Elektroautos als bidirektionale Speicher und die Rolle zeitvariabler Netzentgelte als Anreizinstrument.
Zum Podcast "KLIMA UND KOHLE"
Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.
Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.
Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.
Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.
Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
-- Prof. Dr. Henrik te Heesen Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier Webseite: https://www.umwelt-campus.de/hteheesen Instagram: @hteheesen YouTube: @ProfDrHenrikteHeesen TikTok: @hteheesen
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00:00:00: Tag zusammen, zu einer neuen Ausgabe von Klima und Kohle.
00:00:03: Heute wieder mit dabei Gunter Gelad.
00:00:06: Tag Gunter!
00:00:07: Tag Henrik, sehr schön dich mal wiederzusehen.
00:00:10: Ja,
00:00:10: schön dass du dich gemeldet hast.
00:00:12: Bevor wir einsteigen in unser Thema ... Du hast mir eine Mail geschickt weil du sagst ja ich habe ein geiles Thema lass mal sprechen.
00:00:17: Noch einmal kurz die Erinnerung.
00:00:20: der Hinweis übermorgen am zwanzigsten Juni Samstag, dreizehn Uhr Live-Podcast Klima & Kohle gemeinsam.
00:00:28: Christian Kammel sind dann auf der einen Seite live bei uns am Umweltkampus, Traktor von TÜR in der Bibliothek.
00:00:36: Oder wer sagt zum Campus schaffe ich es leider nicht?
00:00:38: Kann uns aber hören!
00:00:39: Dreizehn Uhr dann auf EvoSonic Radio.
00:00:43: die Folge kommt an den Nachgang.
00:00:44: auch nochmal realive Aber wer es mal live erleben möchte wenn zwei Professoren über das große Ganze der Energie sprechen gerne einschalten.
00:01:02: So, jetzt aber zu dir Gunter.
00:01:03: Du hast ein Thema geschickt.
00:01:05: ich zitiere nur mal das erste und dann steigen wir locker.
00:01:08: ein System dienliches Verhalten- und Netzausbau zusammen denken um Systemkosten zu begrenzen da machst du ja mal ganz große Themen
00:01:17: auf.
00:01:19: Naja, das sind alles große Themen.
00:01:21: Aber das ist natürlich etwas was jetzt so langsam sich auch abzeichnet dass es immer wichtiger wird weil wir sprechen ja tatsächlich ich glaube bis zu bis zu netto null co zwei werden glaube ich netzausbau kosten in höhe von sechshundert milliarden euro beziffert Von denen, das wusste ich auch nicht.
00:01:44: Das habe ich neulich erst gelesen.
00:01:46: Fünfhundertfünfunddreißig Milliarden davon sind im Verteilnetz und nur der Rest also die fünfundsechzig Milliarden sind da im Übertragungsnetz.
00:02:00: Das heißt also ganz viel in dem Bereich der Kommunen, im Bereich der Stromverteilung und nur zehn Prozent bummel dich in den Überlandleitungen.
00:02:11: Ja, genau.
00:02:12: Das ist auf ganz verschiedenen Ebenen das Problem.
00:02:15: Wir haben auf der einen Seite die Herausforderung und das ist ja dann bei euch in Norddeutschland die Windenergie, die wir nicht in den Süden kriegen, da wo die großen Verbraucher im Moment sitzen.
00:02:27: D.h.,
00:02:28: die Querverbindung Nord-Süd fehlt.
00:02:30: Dann haben wir das ganze Thema Redis Patchwork Klamüsern, dass gleich noch alles auseinander.
00:02:35: Und
00:02:36: dann wirklich die Verteilungen... auf dieser Mittelspannungsebene, also gar nicht die ganz dicken Leitungen oder die kleinere Leitung.
00:02:45: Wo ja auch dann kleinere Photovoltaikanlagen und die großen Anlagen oder den großen Windpark Hänge dann teilweise schon am Hochspannungsnetz, teilweise am Mittelspanungsnetze... Also das ist da so eng verwoben!
00:02:57: Dann auch mit den Verbindungen in die Nachbarländer.
00:03:02: Was mich wirklich überrascht hat da tatsächlich, dass ist das wirklich der Löwenanteil im Verteilen-Netz.
00:03:11: Das hat mich wirklich Überrasch, weil man hört beim Netzausbau immer nur ja dann müssen die großen Stromautobahnen gebaut werden und tatsächlich ist es so, dass vor der Haustür tatsächlich ganz viel passiert.
00:03:25: Und das ist halt auch nicht die Aufgabe.
00:03:30: vier großen Übertragungsnetzbetreiber, die wir in Deutschland haben.
00:03:32: Sondern der
00:03:33: rund
00:03:34: neunhundert Verteilnetzbetreber.
00:03:36: Das ist ja der Irrsinn den wir in Deutschlands uns leisten, der historisch gewachsen ist anders als in anderen Ländern.
00:03:43: Dass wir halt viele kleine Verteilennetz Betreiber haben.
00:03:47: Das kann das Stadtwerk sein in der Stadt und auch ein größeres Unternehmen sein aber viele haben da wirklich ganz begrenztes Netzgebiet müsste dann noch immer den Netzstrom austauschen mit den Nachbarzonen und die sind ja noch verantwortlich, dass der Strom dann bei uns in der Steckdose ankommt.
00:04:06: Und das zu regulieren?
00:04:09: Zu definieren was sind die Vorgaben und am Ende müssen alle Beteiligten auch Geld verdienen.
00:04:15: Das kommt ja auch dazu.
00:04:15: man kann nicht sagen machen sondern
00:04:19: Naja, also da würde ich vielleicht mal so ein bisschen einhaken.
00:04:22: Da muss nicht unbedingt Geld verdient werden wenn sagen wir mal der Staat da einsteigt.
00:04:29: Da haben ja so eine Tendenz, dass der deutsche Staat auch bei Tenet einsteigte einem großen Übertragungsnetzbetreiber und einem Staat hoffentlich kostendeckend arbeiten.
00:04:43: Das heißt also so ein bisschen kann man das auch im Blick behalten, wenn es nachher darum geht vielleicht auch für die Endverbraucher und ich sage ganz bewusst, dass sind nicht wir Nachbarn du und Ich sondern es geht natürlich auch um Industrie Verbraucher.
00:04:59: Es ist energieintensive Industrien Die ja das ist ja die letzte Standort Diskussion, die wir jetzt in den letzten Monaten immer hören natürlich auch gerne niedrige Strompreise haben möchte.
00:05:14: Also insofern ist dieser Aspekt nicht ganz von der Hand zu weisen.
00:05:18: Ja, das ist... Jetzt könnte man natürlich sagen wenn man den Vergleich macht du hast gerade das Wort Stromautobahn schon erwähnt wie mein Der Bund ist verantwortlich für die Autobahnen.
00:05:33: Das heißt also dass es ja nicht privat organisiert dass die Kommunen sich selbst eine Autobahn bauen, dann bauen sie drei nebeneinander.
00:05:39: Sondern das wird zentral organisiert auf Bundesebene.
00:05:44: Dass es halt nur eine Autobahne von Nord nach Süd gibt und nicht siebzehnt direkt nebenein.
00:05:51: Du meinst die Bundesnetzagentur?
00:05:54: Genau!
00:05:54: Die Bundesnetzagentur regelt bei den Netzen und wartet dann das Verkehrsministerium dann bei den normalen Straßenautobahnen.
00:06:02: Man könnte ja argumentieren und ich denke das ist ein valider Grund, dass man sagt sollte an der Stelle nicht der Staat Einsteigen in die Investitionen der Infrastruktur Stromnetze wie er das bei den Autostraßen auch tut.
00:06:18: Weitere Vorteil ist der Staat könnte dann natürlich nochmal ganz andere Preise aufrufen weil da natürlich Kapitalnehmer, ganz andere Zinssätze bekommt als wenn ich da sonst privat wirtschaftliches Unternehmen mache auch vielleicht viel Kleinteiliger machen muss.
00:06:34: Aber so ist es in Deutschland nicht geregelt.
00:06:35: also der Staat...
00:06:37: Ich muss sagen ein bisschen widersprechen denn historisch gab es so etwas schon mal und das war nämlich die Förderung der Atomkraftwerke.
00:06:47: Also das waren ja eigentlich auch unterschiedliche Energieunternehmen und der Staat ist bei der Mehrheit der Atomkraftwerke seinerzeit mit neunzig Prozent Förderung.
00:06:58: Ich glaube, dass am wenigsten geförderte Atom Kraftwerk das war mit fünfundsechzig Prozent gefördert.
00:07:04: Und wenn wir dann sagen, dass der Staat über das Instrumentförderung jetzt von den sechshundert Milliarden fünfhundvierzig Milliarden übernimmt, Haben wir vielleicht trotzdem noch diese Kleinteiligkeit bei den Stadtwerken, das muss man diskutieren ob das gut oder schlecht ist.
00:07:23: Aber wir haben dann im Grunde nur noch die Situation, dass die Investoren der restlichen sechzig Milliarden dann ja auch nur damit eben Geld verdienen müssen.
00:07:35: Weil ja neunzig Prozent geschenkt wurde.
00:07:37: also das ist tatsächlich eine Überlegung, die man anstellen kann was aber ehrlich gesagt an unserem heutigen Thema so ein bisschen vorbei
00:07:44: geht.
00:07:45: Wir wollen ja eher von einer anderen Seite mal gucken wenn wir an diese fünfhundert und dreißig Milliarden Denken im Bereich der Verteilenetze, geht das nicht vielleicht auch mit weniger?
00:07:58: und was müsste man tun?
00:08:00: Und dann sind wir im Grunde bei dem Themasystem dienliches Verhalten.
00:08:05: Genau!
00:08:05: Wo wir ja heute auch sprechen wollen.
00:08:06: Genau, genau.
00:08:08: Wichtiger Punkt, weil ich habe jetzt gerade eben nochmal recherchiert parallel also Wir haben im Moment Kosten bzw.
00:08:15: eine Kostesverhalte an Investitionen im Verteilnetz.
00:08:18: Das war in Zahlen von Dreiundzwanzig die ihr auf die Schnelle gefunden habt sind so sechs bis sieben Milliarden Euro, die wir investieren ins Verteilnetz.
00:08:25: Es müsste mal locker verdoppelt werden was wir investiren.
00:08:28: Pro Jahr meinst du?
00:08:30: Pro Jahr genau pro Jahr bis zu zweizig fünfvierzig umhalten ist unser Ziel ja mit der Energiewende.
00:08:36: Beim Übertragungsnetz sieht es ähnlich aus.
00:08:37: also auch da investieren wir knapp die Hälfte dessen was wir eigentlich investieren müssten um.
00:08:43: und auch da gibt's dann die Pläne der Bundesnetzagentur.
00:08:46: in dieser Netz-Entwicklungsplan habe ich vor allem schon einmal darüber gesprochen Was müssen wir tun, um bis zu zweizigfünfvierzig neben dem Ausbausolar und Wind?
00:08:59: Batterien.
00:08:59: Da kommen jetzt ja gleichzu auch die Netze zu ertüchtigen und zu erweitern.
00:09:03: Und das ist nicht nur wir bauen neu sondern müssen sie auch smart machen.
00:09:07: aber da kommen wir jetzt zu.
00:09:08: also Frage an dich was ist jetzt eigentlich System dienliches Verhalten?
00:09:17: Ganz salopp gesagt ist das Strom dann zu verbrauchen, wenn er viel im Netz vorhanden, also viel eingespeist wird durch Wind und Sonne.
00:09:29: Und dann Strom zu sparen, wenn wir eine Mangel-Situation haben.
00:09:32: Das ist systemdienliches Verhalten und das muss natürlich gesteuert und auch angereizt werden.
00:09:41: Und da, ich weiß nicht ob wir da tatsächlich schon mal drüber gesprochen haben.
00:09:44: Ich meine ja mit Kollegen Christian Buchmüller damals.
00:09:48: Da ging es ja um Paragraf vierzehn A Energiewirtschaftsgesetz, wo eben jetzt ein Smart Meter vorausgesetzt die Stadtwerke über die sogenannte Steuerbox Großverbraucher steuern dürfen.
00:10:04: also zum Beispiel eine Wärmepumpe darf dann auf eine kleinere Last runtergefahren werden.
00:10:09: Ich glaube, Vier Komma zwei KW Stromaufnahme ist das und genauso eine Eladesäule und so weiter und sofort.
00:10:18: Und das ist gesetzlich schon verankert.
00:10:24: nur die Umsetzung tatsächlich.
00:10:26: Die hakt ein bisschen und ich muss auch sagen ganz ehrlich dass Seitens der Stromhändler, da würde ich gleich auch gerne ein Fokus drauflegen.
00:10:40: Ja, das Mitmachen noch ein bisschen harpart.
00:10:43: Das heißt also jetzt dem Endkunden und ich sage bewusst auch Industrie Kunden quasi anzureizen dass die sich systemdienlich verhalten Und dass sie quasi auch bei diesen Paragrafen mit machen.
00:10:58: und ich glaube im größeren Verbrauchern da gibt es auch noch mehr was man da machen kann Da muss tatsächlich noch so ein bisschen was passieren und da können wir auch gleich gerne noch im Detail steigen.
00:11:12: Wir können mal auseinander dividieren, also das ist gerade erklärt systemdienlich.
00:11:15: Wir haben dann noch das Netzdienliche, also Systemdienlicht haben wir jetzt, netzdienlich bedeutet ja ich richte meinen Verhalten darauf aus dass es der lokalen Netzsituation hilft.
00:11:28: Das geht in die Richtung was du gerade erklärtest aber ich habe im Gebiet zu viel Last.
00:11:32: Wir wollen Engpässe vermeiden, die lokal sind.
00:11:34: Das ist dann nicht das große Vertragungssetz sondern wirklich klein in der Stadt im Quartier, in meinem Straßenzug zwei für zwei.
00:11:42: Das war so das eine Ende und das andere Ende.
00:11:45: Die Diskussion haben wir auch mit Gerhard Schöller mal diskutiert, Geschäftsführer bei der Schönhergie, die hier neben den großen Batteriespeicher gebaut haben.
00:11:56: Was teilweise konträr läuft zu dem Netz?
00:12:01: wenn der Strom günstig ist und verkauf ihn, wenn er teuer ist.
00:12:04: Das kann nämlich dazu führen dass ich das Netz total belaste Wenn mein kleiner Heimspeicher oder mein großer Batteriespeicher dann plötzlich Strom zieht weil er kostenlos ist oder sogar negativ für Strompreis hat
00:12:22: Genau.
00:12:22: Und jetzt kommt der Paragraf-IVA Energiewirtschaftsgesetz, der zu dem Strom Börsenpreis jetzt im Grunde noch ein Netz Benutzungspreis.
00:12:35: Ein Netzendgeld drauf schlägt was bisher einheitlich Starr Deutschland gemittelt berechnet wurde.
00:12:44: Also ne, regional gemittelt.
00:12:46: Das geht ja immer dann um wie viele Menschen verbrauchender Strom und wie potent ist das Netz in der Gegend?
00:12:52: Deswegen haben wir in Schleswig-Holstein zum Beispiel deutschlandweit mit die höchsten Netzentgelte weil wir inzwischen mit dem netzausbau schon ziemlich weit sind allerdings wenig Einwohner haben.
00:13:02: Das ist so ein bisschen wo die Bundesnetzagentur ja auch irgendwann noch gegen gesteuert hat.
00:13:08: dass eben die Berechnungsmethode geändert wird brauchen wir jetzt gar nicht tiefer einzusteigen.
00:13:12: aber die Systematik der Netzentgelte, die soll zukünftig Zeitvariabel sein.
00:13:19: Und dann hat man nämlich zwei Kostentreiber, nämlich einmal den Börsenstrompreis und andererseits das Netzentgeld.
00:13:28: oder kann man auch bummelig sagen, die sind ungefähr auch in derselben Größenordnung.
00:13:34: also da ist nicht das eine ganz groß und das andere ganz klein sondern sogar teilweise so, dass das Netzendgeld sogar deutlich höher ist als der Börsenstrompreis.
00:13:46: Und da setzt jetzt eben dieser Paragraf an und das eben solche Batteriespeicherbetreiber dann in Zukunft auch beides!
00:13:56: im Auge haben und dann den Batteriespeicher betreiben.
00:14:00: Wenn beides gegeben ist, also geringe Netzentgelte, geringer Strompreis, dann kann ich im Grunde dem Batterie Speicher sehr schön vollladen.
00:14:09: Und wenn wir dann einen Mangel im Netz haben, da haben wir ja einen hohen Strompreise.
00:14:16: Dann heißt das eigentlich auch dass das Netz nicht ausgelastet ist ... war ja nicht viel eingespeist wird.
00:14:24: Also kann man auch, sag ich mal... ... ein guter Nährung davon ausgehen das Börsen-Strompreis und Netzengelte vielfach nicht immer aber vielfach parallel gehen tatsächlich.
00:14:38: Genau!
00:14:42: Der Ansatz am Ende oder das was der Kollege Christian Kammert mal sagt er mag regelt alles und wenn du Marktanreize setzen willst geht es am Ende des Tages am besten über eine geschickte Verteilung von Geld.
00:14:55: Das heißt also, schlechtes soll Strafekost, ähnlich wie bei den CO-Zertifikaten.
00:15:00: ein gutes soll dann günstig sein oder idealerweise verdienst du dabei Geld.
00:15:07: Man kann auch beziffern in welcher Größenordnung jetzt diese, das fällt dann alles unter Begriff der Flexibilität und Flexibilisierung.
00:15:16: Wir haben Einsparung in der Größenung von hundertzwanzig Milliarden Euro bis zwanzigfünfvierzig, wenn wir unseren Strommarkt systemdienlich bauen.
00:15:27: Das ist das was du gerade sagtest.
00:15:29: Smart Mieter also müssen erst mal messen.
00:15:31: da sind wir in Deutschland auch ganz weit hinterher.
00:15:33: Wir haben nur fünf Prozent grob an intelligentem Zählern verbaut.
00:15:38: dann brauchst du noch ein Energiemanagement Was dann von außen idealerweise gesteuert werden kann.
00:15:43: kann man sagen möchte ich dass wenn nicht Geld sparen kann bin ich da vielleicht doch bereit zu.
00:15:47: Dazu zählt ja der Wärmepumpe, das Elektroauto was dann vielleicht auch bidirektional laden kann.
00:15:53: Aber wenn wir es dann schaffen diese immensen Kosten von roundabout sixundfünfzig Milliarden Euro kommt ein bisschen darauf an welche Studie man sich da anguckt Wenn wir da schon mal hundertzwanzig Milliarden Euro wieder einsparen können nur durch Intelligenz im Netz.
00:16:12: Eigentlich ist es ja nur ein smartes modernes Stromarktesign ist doch perfekt, dann müssen wir das ja sofort mitdenken.
00:16:21: Passieren hast du gar schon gekündigt?
00:16:22: Passieren tut er aber im Moment nicht so richtig.
00:16:25: Zuch ist da nicht drin!
00:16:26: Ja und das möchte ich auch mal auseinander dröseln tatsächlich.
00:16:31: Woran das zum Beispiel für Endkunden wie Du und Ich woran das liegt.
00:16:38: Und zwar im Moment ist es ja so wenn wir einen Stromvertrag abschließen mit einem Stromhändler, dann dürfen wir grunde wählen wen wir möchten Und es gibt es tatsächlich auch welche, die zeitlich variabel Strompreise anbieten.
00:16:55: Die im Wesentlichen sich um ja die Börsenpreise kümmern und die dann irgendwie gedämpft, will ich mal sagen weitergeben.
00:17:05: Das zweite was sie machen Das ist ja eine Inkasso-Leistung, das heißt also es gibt ne ganze Reihe von Steuern und Abgaben die dieser Stromhändler einfach durchreicht.
00:17:22: Und dazu gehören auch die Netzentgelte.
00:17:26: Das heißt eigentlich ist der Stromhündler, der verdient eigentlich sein Geld damit dass er strombillig einkauft und ein bisschen teurer an die Endkunden verkauft.
00:17:36: Und gleichzeitig ist es aber so, ich will mal sagen mindestens die Hälfte dessen was da an Geld hin und her geschoben wird.
00:17:45: Da hat er gar nichts von, das reichte einfach an den Netzbetreiber durch.
00:17:49: So jetzt kommt es im Grunde.
00:17:53: diese zeitvariable Netzengelte würde er auch durchreichen hat also auch nichts davon.
00:18:01: Jetzt kommen wir dahin dass der aber andererseits ein sehr, sehr hohen administrativen Aufwand hätte um in allen Netzgebieten die es so gibt.
00:18:13: In allen Verteilnetzen sämtliche Zeitvariable-Netzentgelte mitzuschneiden.
00:18:21: was haben wir gerade?
00:18:22: Was weiß ich in Trier?
00:18:23: Was haben wir grade in Heide und so weiter und sofort Und müsste das irgendwie ja digital wahrscheinlich abbilden.
00:18:34: Und deswegen gibt es eigentlich einen Ansatz, der viel einfacher wäre.
00:18:38: Nämlich das zukünftig ein Stromliefervertrag und eine Netznutzung einfach getrennt behandelt würden.
00:18:48: Da hätten Verbraucher wie du und ich hätte im Grunde zwei Verträge einmal den Strom Liefervertrach mit dem Händler unserer Wahl und gleichzeitig die Netz-Nutzungsverdracht, der natürlich dann Lokal vor allen Dingen das Verteilnetz betrifft, wo wir auch wohnen.
00:19:07: Und der Vorteil wäre dass die lokalen Stadtwerke sich bei der Netznutzung und den zeitvariablen Netz entgelten nur um ihren eigenen Kreis kümmern müssten und nicht um noch so und so viele andere in ganz Deutschland.
00:19:24: Ja!
00:19:25: Das wäre aus meiner Sicht die Lösung, die man da vorantreiben müsste.
00:19:31: Und dann müsste man im Grunde nun auch sagen, lieber Stromhändler du musst diese in Kassoleistung gar nicht mehr übernehmen.
00:19:38: Wir entschlacken dich mal!
00:19:41: Da brauchst ich gar nicht darum zu kümmern.
00:19:44: Dein Kunde der eben seinen flexiblen Strompreis bei dir hat, der hat mit seinem Netzbetreiber vor Ort einen Nutzungsvertrag wo es Zeitvariablenetzentgelte gibt.
00:19:59: Und das würde, glaube ich die Handbremse warum keiner mitmacht im Moment, würde das lösen?
00:20:06: Das würde ja auch den Aufwand, den technisch-pyrokratischen Aufwand auf ein Minimum reduzieren weil jetzt nicht jeder Stromanbieter alle Verteilnetze im Blick haben muss sondern jeder Verteilenetzbetreiber muss nur noch sein eigenes Verteillennetz im Blick Und da muss die Reise hingehen, also gesetzlich ist das durchaus möglich.
00:20:29: Es fehlt nur noch so ein bisschen der Druck ich sage mal auf die örtlichen Stadtwerke für die es natürlich einen Zusatzaufwand wenn wir jetzt sagen Ich muss jetzt auf Heide gesprochen zum Beispiel mit meinen zwanzigtausend Einwohnern.
00:20:42: Ich weiß nicht wie viele Haushalte das sind aber es sind auch einige tausend.
00:20:46: Mit dem muss sich jetzt kleinteilige Netz Nutzungsverträge
00:20:51: Abschirten.
00:20:52: Aber unmöglich, glaube ich ist das nicht und ich glaube dass das vom Aufwand her deutlich geringer wäre als wenn jeder Stromhändler alles machen müsste.
00:21:06: Ja in den weiteren Aspekt den ich jetzt im Vorfeld auch noch recherchiert hatte es gibt ja noch so eine andere Regelung aus der guten alten Zeit nenn ich sie mal dieses sogenannte Bandlastprivileg für die Industrie, für große energieintensive Industriebetrieb auch da.
00:21:24: Wir nehmen mal ein paar Paragrafen heute.
00:21:26: §.
00:21:27: XIX Absatz II der Stromnetzentgeltverordnung.
00:21:32: Was steht darin?
00:21:33: Unternehmen werden belohnt wenn sie Strich fahren und zwar mindestens sieben tausend Stunden im Jahr, das sind also achtzig Prozent der Stunden eigentlich konstante Last haben über die Unternehmen.
00:21:45: was dann mit zwei hundert Kilowatt Leistungen Industriebetrieb, Chemiewerk, Produktion steht da was auch immer.
00:21:53: Dann kriegen die neunzig Prozent ihres Netzentgeldes erstattet.
00:21:59: Das ist also total attraktiv, kommt halt aus der alten Denke.
00:22:01: Du hast vorher die Kernkraftwerke erwähnt.
00:22:03: bei Kohle ist es ja ähnlich.
00:22:05: Die laufen eigentlich am besten und am Kosteneffizienten sind wenn sie einfach Tag und Nacht durchlaufen.
00:22:10: Und da kam das her dass die Kohlekraftwerke die Kern Kraftwerke durchlauchen die Industrie wir fahren zwei Striche das ist auch total einfach zu steuern aber auch keine komplizierten Netze.
00:22:21: Aber das funktioniert ja heute in unserem volatilen Energiesystem nicht mehr.
00:22:26: denn Das Problem ist, wenn die Industrieunternehmen von diesem von der Lastband abweichen.
00:22:34: Beispielsweise sie reduzieren die Last, wenn der Strom teuer ist oder erhöhen ihre Last, weil sie nur eine Maschine einschalten können, wenn er Strom günstig ist was total sinnvoll ist, weil Sie damit ja auch dann regional aber überregional die Netze entlasten.
00:22:50: das wird aber bestraft.
00:22:52: Wenn dort dieses sieben Studienziele verfehlt wird führt es dazu dass dann mehr Kosten in größten Ordnung von Millionen Euro entstehen, weil natürlich es geht ja um große Unternehmen die da viel Strom verbrauchen.
00:23:06: Das sind in Deutschland so rund vierhundert Unternehmen und die machen fünfzig Prozent des industriellen Strombedarfs also wirklich ganz dicken Dinger, Aluminium, Klor, Elektrolyseanlagen Stahlwerke usw.
00:23:18: Große Rechenzentren.
00:23:21: Und das ist das Problem.
00:23:21: wir müssten auch dort Ein rein bürokratisches Problem.
00:23:26: Im Moment wirst du bestraft als Unternehmen, wenn Du davon abweichst.
00:23:29: Du bist belohnt, wenn du strich fährst.
00:23:31: Obwohl das Netz unnötig belastet ist, haben wir jetzt gemerkt am ersten Mai die Minus fünfzig Euro, ehm... ehm, fünfhundert Euro die Megawatt-Stunde minus fünfzig Cent die Kilowattsstunde beim Strompreis mittags.
00:23:45: Das wäre natürlich ein Traum für die Unternehmen Wenn sie für die Produktionen und den Strom zu Geld bekämen Die werden dafür bestraft.
00:23:51: Das heißt Wir müssen auch da regulatorisch eingreifen, das kann in dem Fall dann sich der Gesetzgeber.
00:23:57: Da ist die Bundesnetzagentur auch dran hat er erste Ideen entwickelt dass da jetzt im Verlauf diesen Jahres erste Konzepte mal getestet werden sollen diskutiert werden aber auch da das ist ein regulatorisches Problem was wir geschaffen haben aus einer Zeit die ja nicht erst fünf Jahre her ist sondern eher zehn oder fünfzehn Jahre
00:24:20: Genau.
00:24:21: Das heißt, dass der Gesetzgeber ist noch
00:24:22: älter glaube ich sogar?
00:24:24: Ja das kommt aus der Zeit von.
00:24:25: aber man hätte ja schon mal sagen können Ha!
00:24:28: Wäre doch schlau wenn wir das nicht jetzt erst diskutieren wo es eigentlich schon zu spät ist sondern schon mal vor fünf Jahren sagen da laufen wir hin.
00:24:36: denn ganz ehrlich die Entwicklung BV und Wind hätte man absehen können das waren auch die Ziele der Bundesregierung.
00:24:42: dann hätte man auch gleich mit schreiben müssen wir müssen nicht nur die Technik nachrüsten bv wind batterie speicher Netzausbau, sondern wir müssen auch noch die Regulatur schaffen.
00:24:52: Genau und da ist man tatsächlich in dem Aspekt ein bisschen hinten dran.
00:24:57: ich glaube aber weil das ja eine Verordnung ist und kein Gesetz kann das sogar leichter geändert
00:25:04: werden als muss nicht umzusetzen.
00:25:06: also Das könnte passieren.
00:25:09: Ich glaube was da immer so'n bisschen fehlt is die Weitsicht einfach mal langfristig mit diesem...das ist ja wirklich nur ne Handvoll Unternehmen, also hier in Hamburg fallen wir zum Beispiel die Hamburger Aluminiumwerke ein oder der große Kupferhersteller hier.
00:25:26: Das sind natürlich die oder Tüssenkrupp in Duisburg oder so.
00:25:29: das sind die großen, die das dann eben auch brauchen.
00:25:33: und da müsste man einfach mal langfristig mit den Sprechen und eine Roadmap tatsächlich vereinbaren, wie man eben von der alten Regelung sich in eine neue Regelung hin bewegt.
00:25:49: Ich glaube nicht einmal so kappen und jetzt ist alles neu das wird da auch nicht ohne weiteres funktionieren.
00:25:54: aber dass man wirklich damals mit einer Roadmap vorangeht und sagt so wir haben jetzt die Übergangsregelungen in den nächsten zehn Jahren und dann gilt komplett die Neuregelung Wäre tatsächlich für die eine Lösung und das würde natürlich auch ein Riesenhebel sein.
00:26:12: Wenn du sagst, Fünfzig Prozent
00:26:17: des Industriestroms geht in diese vierhundert Unternehmen.
00:26:22: Das sind schon rund neunzig
00:26:24: Terawattstunden mehr.
00:26:25: Da kannst Du ja auch, wenn wir diskutieren jetzt gerade Wirtschaftsministerin Reiche, eine wieviele Gaskaufferke brauchen wir.
00:26:36: Das geht ja links rum, rechtsrum durch die Presse was brauchen wir und was brauchen man nicht?
00:26:40: Also auch da wenn wir in der Lage wären die Industrie als Flexibilisierung zu nutzen.
00:26:47: das geht nicht immer keine Frage.
00:26:48: du kannst nicht Stahlwerk einfach mal einen halben Tag ausmachen.
00:26:53: aber auch da gibt es viele Möglichkeiten vor allen Dingen wenn du damit viel Geld sparen kannst.
00:26:58: alle meckern sicherlich Nicht ganz zu Unrecht, hohe Strompreise.
00:27:03: Das geht nicht.
00:27:03: jetzt haben wir den Industriestrompreis, den wir mit Steuergeldern wieder subventionieren.
00:27:07: das ist eigentlich das falsche System sondern du musst die Unternehmen ja ermuntern.
00:27:11: Pass mal auf seid doch smart überleicht doch doch mal was ihr machen könnt.
00:27:16: Du hast ja auch Kontakt zu Unternehmen.
00:27:19: ich würde behaupten du gehst im Unternehmen und kannst denen die Handversprechung auf.
00:27:24: zehn Prozent Energiekosten spare ich euch ein indem ich mir nur mal hier mit offenen Augen durch euren Laden laufe.
00:27:29: Das geht nicht bei allen, von denen die schon was gemacht haben.
00:27:32: Aber ganz viele Unternehmen, die jammern, die haben auch bisher nichts getan und damit einfach verpennt.
00:27:38: Ja!
00:27:39: Und da kann ich auch gleich etwas zu sagen... Ich hatte nämlich mal so ein Fall.
00:27:43: Und zwar war das hier in Itzehoe bei so einem Pumpenhersteller.
00:27:48: Da ging es tatsächlich gar nicht um diese Flexibilisierung sondern bei den ging es tatsächlich um den Leistungspreis, also ein großes
00:27:57: Industrieunternehmen.
00:27:58: Das hat ja nicht nur einen Grundpreis und Arbeitspreis sondern auch Leistungpreis.
00:28:03: Und da wird quasi die jenige Viertelstunde im Jahr rausgenommen bei der man die höchste Leistung gezogen hat.
00:28:14: Die haben das dann tatsächlich gemacht.
00:28:15: Die hatten so einen Technikumsversuchstand gehabt wo sie dann auch sehr, sehr potente Stromverbraucher betrieben haben.
00:28:26: Und die haben nämlich den Betrieb dieses Technikums aus den normalen Arbeitszeiten heraus in außerhalb der regulären Arbeitszeite verlegt um eben dort den Leistungspreis einzusparen und da nicht so hohe Pikleistung zu bekommen.
00:28:46: Wenn man diesen Gedanken mal ein bisschen weiter Spind, dann ist man im Grunde da was du gerade gesagt hast.
00:28:53: Dass man dann eben flexibel bestimmte Lasten eben auf andere Zeiten verschiebt wo eben typischerweise das Netz auf jeden Fall das schafft.
00:29:10: Also ein weiterer Hebel den wir auch glaube ich also und diskutiert haben.
00:29:17: Wir reden über Batterien.
00:29:19: Wir sind auf der einen Seite jetzt die großen Batteriespeicher, die jetzt ja nach und nach entstehen.
00:29:25: Da gibt es ganz viele Anfragen, da wird sich vieles nicht umgesetzt weil einfach Anfragen dann auch doppelt und dreifach gestellt werden.
00:29:36: Man sieht in Kalifornien wie gut es läuft Die Tage noch Statistik gesehen zu den Lasten in Australien dass auch da die Batterien die dort installiert werden Den Peak dem wir am spätten Nachmittag haben ...durch die Gaskraftwerke, die ihr dann anspringen müssen... ...die einfach teuer Strom produzieren durch die hohen Geisspreise.
00:29:54: Auch da eine Reduktion der Kosten verursachen im Strömitz,... ...weil die Batterien das einfach dann glätten tagsüber.
00:30:01: Gleich ins Australien ist er jetzt perfekt geeignet für Solarstrom.
00:30:04: Ich glaube ein weiterer Punkt den wir auch noch nutzen können,... ...das sind dann eher wieder die Privatanbieter,... ...ist natürlich das ganze Thema Elektroautos und dieses Vehicle-to-Grid oder einer Bidirektionalis laden.
00:30:20: Es ist ja nicht davon auszugehen, dass wir die Fahrzeuge auf zehn Millionen reduzieren in Deutschland und auch den ÖPNV ausbauen.
00:30:27: Sondern wir werden vierzig Millionen Verbrenner ersetzen durch vierzig Million Elektroautos bis zwanzig fünfvierzig.
00:30:34: Das werden wir schaffen gehe ich fest voraus sich überlegt was da an Leistung und an Speicher Kapazität.
00:30:46: Du hast ja elf KW, da sind nicht immer alle Fahrzeuge gleich hier angeschossen aber zwanzig Stunden mal Minimum am Tag steht das Auto rum.
00:30:53: also stöpsel ich an dann habe ich elf kw Leistung die ich da raus und reinschieben kann und so eine Autobatterie ob jetzt fünfzig oder achtzig Kilowattstunden hat sein wir dahingestellt.
00:31:07: Das ist eine Last.
00:31:08: Ein riesiges
00:31:09: Potenzial, das sind
00:31:12: vierhundert
00:31:13: Autos, das ist ein riesiges potenzial.
00:31:16: Da bist du bei Vierhundert Gigawatt theoretische Leistung.
00:31:19: Das ist das Doppelte der aktuellen Leistungen die wir haben in Deutschland, die Du ja
00:31:24: so
00:31:25: abrufen könntest wenn Not am Mann an der Frau wäre.
00:31:29: Folgen halt auch wieder Netzdienlich weil es ja das Verteilnetz betrifft und die Energie da sind drei tausend Gigawattstunden, die wir in den Auto stecken haben.
00:31:38: Klar kann sich sagen ich sauge alle Autos leer dann kann keiner mehr fahren.
00:31:40: aber wenn du nur sagst kommt zehn prozent der Autobatterie stelle ich zur Verfügung fürs Last für die last Dann habe ich immer noch drei hundert gigawatt Stunden die ich mal eben abrufen könnte.
00:31:51: da kommen wir in Deutschland schon Mal vier fünf stunden lang über die runden.
00:31:57: Da müssen alle wieder Geld mit verdienen.
00:31:59: Aber also ein riesen Potenzial was ja dann auch Die netze wieder entlastet das ist doch.
00:32:07: Das ist also was mich da halt auch immer schade finde, dass man ja diesen Hebel.
00:32:13: Da steckt ja auch eine riesen Investitionshebel drin.
00:32:16: Also Investition in heimspeicher Investition ins Elektroauto die ja privat getätigt werden Die müssen ja dann nicht mehr öffentlich getäticht werden.
00:32:28: Die müssen teilweise öffentlich nicht mal groß gefördert werden.
00:32:32: Wenn man jetzt mal nicht von der E-Auto-Premie ausgeht, sondern auch mal sagt das eben normalerweise Der größte Anteil im Markt in Zukunft mit Gebrauchtwagen dann stattfindet.
00:32:44: Dann werden die Leute dass selber in die Hand nehmen.
00:32:48: das Geld und das Potenzial ist einfach da und es muss nur gehoben werden.
00:32:54: und jetzt kommen wir im Grunde vielleicht wieder zurück zu der Frage, wo dran hart ist denn im Moment.
00:33:00: Also gesetzlich gibt es da eine ganze Menge die schon in die richtige Richtung geht wenn man darüber spricht dass eben Netzentgelte auf Batteriespeicher gerade gar nicht zu entrichten sind.
00:33:14: das soll demnächst wieder geändert werden habe ich gelesen aber da geht viele schon in.
00:33:22: Aber es müssen eben alle Beteiligten irgendwie ein bisschen was davon haben.
00:33:28: Und da fängt's mit der Technik an, aus Heide kann ich berichten... Ich hab schon Smart Mieter zu Hause hier?
00:33:35: Aber die Steuerbox gibt das noch nicht!
00:33:38: Also die Box, die über das Smart Meter dann von den Stadtwerken angesteuert wird Die dann sagt, wenn jetzt Strommangel zum Beispiel im Winter ist.
00:33:50: Dass die Wärmepumpe in dieser Zeit eben nicht mit was weiß ich der maximalen Leistung läuft sondern die darf dann auch auf Vier Komma zwei KW runter geregelt werden.
00:33:59: das macht ja nicht das Smart Mieter Sondern dass macht die Steuerbox
00:34:03: genau.
00:34:04: und wobei
00:34:04: eigentlich kurz rückfragen.
00:34:07: aber die ist doch eigentlich Pflicht oder nicht?
00:34:10: Wenn du heute neue Wärmepumpe einbaust oder neuen Batteriespricher musst du doch Steuern, die steuert werden können oder?
00:34:17: Wenn es über also ich weiß das nur bei PV Anlagen da geht es über sieben Kilowatt maximal Leistung.
00:34:27: Und ich kann mir auch vorstellen dass das sowas in der Größenordnung auch für Stromverbraucher gilt.
00:34:33: Also für kleine Wärmepumpen für super gedämmte Häuser glaube ich da machen wir uns nichts vor.
00:34:39: so eine kleine Wärmenpumpe, die zieht ja bei Volllast nicht mal diese Vier-Kommer
00:34:45: zwei KW.
00:34:46: Das ist die Grenze für diese Steuerbarkeit?
00:34:49: Genau!
00:34:50: Das ist halt auch das was du gerade sagst, das Apografiert zentralem Energie.
00:34:54: Und eigentlich so für Privathaushalte ist das eher in Richtung eigene PV Erzeugung und eben auch die Wallbox zum Laden des Elektroautos die da deutlich über den Vier-Kommerzwei-KW oftmals sind.
00:35:13: Aber das ist ja eigentlich vom Design her eine gute Idee, der Deal ist ja... Der Netzbetreiber kauft sich die Steuerwahrkeit ein gegen, du bekommst den Anschluss, die Anschlossgarantie und du kriegst ne Netzentgeldreduktion,
00:35:28: die
00:35:28: dir dann deinen Strompreis noch mal doppelt günstig macht.
00:35:34: Da kann ich was zu sagen.
00:35:36: Also hier in Schleswig-Holstein, da gibt es das ist das sogenannte Modul Drei, was man eben im Rahmen von Paragraf vierzehn A buchen kann.
00:35:44: Es gibt Module eins zwei und drei wobei das Modul drei die zeitvariable Netz entgelte nur in Kombination mit so einer Pauschalvergütung dass es das Module Eins gebucht werden können.
00:35:57: Und hier in Schleswig-Holstein, bei der Schleszig-Hollstein Netz AG ist das so.
00:36:02: Das soll natürlich auch noch ein bisschen flexibilisiert werden.
00:36:06: aber im Moment ist es so dass es hier zwei Quartale gibt im Jahr wo das angeboten wird.
00:36:13: Das sind die beiden Winterquartale Und da ist es so, dass das niedrige Netzendgeld was bei sage und schreibe nur zwei Cent bummelig liegt.
00:36:28: Das wirkt dann in den Winterquartalen nachts von ich glaube einundzwanzig Uhr bis morgens um fünf.
00:36:37: Da kostet das netzend Geld zwei Cent.
00:36:41: Und im normalen, das ist auch so das was wir jetzt hier auch zahlen.
00:36:45: Das ist zehn Cent.
00:36:46: also da sind alleine acht Cent drin und ich glaube dass es sogar netto.
00:36:50: also da kommt ja noch die Umsatzsteuer drauf.
00:36:52: deswegen wird das noch attraktiver.
00:36:55: und dann gibt es noch eben die teure Phase wo man eben nicht Strom verbrauchen soll und das ist dann zu den üblichen Zeiten, wo halt viel verbraucht wird.
00:37:07: Also morgens wenn alle ihre Kaffeemaschine anmachen oder abends, wenn die zu Feierabend zu Hause sind und dann eben entsprechende technischen Geräte in Betrieb nehmen.
00:37:19: Und aber was mich tatsächlich überrascht hat ist dass diese Bandbreite da zwischen diesem Standardtarif und dem Niedrigtarif, so dermaßen der Unterschied zu dermaßengroß ist.
00:37:36: Und das hat mich auch ein bisschen zu diesem Thema gebracht weil wenn das nur in irgendeiner Form so ein bisschen an die Verbraucher weitergegeben wird dann ist es natürlich einen sehr hoher Anreiz sich da entsprechend Netzdienung nicht zu verhalten.
00:37:53: Ja
00:37:54: klar In Baden-Württemberg ist das teilweise ein bisschen anders.
00:37:58: Wir haben das im Rahmen eines Forschungsprojektes auch mal so ein bisschen untersucht und da gibt es dann tatsächlich Regionen, wo dann sogar in drei Quartalen des Jahres zum Beispiel tagsüber wenn die PV Einspeisung sehr hoch ist, dass es dann eben extrem geringe Netzentgelte gibt, die dazu anreizen sollen über die Mittagszeit möglichst viel Strom zu verbrauchen.
00:38:24: Ja, da merkst du ja.
00:38:26: Das ist eine andere Situation bei euch oben in Heide und dann bei uns jetzt hier im Südwesten wobei wir uns keine große Industrie aber auch von mir in Richtung ich sag mal zwischen Stuttgart und München die Unternehmen hast, dass du das wieder regional klustern musst wie die Netzentgelte, weil auch die sind ja regional nicht einheitlich, sie sind nicht ein Netzentgeld so wie wir einen Börsenstrompass haben sondern die Netzentgelte sind ja pro Verteilnetzbetreiber.
00:38:53: Deswegen haben wir eigentlich nicht einen Börsenstrompreis, sondern neunhundert, die sich halt im Netz entgelt unterscheiden am Ende auf der Rechnung.
00:39:01: Also du meinst das Entverbraucher-Strompreise?
00:39:04: Genau natürlich nur ein Börsens Strompreis!
00:39:07: Aber wir haben natürlich neun Hundert Strompreise für Entverbaucher oder wahrscheinlich sogar noch mehr weil das ja auch von der Jahresmenge so ein bisschen...
00:39:16: Ja deswegen und da merkt man schon Ein wahnsinnig komplizierter Markt, der ja doch auch stark reguliert ist.
00:39:25: Was so sein muss?
00:39:25: Das kann ja kein wilder Markt sein.
00:39:27: Man sieht mal ein bisschen den Vereinigten Staaten was da als Moment mit den Strompreisen passiert durch die Installationen der neuen ganzen KI Rechenzentren und dass es da schon großen Widerstand gibt weil hier komplett anderes Strommarktsystem haben als wir in Deutschland oder Europa.
00:39:44: aber das ist trotzdem viel zu kompliziert.
00:39:48: Wir quatschen jetzt schon vierzig Minuten zu dem Thema und eigentlich haben wir ja nur an der Oberfläche gekratzt.
00:39:54: Jetzt müsste man nochmal die Ebene tiefer gehen, aber auch noch mal zwei, drei, vier Stunden dafür um da wirklich mal tiefer einzusteigen, um am Ende zu sagen so was können Lösungsvorschläge sein?
00:40:07: Aber lass uns das doch jetzt mal zusammenfassen!
00:40:12: Die Wege sind hier eigentlich klar, die Ideen sind auf dem Tisch.
00:40:15: Wir müssten sie in Anführungszeichen wie so häufig umsetzen.
00:40:21: Die Technik ist da, zumindest potenziell.
00:40:25: Manchmal hat es eben noch an der Beschaffung von bestimmten Steuerboxen wie bei uns.
00:40:31: aber im Prinzip ist das alles da.
00:40:34: Es ist sogar der Rechtsrahmen dazu da Zumindest jetzt für die Mehrheit also die zahlenmäßige Mehrheit der Stromverbraucher.
00:40:45: Und jetzt muss das nur ins Fliegen kommen und es hapert tatsächlich daran, an dem bestehenden System.
00:40:52: aus meiner Sicht – das hatte ich ja vorhin schon gesagt – dass eben der Stromanbieter, wovon es ja auch inzwischen sehr viele gibt quasi in der Lage ist bei der Abrechnung von zeitvariablen Netzentgelten muss er im Grunde jede Region anders abrechnen.
00:41:13: Und das ist natürlich ein enormer, auch technischer Aufwand den viele einfach gar nicht stemmen können.
00:41:24: Ein Lösungsweg – das hatte ich ja vorhin skizziert – ist dass man das quasi trennt und einen Stromliefervertrag von einem Netz-Nutzungsvertrag trennt.
00:41:34: Denn dieser enorme Aufwand sehr, sehr stark eingedampft.
00:41:40: Nämlich dass der lokale Energieversorger oder ich sage mal Netzbetreiber ist es ja dann eben für sein Gebiet diese zeitvariablen Netz entgelte mit den Endkunden getrennt abrechnet.
00:41:55: Das müsste aus meiner Sicht passieren.
00:41:58: da müsste man nur eine ganz kleine gesetzliche Änderung machen die das eben vorschreibt den lokalen Netzbetreiber, dass die so ein Angebot machen
00:42:09: müssen wenn
00:42:10: der Kunde das wünscht und dann würde quasi das was jetzt schon gesetzlich möglich ist würde glaube ich auch angenommen.
00:42:20: Sofern natürlich die finanziellen Anreize auch ein Stück weit weitergegeben werden.
00:42:25: Das ist natürlich
00:42:26: klar.
00:42:27: Also entscheidend ist natürlich wir müssen jetzt das EEG soll jetzt ja grundlegend reformiert werden bis Ende diesen Jahres Und die Dinge, die wir jetzt definieren und gesetzlich oder regulatorisch definieren, bleiben wieder für die nächsten Jahre.
00:42:45: Wir müssen eine smarte Regulatorik finden mit attraktiven Anreizsystemen für alle Marktteilnehmer, Entverbraucher, Privat- oder Industrie für die Netzbetreiber und für die Energieerzeuger damit das zusammenwächst, dass sie sagen, wir haben alle drei Spaß!
00:43:04: am Geld verdienen durch Stromhandel, Stromtransport, Stromverbrauch.
00:43:10: Aber im Moment droht ja so ein bisschen das die Bundesregierung dort Dinge zementiert, die uns nicht nach vorne bringen sondern den etwas trägen Status quo aufrechterhalten.
00:43:23: und dann kommen wir aus dieser Diskussion hohe Strompreise, Industrie tut sich schwer, nicht richtig raus.
00:43:29: Das ist ein bisschen schade dass da die Industrie Vertreterinnen, Vertretern.
00:43:34: Wir aus der Wissenschaft offensichtlich nicht so richtig durchdringen damit dort sich einfach Dinge ändern.
00:43:43: das wird vielleicht kurzfristig auch mal weh tun weil wir natürlich dann sich Dinge verändern und Änderungen sind immer erst einmal gefährlich.
00:43:51: haben wir das Gefühl in Deutschland aber langfristig gewinnen wir natürlich
00:43:56: ja
00:43:56: dass ist
00:43:59: Ja, es ist halt tatsächlich nicht so dass das nicht geäußert wird.
00:44:04: Also es gibt da eine starke Lobby durch den Verband der kommunalen Unternehmen also der kommunale Energieversorger Die haben das auch schon thematisiert und natürlich der Verband der erneuerbaren Energien, die sind dann natürlich auch sehr stark.
00:44:20: Aber je nach Regierung ist es mal so.
00:44:23: da wird dann eher auf die traditionellen Unternehmen wie EON oder RWE gehört.
00:44:28: Und dann hat man wieder eine Regierung, die hört vielleicht ein bisschen mehr auf jemand anders.
00:44:33: also bleibt einfach spannend würde ich sagen.
00:44:36: Ich kann auch nur hoffen dass das so ein bisschen durchdringt weil Also was verstanden werden muss ist.
00:44:44: Ich rede natürlich immer oft so aus unserer Perspektive, der Eigenheimbesitzer oder so.
00:44:52: aber wir müssen das Ganze im Grunde auf ganz viele Industrie- und Gewerbebetriebe projizieren die alle eben von einem guten Strompreis und von dieser Effizienz, die sich daraus ergeben würde profitieren würden.
00:45:12: Und dann hätten wir auch die ganze Diskussion um den Standort Deutschland das alles viel zu teuer ist, hätten wir dadurch zumindest mal ein Stück weit aufgelöst.
00:45:24: weil wenn man das Verständnis hat dass man das eben nicht für die vielen Endverbraucher hat sondern dass das auch ein stückweit Standortpolitik und auch Industriepolitik Ich glaube, dann würde sich da auch ein bisschen was bewegen tatsächlich.
00:45:40: Ich glaube auch.
00:45:41: Hoffen wir mal das Beste, dass die Regierung jetzt die richtigen Entscheidungen trifft und nicht auf die falschen Industrie- und Lobbygruppen hört.
00:45:52: Ich bin mal gespannt!
00:45:53: Hallo Gunther, vielen Dank, dass du wieder mit dabei warst.
00:45:55: Ein spannender Austausch.
00:45:57: Wir behalten das mal im Blick und diskutieren dazu gegebener Zeit da nochmal ob es jetzt geklappt hat ... oder ob du deine Steuerbox bekommen musst.
00:46:06: Ja, das werden wir sehen!
00:46:08: Vielen Dank dir, Henrik... ...dass du das doch immer so schön organisiert und technisch im Griff hast.
00:46:12: Ich wünsche euch ganz viel Spaß auch bei diesem Live-Podcast,... ...und natürlich ein schönes Fest bei euch.
00:46:22: Vielen Dank!
00:46:23: Wir schauen mal, ich hoffe, dass Wetter passt.
00:46:24: Das ist so das A und O. Aber wir sind in der Bibliothek da.
00:46:29: Da ist es trocken, also wer mag... ...übermorgen, dreizehn Uhr.
00:46:33: Also gut, dann wir sagen viel Dank fürs dabei sein und bis zum nächsten Mal.
00:46:36: Bis zum
00:46:37: nächsten mal, Henrik!
00:46:37: Tschüss!
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