#213 Luxemburg: Wohlstand, Tanktourismus und die Grenzen der Energiewende

Shownotes

Luxemburg ist eines unserer direkten Nachbarländer - und hat bei der Energiewende mit Problemen zu kämpfen, die in der deutschen Debatte kaum vorkommen. Ich schaue mir in dieser Folge an, wie ein kleines, wohlhabendes Land mit strukturellen Abhängigkeiten umgeht: 80 % des Stroms werden importiert, die CO₂-Bilanz wird durch einen massiven Tanktourismus verzerrt, und ein Pumpspeicherkraftwerk mit der Leistung eines Kernkraftwerks gehört zwar bilanziell zu Luxemburg - speist aber physikalisch ins deutsche Netz ein. Die Herausforderungen Luxemburgs helfen dabei, die deutsche Energiewende aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Shownotes Stromerzeugung und Versorgungssicherheit energy-charts.info – Stromerzeugung und installierte Leistung Luxemburg Interaktive Datenbank der Fraunhofer ISE mit stündlichen Erzeugungs- und Preisdaten sowie installierten Kapazitäten nach Technologie. (https://www.energy-charts.info/?l=de&c=LU)[https://www.energy-charts.info/?l=de&c=LU][https://www.energy-charts.info/?l=de&c=LU]) energieauer.lu – Echtzeit-Strommix Luxemburg Luxemburgisches Portal für Echtzeit-Strommix, Herkunft der Importe und installierte Kapazitäten (PV: 781 MW / 35.716 Anlagen, Stand Mai 2026). (https://energieauer.lu/?lang=de)[https://energieauer.lu/?lang=de][https://energieauer.lu/?lang=de]) Creos Luxembourg – Szenariobericht 2025 (Juni 2025) Aktuellster Netzentwicklungsplan mit Szenarien für 2040: Rechenzentren +400 MW, E-Mobilität +1.000 MW, Wärmepumpen +320 MW, Industrie +280 MW. (https://www.creos-net.lu/fileadmin/userupload/Documents/Reseau/Szenariobericht2025DE.pdf)[https://www.creos-net.lu/fileadmin/userupload/Documents/Reseau/Szenariobericht2025DE.pdf][https://www.creos-net.lu/fileadmin/userupload/Documents/Reseau/Szenariobericht2025DE.pdf]) Creos Luxembourg – Netzentwicklungsplan 2024–2034 Technisches Planungsdokument mit Details zu PROJET 380 (neue 380-kV-Trasse Aach–Bofferdange–Bertrange, ~350 Mio. €, Inbetriebnahme Meilenstein 1: ~2029). (https://www.creos-net.lu/fileadmin/userupload/Documents/Reseau/NetworkDevelopmentPlan2024-2034.pdf)[https://www.creos-net.lu/fileadmin/userupload/Documents/Reseau/NetworkDevelopmentPlan2024-2034.pdf][https://www.creos-net.lu/fileadmin/userupload/Documents/Reseau/NetworkDevelopmentPlan2024-2034.pdf]) ILR – Chiffres-clés du marché de l'électricité 2024 Jährliche Marktdaten des Institut Luxembourgeois de Régulation: Verbrauch, Erzeugung, Importanteile, Netzstruktur. (https://www.ilr.lu/wp-content/uploads/ilr-elc-stat-2025-06-25-Chiffres-cles-du-marche-de-lelectricite-2024.pdf)[https://www.ilr.lu/wp-content/uploads/ilr-elc-stat-2025-06-25-Chiffres-cles-du-marche-de-lelectricite-2024.pdf][https://www.ilr.lu/wp-content/uploads/ilr-elc-stat-2025-06-25-Chiffres-cles-du-marche-de-lelectricite-2024.pdf]) ENTSO-E – European Resource Adequacy Assessment (ERAA) 2025 Versorgungssicherheitsbewertung für Europa; nennt Luxemburg ausdrücklich als Land mit erhöhtem Planungsbedarf. (https://eepublicdownloads.blob.core.windows.net/public-cdn-container/clean-documents/sdc-documents/ERAA/ERAA2025ExecutiveReportENTSOEProposalDec2025.pdf)[https://eepublicdownloads.blob.core.windows.net/public-cdn-container/clean-documents/sdc-documents/ERAA/ERAA2025ExecutiveReportENTSOEProposalDec2025.pdf][https://eepublicdownloads.blob.core.windows.net/public-cdn-container/clean-documents/sdc-documents/ERAA/ERAA2025ExecutiveReportENTSOEProposal_Dec2025.pdf])

Tanktourismus, CO₂ und Erneuerbare-Energien-Quote klimat.lu – Nationales Klimainventar Offizielles Klimaportal Luxemburgs mit Emissionszeitreihen und Klimazielen. (https://klimat.lu/en/climate-policies/inventory/)[https://klimat.lu/en/climate-policies/inventory/][https://klimat.lu/en/climate-policies/inventory/]) Eurostat – EE-Anteil nach EU-Mitgliedstaaten (sdg0740) Datenbrowser mit den Erneuerbare-Energien-Quoten aller EU-Länder; Luxemburg 14,7 % (2024), vorletzter Platz. (https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/sdg0740/)[https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/sdg0740/][https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/sdg0740/]) STATEC – Note de Conjoncture 1/2024: Energie und Emissionen Luxemburgisches Statistikamt; enthält Kraftstoffverbrauchsdaten und CO₂-Analyse für 2023/2024. (https://statistiques.public.lu/dam-assets/catalogue-publications/note-conjoncture/2024/ndc-1-24-web/ndc-1-24-06-energies-emissions.pdf)[https://statistiques.public.lu/dam-assets/catalogue-publications/note-conjoncture/2024/ndc-1-24-web/ndc-1-24-06-energies-emissions.pdf][https://statistiques.public.lu/dam-assets/catalogue-publications/note-conjoncture/2024/ndc-1-24-web/ndc-1-24-06-energies-emissions.pdf]) L'essentiel – Kraftstoffverkäufe in Luxemburg 2024 Presseartikel mit aktuellen Verkaufszahlen und Steuereinnahmen aus dem Kraftstoffverkauf (~870 Mio. € in 2023). (https://www.lessentiel.lu/fr/story/au-luxembourg-un-plein-chaque-seconde-la-vente-de-carburants-reste-un-jackpot-pour-letat-103092303)[https://www.lessentiel.lu/fr/story/au-luxembourg-un-plein-chaque-seconde-la-vente-de-carburants-reste-un-jackpot-pour-letat-103092303][https://www.lessentiel.lu/fr/story/au-luxembourg-un-plein-chaque-seconde-la-vente-de-carburants-reste-un-jackpot-pour-letat-103092303])

Netzinfrastruktur: Import und Verbindungen ILR – Netzstruktur Luxemburg Übersicht der Hochspannungsnetzbetreiber Creos und Sotel sowie der Verbindungskapazitäten nach Deutschland, Belgien und Frankreich. (https://www.ilr.lu/secteurs-activites/energie/electricite/fourniture-gestionnaires-reseau/gestionnaires-de-reseau/structure-reseaux/)[https://www.ilr.lu/secteurs-activites/energie/electricite/fourniture-gestionnaires-reseau/gestionnaires-de-reseau/structure-reseaux/][https://www.ilr.lu/secteurs-activites/energie/electricite/fourniture-gestionnaires-reseau/gestionnaires-de-reseau/structure-reseaux/]) ENTSO-E – Grenzüberschreitende Lastflüsse Luxemburg Historische XML-Daten zu physischen Stromflüssen über alle Grenzkuppelleitungen. (https://data.public.lu/en/datasets/electricity-in-luxembourg-cross-border-physical-flows/)[https://data.public.lu/en/datasets/electricity-in-luxembourg-cross-border-physical-flows/][https://data.public.lu/en/datasets/electricity-in-luxembourg-cross-border-physical-flows/])

Zum Podcast "KLIMA UND KOHLE"

Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.

Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.

Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.

Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.

Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

-- Prof. Dr. Henrik te Heesen Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier Webseite: https://www.umwelt-campus.de/hteheesen Instagram: @hteheesen YouTube: @ProfDrHenrikteHeesen TikTok: @hteheesen

Music by ZakharValaha from Pixabay

Transkript anzeigen

00:00:00: Tag zusammen zu einer neuen Ausgabe von Klima und Kohle.

00:00:04: Ich möchte heute in der Folge mal über die Energiewende in einem unserer Nachbarländer sprechen, und zwar Luxemburg!

00:00:14: Warum Luxembourg?

00:00:16: Also zum einen liegt es jetzt natürlich direkt neben dran an Trier und man hat doch alle andere Verbindungen nach Luxemburgen, vor allem wenn wir uns im Moment gemeinsam mit Kollegen an der Uni Luxemburg angucken, wie die Energiewende gestaltet werden kann.

00:00:31: Und wenn man da mal einsteigt stellt man fest das Luxembourg, klar kleines Land sehr wohlhabendes land auf der einen Seite vergleichbar aber auch ganz andere Probleme hat als Deutschland.

00:00:49: und das hilft glaube ich vielleicht mal einzuordnen, wie Energiewenden in verschiedenen Ländern umgesetzt werden.

00:00:58: Klar Luxemburg ist in der EU unterliegt also auch dort den Regularien und den Klimaschutzvorgaben der Europäischen Union.

00:01:07: aber dennoch hat Luxemburger Probleme.

00:01:09: die sieht man von außen quasi gar nicht und stellen das Land schon vor sehr interessanten Herausforderungen die komplett anders sind als die Diskussion, die wir in Deutschland führen.

00:01:22: Ich denke das hilft so ein bisschen mal diese Energiewende, Ziele, die Maßnahmen einzuordnen und sozusagen ja müssen wir auch angehen aber es hilft halt diese deutsche Energiewend auch immer so ein bißchen objektiver zu betrachten.

00:01:44: Luxemburg Nachbarn von Deutschland grenzt direkt auch an Belgien und Frankreich stark von Importen, Stromimporten.

00:01:59: Menschen importen denn tatsächlich ein großer Teil der Luxemburg Arbeitskräfte lebt im Umland aus den Belgien in Frankreich und in Deutschland also jeden Morgen größere Menschen massen die dann nach Luxembourg rein pendeln sogenannte Grenzgänger und abends wieder zurückfahren weil Leben in Luxemurg ist es ein bisschen vergleichbar mit der Schweiz.

00:02:25: Das hat Leben arbeiten.

00:02:30: Kann man in Luxemburg nicht so einfach verbinden, weil aber die Lebenshaltungskosten in Luxeburg deutlich höher sind als in Deutschland.

00:02:38: und bei der Energiewende hat Luxembourg verschiedene Herausforderungen.

00:02:45: also zum einen das klingt ja erst mal sehr positiv hat Luxenburg eine deutliche Überkapazität der installierten Leistung.

00:02:57: Das kennen wir aus Deutschland, haben wir da ja auch.

00:03:00: In Deutschland hat er so eine Spitzenlast von seventy bis achtzig Gigawatt.

00:03:04: Insettete Leistungen deutlich über oder mittlerweile über zwei Hundert gigawatt.

00:03:10: aber gesichert ist es in Deutschland nicht wenn die dunkel flaute haben also kein wind zur verfügen steht keine solarenergie zur verfügung steht dann reicht das im moment mit den bestehenden kraftwerken gerade So, in Luxemburg noch viel krasses Problem.

00:03:29: Luxembourg hat eine Spitzenlast im Winter von etwas über hundert megawatt.

00:03:53: Aber installiert in Luxemburg sind, eins Komma zwei Gigawatt.

00:03:57: Man kann sagen wunderbar ist doch alles gut Ja aber es die Luxemburger Energieversorgung basiert wenn man dies Die eigene Versorgung anguckt Komplett auch Volatilen Quellen Votovoltaik das sind so knapp acht hundert megawatt Das heißt also die Votowoltaika alleine in Luxenburg würde schaffen den Strombedarf von im Sommer zu denken weil die Last dann natürlich etwas niedriger ist Und hat innerhalb von zehn Jahren die Leistungen passt ja rund vor siebenfach, also der Ausbau kommt ganz gut ganz gut voran.

00:04:30: dann kommt noch ein bisschen wind onshore dazu.

00:04:34: das haben wir auch noch.

00:04:35: Also Windenergieanlagen die wir haben das sind auch nochmal so zweihundertdreißig megawatt alles viel kleiner für kleinere zahn als wenn man die in deutschland mal vergleichen.

00:04:47: aber das sind beides, so machen wir da schonmal eine gigawatt volatile energiequellen.

00:04:54: Und was, wo kommt jetzt die Energie her?

00:04:56: Wenn wir mal sagen wollen, dass Siele konventionelle Kraftwerke haben.

00:05:02: Die hat Luxemburg quasi gar nicht!

00:05:05: Also Luxembourg hatte ein bisschen Wasserkraft Es gibt noch Biomasse es gibt noch Abfall Gas Das sind Hundert neunzig knapp zweihundert Megawatt.

00:05:24: Das heißt, Luxemburg alleine ist niemals und da sind sie schon seit ganz vielen Jahren niemals in der Lage sich selber mit elektrischer Energie zu sorgen.

00:05:33: Wir kennen diese Diskussion die wir in Deutschland hatten oh wir sind doch Strombettler und müssen so viel Strom importieren hat sich dieses Jahr im Moment relativiert.

00:05:44: aber Luxembourg hat diese Leistung nicht und zwar jetzt auch nicht.

00:05:47: erst seit einer oder zwei Jahre das die Kraftwerk abgestattet haben diese Kraftwerke nicht.

00:05:51: Luxemurg hängt seit Jahrzehnten am deutschen und am belgischen Stromnetz.

00:05:59: Sonderweise nicht direkt an Frankreich, was man noch vermuten könnte aber Luxemburg bekommt aus Frankreich direkt keinen Strom.

00:06:06: bedeutet also dass Luxembourg total abhängig ist von der deutschen insbesondere der deutschen Stromversorgung.

00:06:16: wenn ja jetzt dieses Wurstcase-Szenario aufmachen im Dezember Es ist kalt, dunkel und es weht kein Wind.

00:06:26: Dann ist die eigene Erzeugung bei unter zehn Prozent des Bedarfs schwierig Und die elektrische Energie muss ja irgendwo herkommen.

00:06:38: Die kommt dann in dem moment natürlich aus Deutschland weil wir im europäischen verbunden jetzt sind.

00:06:44: Aber dann haben wir in Deutschland auch keine windenergie und keine fotovoltaik.

00:06:48: denn Wenn Luxemburg eine Dunkelflauert hat, ist die in weiten Teilen Deutschlands auch so.

00:06:53: Aber was machen wir?

00:06:54: Wir werfen dann unsere konventionellen Kraftwerke an und stellen dann die elektrische Energie bereit.

00:07:01: Was auch kommt klar ist der elektrischen Strom aus Frankreich.

00:07:13: Das fließt quasi einmal über Deutschland oder Belgien nach.

00:07:18: Luxemburg, das ist ja dann gesichert.

00:07:21: Und auch klimaneutrale Energieversorgung.

00:07:26: Aber das zeigt schon ein erstes Problem und das haben sogar mehrere Länder.

00:07:32: Also Belgien kann sich nicht selbstständig zu hundert Prozent mit elektrischer Energie versorgen.

00:07:37: also falls da irgendwelche Fantastereien umgesetzt werden würden dass wir in Richtung einer nationalen Energieversorge gehen würde was Energieversorgung seitlich eine absolute Katastrophe wäre.

00:07:50: Dann hätten die Luxemburger aber auch die Belgier tatsächlich ein Problem, weil sie einfach gar keine gesicherte ausreichend gesichert Leistungen haben, obwohl die Berge ja sogar noch auf zwei Kernkraftwerke setzen.

00:08:03: Zweiter und ganz interessante Aspekt ist der sogenannte Tanktourismus.

00:08:10: also jeder der mal hier in den Regionen unterwegs war fährt nach Luxemburg zum tanken.

00:08:19: Luxemburg ist ein Transitland, viel LKW-Verkehr dann haben wir durch die Grenzpendler wie gesagt.

00:08:26: das besondere ist dass Luxembourg im europäischen Vergleich ganz schlecht dasteht was die CO² Bilanz pro Kopf angeht.

00:08:37: also die Gesamtbilanz ist natürlich veressen und nicht klein weil kleine Bevölkerung sind.

00:08:42: vergleich zu Frankreich zur Deutschland aber auch zu anderen Ländern.

00:08:46: Aber die Pro-Kopf-Emissionen sind in Luxemburg doppelt so hoch wie in der Europäischen Union.

00:08:52: Wir sind jetzt im Jahr.

00:08:59: ist es hier im Jahr, dass wir bei rund zehn Tonnen CO²-Emissionen pro Einwohner in Luxemburg sind.

00:09:07: Doppelsoch wie im europäischen Durchschnitt.

00:09:10: Auch deutlich höher als in Deutschland.

00:09:15: Europa liegt so bei etwas mehr als fünf Tonnen.

00:09:17: Deutschland bei knapp sieben Tonnen CO²-Emissionen, Luxemoffie sagt bei rund elf oder knapp elf Tonnen.

00:09:24: Dann sagen wir, den geht es ja wohl zu gut.

00:09:27: Im Bereich des Landes haben das Land und man sieht das auch an den Daten Man kann sehr klar zeigen dass steigender Wohlstand ein höheres Bruttoinlandsprodukt im Moment noch damit korreliert, dass auch die Teilebausgasemissionen raufgehen Wobei wir da, wie gesagt, das endlichen Jahr noch schon eine Entkoppelung sehen.

00:09:46: Dass das Wirtschaftswachstum sich von den CO²-Missionen entkoppelt aber trotzdem bleibt die CO² Mission weiterhin hoch.

00:09:54: Kann man sagen ja woran liegt es denn?

00:09:56: Das ist jetzt der Tanktourismus.

00:10:01: Luxemburg hat zum Beispiel einen modernen und kostenlosen öffentliche Nahverkehr.

00:10:06: also man kann in Luxembourg kostenlos mit Bussen und auch mit Straßenbahnen fahren.

00:10:12: Straßenbahnverbindungen aus, Luxemburg hat ja gar keine Straßenbahnen und das haben wir jetzt ausgebaut.

00:10:19: Der ist kostenlos wird bezahlt aus Steuergeldern.

00:10:25: Das Problem oder der Grund warum aber diese CO-Emission in Luxembourg so hoch sind die Diskussion können allen ländern und Luxembourg hat da politisch schon ein echtes problem liegt daran Luxemourg hatten eine der niedrigsten Mineralölsteuern in der Europäischen Union.

00:10:46: Das heißt, die Steuern auf Treibstoffe sind sehr niedrig in Luxemburg.

00:10:53: Das führt dazu und das haben wir jetzt in den letzten Wochen gesehen als die Benzin- und Dieselpreise sehr stark angestiegen sind.

00:11:02: In Luxembourg sind sie auch aufgegangen aber bei weitem nicht so stark.

00:11:06: Wir haben Unterschiede für Liter Diesel Zwischen der deutschen Seite, wo wir natürlich jetzt grenznah die Preise nochmal einen Tacken höher sind als im Bundesschnitt.

00:11:16: Aber das waren bis zu vierzig Cent ulliter Benzin oder Diesel.

00:11:21: Klar fahre ich dann rüber und zwar die Leute die da noch vorgefahren sind.

00:11:25: Dann haben alle Kanister vorgemacht diese Fittenkunden eigentlich nicht zulässig.

00:11:29: anderes Thema aber Die leute fahren nach Luxemburg eine Stadt eine Grenzstadt Wasser billig direkt an der Grenze zu Deutschland, die besteht quasi nur aus Tankstellen.

00:11:43: Also zumindest die Hauptstraße besteht nur aus Tankschänder.

00:11:45: sind sieben oder acht Tankstellen direkt hintereinander.

00:11:49: Die unterscheiden sich im Zehntelcent-Preis.

00:11:54: Das ist ein Wirtschaftsfaktor tatsächlich in Luxemburg.

00:11:59: Was bedeutet das jetzt?

00:12:01: Wir haben ja bei der CO² Bilanzierung das Territorialprinzip heißt also die Emissionen werden dort berechnet, wo der Treibstoff oder wo der Energieträger verkauft wird.

00:12:16: Das heißt also wenn jetzt jemand aus Deutschland, aus Frankreich und Belgien in Luxemburg tankt ist der Verbrauch in Luxemburg weil das Benzin der Diesel dann ja dort verkauft werden aber wird er woanders verfahren.

00:12:29: Dann fahren wir wieder zurück und fahren auf deutschen französischen oder bergischen Straßen.

00:12:34: Aber die CO-Zoo mission aus diesem Autor, das ist ein Verbrennungsmotor werden dann gerechnet negativ oder für Luxemburg.

00:12:45: Das führt dazu weil rund fünfzig Prozent des verkauften Treibstoffs in Luxembourg geht an Menschen die nicht Luxemburger sind.

00:12:57: Was heißt sie?

00:12:58: Werden da Verfahren in Deutschland und Frankreich hinbegeben?

00:13:01: Und jetzt ist die Frage Was würde das dann bedeuten, wenn man das rausrechnet?

00:13:06: Ist jetzt nicht ganz so einfach zu rechnen.

00:13:07: Aber man kann das mal schätzen und sagt ja wie viel Treibschloss wird denn verbraucht oder verkauft, nicht verbrauchtsamtverkauft in Luxemburg?

00:13:15: Dann rutscht Luxembourg von den elf Tonnen CO²-Mission auf sieben vielleicht acht Tonnen und ist damit immer noch hoch aber voll im Durchschnitt der Europäischen Union.

00:13:31: Und jetzt die Frage was Stimmt da, welche Zahl ist richtig?

00:13:34: Also bei der ganzen Bilanzierung muss man immer aufpassen.

00:13:37: Luxemburg hat dann einfach einen Nachteil in dieser Territorial-Kalkulation das der Treibstoff und damit die daraus resultierenden CO-Mission Luxembourg angerechnet werden.

00:13:50: Auf der anderen Seite ist dieses der Kraftstoffverkauf für den Luxemburger Staat hoch attraktiv.

00:13:57: Die machen im Jahr achthundertseptig Millionen Euro Steuereinnahmen.

00:14:04: Das sind zwar nur, in Anführungszeichen nur, drei Prozent der Staatseinnahmen.

00:14:10: Staatsbudgete sind so gute bis dreißig Milliarden Euro.

00:14:18: Aber trotzdem achthundertsießig Millionen Euro das ist ein signifikanter Teil des staatshaushaltes Luxemburgs.

00:14:27: Sie haben ein Interesse daran, obwohl die mineralische Höhe niedrig ist führt das dazu, dass es halt ein sehr attraktiver Standort ist um dort zu tanken und das spült Steuergeld in die Staatskasse.

00:14:39: Wenn man das mal umrechnet sind das thirteenhundert Euro pro Einwohner- und Jahr, die dort an Steuereinnahmen generiert werden Und mit diesem Geld kann man dann die Infrastruktur bezahlen.

00:14:53: Das wird investiert in den öffentliche Nahverkehr, den kostenlosen öffnlichen Nahverkehr In die Bildung in der Luxemburger Sozialstadt Der interessante Weise Wir haben ja schon ein paar Mal mit Christian Kamm noch diskutiert, ähnliche Probleme aufweist wie der deutsche Sozialstaat.

00:15:10: Aber das ist eine Einnahme die interessant ist für den Luxemburger Staat.

00:15:14: und dann nimmt man diesen statistischen CO-Zwei Fußabdruck pro Kopf, der Luxemburgstaat nehmt den zähneknirschenden Kauf, wenn man sagt da kommt, also der einen ist der Statistik, da heißt es immer du du du, böses Luxembourg ihr seid so dreckig.

00:15:29: aber für kann man das wahrscheinlich machen, also etwas polemisch ausgedrückt.

00:15:34: Man weiß was das bedeutet aber es ist halt so eine Sache.

00:15:37: und weiterer Punkt an der Autobahn A-Drei in Berchem, das ist im südlichen Teil Luxemburgs gibt's die größte Tankstelle Europas, zeitweise war sie sogar die umsatzstärkste Tanksteller der Welt.

00:15:56: da tanken jeden Tag Fünfundzwanzigtausend Fahrzeilen.

00:16:04: Jeden Tag kommen zwanzig Tankwagen, um die Tankstellen wieder aufzufüllen.

00:16:09: Also ist beidseitig der Autobahn, also wurde nach Luxemburg rein als auch aus Luxembourg raus.

00:16:16: da werden pro Jahr rund zweihundertsechzig Millionen Liter Kraftstoff abgebohnt.

00:16:22: das ist... Die Tankstellein hat knapp dreizehn Prozent Anteil am nationalen Kraftstoffverbrauch Ihr seh nicht.

00:16:32: Also da sind so Zahlen, und zwar für ein kleines Land, weil wir natürlich immer durch kleine Zahlenteilen ... Wahnsinn!

00:16:40: Das ist tatsächlich eine Cash-Cow auch für den Luxemburger Staat.

00:16:45: Deswegen muss man diese Betrachtung berücksichtigen.

00:16:50: Klar, jetzt kann man sagen, es war ein kleites Land.

00:16:51: in Deutschland wird das ja nicht so auffallen.

00:16:53: Ist vollkommen richtig.

00:16:54: aber wenn man sich überlegt... Wir wollen in Europa, in der Europäischen Union die Klimaschutzziel erreichen und jedes Land muss seinen eigenen Weg gehen.

00:17:02: hat Luxemburg da jetzt ein Thema, denn was man ja auch nicht vergessen darf im Zuge der Umstellung auf Elektromobilität dann würde dieser Posten wegfallen.

00:17:14: Klar wenn ich nicht mehr tanke sondern noch laden muss warum soll ich in Luxemburgen laden?

00:17:19: Ich habe die Frage nach dem Strompreis aber das ist noch eine Besonderheit.

00:17:23: kommt es gleich zu?

00:17:24: Der Luxemburger Strommarkt hängt am deutschen Strommarkt Das heißt der Strompreise an der Stromwörse ist in Deutschland Luxemburg gleich, das ist ein gemeinsamer Markt.

00:17:34: Ja und dann hat Luxemburger keinen Vorteil mehr von kein steuerlichen Vorteil den sie ausspielen könnten wenn wir auf Elektromobilität setzen beim Individualverkehr also PKW als auch beim Schwerlastverkehr LKW.

00:17:48: Also als Luxemburge Regierung könnte man sagen Das mit der Elektromobility langsam Denn klar dann verliert der Luxemborgestart neunhundert knapp neundert Millionen Euro jährliche Steuereinnahmen.

00:18:04: Man sieht, dass das langsam zurückgeht.

00:18:08: Was haben wir noch in dem Zuge der CO-Zweibilanzierung?

00:18:13: Die Quote, die eben erneuerbaren Energiequote, die ja in Deutschland hinreichend gut ist und da geht es jetzt nicht nur um den reinen Sturben sondern wirklich dann alle drei Sektoren – den Wärmesektor und den Transportsektor.

00:18:26: Die erneubare Energiequote ist der zweitstecheste Wert in der Europäischen Union unter.

00:18:37: Das liegt natürlich daran, dass zwar so lah ganz gut läuft aber auch da wieder durch diese Bilanzierung wird das dazu, dass dieser Kraftstoff verbraucht sich negativ auswegt auf die Erneuerbare Energienquote.

00:18:52: Da ich das hier durch den Transitverkehr viele Leute dort tanken, das Benzin kaufen drückt das ins Blumen im Transportsektor.

00:19:01: dann die Quote der erneuerbaren Energien am primären Energieverbrauch.

00:19:06: Auch da, das gleiche Problem wie so eben erläutert.

00:19:10: Wenn man das ändern wollte müsste man auch Elektromobilität setzen.

00:19:12: dann fallen aber Einnahmen weg was Luxemburg interessanterweise macht um dort Strafzahlung der Europäischen Union zu verhindern.

00:19:20: Luxembourg kauft zum Beispiel in Dänemark für etliche Millionen Euro Ökostrumpfzertifikate.

00:19:26: Es vollkommen legal und auch so gewollt dass die Länder untereinander diese CO-Zertifikaten handeln und kaufen und verkaufen können.

00:19:34: Luxemburg hat diese Erfülltequoten nicht.

00:19:38: Dänemark übererfüllt die Quote, ja gut dann kann man dort für relativ wenig Geld diese CO-Zertifikate kaufen um sich damit wenn man das Böse ausdrückt und sagt es ist so eine Art Ablasshandel.

00:19:52: Wenn man der einzelne Länder betrachtet könnte man das vielleicht zu argumentieren.

00:19:54: im europäischen Gesamtbild und darum geht's ja ist es aber vorkommen in Ordnung bedeutet also dass jetzt so die Logik die ganzen Transit Autos und Lkws ruinieren die CO²-Bilder ins Luxemburg, fühlen aber doch deutliche Steuereinnahmen dem Staat zu.

00:20:12: Ein bisschen davon fließt wieder nach Dänemark, das ist Dänmark hat natürlich auch ein kleines Interesse dran in dem Fall um sich dort wenn man böse wäre und kann sagen es ist eine Art Greenwashing.

00:20:22: auf der anderen Seite ist es halt er zulässiger Handel zwischen Ländern in der Europäischen Union.

00:20:28: Aber so haben wir quasi einen geschlossenen Kreislauf von fiskalen Anreizen Absurditäten durch dieses Territorialprinzip.

00:20:40: Problem sieht man so nicht im Tagesgeschäft und erpresse klar ist jetzt auch ein anderes Land.

00:20:48: Nächstes Problem das Luxemburg hat, ich habe gerade schon gesagt die hängen am deutschen Stromnetz haben keine ausreichende eigene gesicherte Erzeugungskapazität bedeutet.

00:21:00: also die Stromleitungen sind die Lebensadern für die Luxemburger Energieversorgung.

00:21:07: Achtzig Prozerte Strom sind importiert, Hauptversorgen erfolgt durch eine Vierundzwanzig-KV Freilatungen aus Deutschland.

00:21:14: So diese Infrastruktur ist über fünfzig Jahre alt und hat Spitzenlasten von achthundert bis knapp ein tausende Megawatt.

00:21:25: Das heißt die Leitung, die dann aus der Eifel in den Norden Luxemburgs führt, führt dazu dass sie sollte es dort zu einer Störung kommen oder die Last noch weiter ansteigen, ist sofort in Luxemburg alles dunkel.

00:21:44: Es gibt keine direkte Hochsponsor- verbindung in das Luxemburger Stromnetz.

00:21:51: Stromnetzbetreiber ist die CREOS.

00:21:53: Es gibts aber eine Verbindung nach Belgien und darüber kann der Strom aus Frankreich über Belgien nach Luxembourg fließen.

00:22:04: Ist aber ein bisschen Frankreich Strom, fließt noch in so einen Industrienetz im Süden des Landes zu Asselo Mital.

00:22:14: Das ist ein großer Stahlhersteller Aber der normale Haushaltsstrom oder Strom für die Unternehmen kommt zum ganz großen Teil aus Deutschland dann über eine Verbindung.

00:22:26: Da ist jetzt der Luxemburger Netzbeteilbar dabei diese Leitung zu ertüchtigen zu stärken, zu erweitern.

00:22:32: Denn auch da ist ja klar wenn wir jetzt weiter auf Elektrifizierung setzen und das ist ja das ziele Energiewende Das führt dann dazu dass diese Leitung auch noch ausgebaut werden muss Und wir brauchen dann auf der deutschen Seite natürlich auch nochmal eine Stärkung.

00:22:46: Denn hilft allerdings wenn die Luxemurge sagen haben Wir verdoppeln die Kapazitäten machen da moderne Kabel Dass wir mehr Leistung transportieren können und auf deutscher Seite passiert nichts.

00:22:53: Das heißt der Luxemburger Staat hat ein Interesse daran, dass dann der Netzbetreiber am Prioren Auf der deutschen Seite in der Eifel das Netz entsprechend ertüchtigt und natürlich auch die Leistung, die elektrische Leistung bereitstellen kann.

00:23:08: Die dann von Deutschland nach Luxemburg fließen können.

00:23:14: Das soll helfen diese Transportengpässe die drohen Und das ist nicht nur ein mögliches Szenario sondern sehr realistisches Szenarium.

00:23:22: Da werden also etliche dreistellige Millionenbeträge investiert im neues Übertragungsnetz Um dort Verbindung von der Eifel, also Ursprung wird ach bei Trier über die Grenze nach Bofferdingen und dann weiter nach Bertrasch zu bleiben.

00:23:44: Das geht der Netzbetreiber an.

00:23:46: wie gesagt das muss auf der anderen Seite auf der deutschen Seite entsprechend noch angepasst werden.

00:23:50: Und dann weiter, wir bleiben bei dem Paradoxien des Luxemburger Stromnetzes Eine der größten Pumpspeicherkraftwerke Europas und auch Deutschlands liegt in Luxemburg, nämlich in Vienten.

00:24:05: Das ist direkt an der Grenze im nordöstlichen Teil Luxemburgs.

00:24:14: Wir haben zwei Oberbecken.

00:24:15: das Unterbecken ist der Fluss-Uhr.

00:24:19: sehr interessantes Kraftwerk also falls mal Leute hier in der Region und eine Mosel-Region ist ja auch eine Hohlobsregion, da kann man hinfahren.

00:24:26: Das Örtchen Viann ist ganz nett, die haben ein kleines Schlösschen Und dann kann sich auch dieses Pummspeicherkraftwerk angucken.

00:24:32: Also einmal gibt es Aussichtsplattformen Da kann man auf über die Oberbecken laufen.

00:24:36: Man kann auch in den Berg rein gehen.

00:24:39: wenn wir an den Höhenunterschied Man sieht die Leitzentrale und man sieht diese Turbinen.

00:24:44: Das sind elf Turbiden mit einer Gesamtleistung von.

00:24:51: Das ist quasi von der Leistung her wie ein Kernkraftwerk.

00:24:56: Wenn die also im Oberbecken den Stöpsel ziehen, das Wasser durch die Turbinen rauscht werden dort eins Komma drei Gigawatt Leistungen bereitgestellt.

00:25:04: Umgekehrt kann man dann natürlich auch überschüssige Energie nutzen um Wasser aus dem Unterbecken hoch zu pumpen um sein Energie zu speuchern.

00:25:18: aber Das Kraftwerk zählt mit null megawatt in die Luxemburger Bilanz, weil das Kraftwerk Vianen am deutsche Stromnetz hängt.

00:25:28: Es hängt an der Regulation von Amprion, der Betrieb wird von RWE gesteuert und ist auftraglich fixiert.

00:25:35: Es gibt zwar Beteiligung des Luxemburgerstates an diesem Kraftwerk aber die komplette Steuerung und auch die elektrische Energie fließt erst mal nach Deutschland.

00:25:48: Wie funktioniert es physikalisch?

00:25:49: Wir haben nach Fallhöhe, das sind so knapp dreihundert Meter Oberbecken unter Becken.

00:25:55: Am oben zwei Oberbeken unten halt dann den aufgestauten Fluss eine Pumpleistung von etwas mehr als einem Gigawatt.

00:26:00: Das heißt wir können einen Gigawatts Leistung kann dieses Kraftwerk, dieses pumpspeicher Kraftwerk aufnehmen.

00:26:05: Das ist ja dann der Fall mittags wenn der Strompreis negativ ist.

00:26:08: viel so Leidergie.

00:26:10: Dann wird dieses Kraft Werk angefahren Es zieht die elektrische Energie aus dem Stromnetz und pumpt das Wasser von unten nach oben.

00:26:19: Und dann abends, wenn der Strom teuer ist lässt man das Wasser wieder ab.

00:26:24: ganz einfaches Prinzip.

00:26:27: Es gibt also für Luxemburg ist es natürlich jetzt monetär interessant weil man einfach über die Anteile eine Dividende bekommt.

00:26:33: Für die eigene Versorgungssicherheit hilft dieses Kraftwerk überhaupt nicht Wenn man sagt ja gut wir haben doch achthundert Megawatt Spitzenlast da würde dieses Kraftwerkt auch eigentlich ausreichen Ganz Luxembourg mal für anderthalb Stunden immerhin zu versorgen.

00:26:45: Ja aber das hilft halt dem deutschen Markt.

00:26:51: Also auch das Nähernetz, dass das Luxemburger Stromnetz ist nicht verbunden mit Wien.

00:26:56: Es fließt alles direkt ins deutsche Netz.

00:26:59: Der Strom fließ da wieder zurück über die Leitung aber es wirkt wie ein Netto-Stromspeicher für Deutschland.

00:27:07: Ist eigentlich unglücklich für Luxemburg also zumindest was die Energiebilanz angeht.

00:27:15: Zählt halt zwar rein in die Bilanzen aber nur bilanziell.

00:27:21: Physikalisch hat das Netz, hat dieses Pumpsprecher-Kraftwerk mit dem Luxemburg nichts zu tun.

00:27:28: Letzter Aspekt Kernenergie.

00:27:31: Luxembourg gehört an zu eines der wenigen Länder die keine eigene Kernkrafterzeugung oder Kernkraftwerke haben.

00:27:41: Die Diskussion wurde geführt.

00:27:44: in den neunzigzehnten Jahren also Ölkrise haben wir drüber gesprochen vor einiger Zeit und dann dem entstehenden Boom und im Großinteresse deutschlandweit europaweit an Kernkraft.

00:27:59: So, dieses Problem dieser nicht gesicherten Leistung gab es auch schon damals und dann wurden Stimmen laut in Luxemburg.

00:28:05: Es wäre doch ganz gut, lasst uns doch ein Kernkraftwerk bauen!

00:28:10: Es gab tatsächlich Pläne, das Kernkraftwerke remerschen war seit Nutzertreien siebzig Konkret in Planen oder Gesellschaft gegründet, die gehörte zu gleichen Teilen dem Großherz zur Turm Luxemburg und RWE.

00:28:25: Das sollte ein eins Komma drei Gigawatt Kraftwerk sein Druckwasserwerktor quasi baugleich zu dem Kraftwerk das wir in Mühlenheim kärlich nördlich von Koblenz gebaut haben.

00:28:34: auch nicht keine Blüte der deutschen Energiepolitik weil er Dinge gebaut worden ist nicht ganz da wo es geplant war und nach Knapp zwei Jahre, wo die Baugenehmigung kassiert.

00:28:46: Das Kraftwerk musste stillgelegt werden.

00:28:49: Da es lief muss das halt auch komplett entsorgt werden.

00:28:51: Das ist jetzt ja mittlerweile fast komplett erfolgt.

00:28:55: Die Idee war dass dieses Kraftwerken also eins Komma drei Gigawatt überlegen also acht hundert mw Spitzelnast heute so viel hat sich nicht verändert vielleicht in den neunzehnten siebziger oder achtziger Jahren.

00:29:07: Klar damals habe ich noch deutlich höre Industrialisierung noch in Luxemburg, also vor allem Stahl.

00:29:14: Aber dennoch dieses Kraftwerk hätte er vorkommen ausgereicht um Luxembourg autark zu machen.

00:29:20: bei der elektrischen Energieversorgung Im Betriebnahme war für nutzart einund achtzig geplant Baukosten rund eins fünf Milliarden demarck Die dabbeligen Spitze Last waren halt keine achthundert sondern eher der Größe von zwischen vier und fünf hundert Megawatt, also deutlich Überdeckung.

00:29:42: Es war aber auch geplant und auch vertraglich so vorgesehen dass der Strom aus diesem Kraftwerk zunächst zu Fünfzig Prozent und dann gesteigert bis zu Achtzig Prozent für RWE und damit für den das deutsche Stromnetz war.

00:29:56: Das heißt dieses Kraftwerk weil es grenznah ist, geplant war es im Südteil des Landes an der Mosel, an der Grenze dann zu Grenztereieck, Frankreich Deutschland Luxemburg in der Nähe der Stadt Scheng, kennt man halt von dem Schengenabkommen des europäische Grenzabkommen.

00:30:15: Fünfzig Prozent dieses Kernkraftwerks hätten dann ins deutsche Stromnetz fließen sollen und dann hätte das sukzessive Aufgebot so werden sollen als achtzig Prozent elektrisch Energie nach Deutschland.

00:30:23: Aber es hätte für den Luxembourg immer noch dicke gereicht sich dann selbstständig autark mit elektrischer Energie zu versorgen.

00:30:32: Man merkt so wissen die Diskussionen sind gar nicht so unähnlich.

00:30:35: aber Was ist jetzt passiert?

00:30:38: Tatsächlich gab es dann auf dem Parteitag der Luxemburger Sozialdemokraten Ende oder Mitte Dezember sieben Siebzig eine Abstimmung.

00:30:46: Und ähnlich wie in Deutschland, gab es auch dort eine große Basis der Antikernkraft und mit einem Ergebnis von hundert sechsundfünfzig zu hundertdreiundfünftig Stimmen also drei Stimmen mehr waren für den Baustopp Und damit ist dieses Kraftwerk nie gebaut worden.

00:31:09: Also das ist der, also Diskussion kennt man in Deutschland auch mit dem Bau von Kernkraftwerken.

00:31:17: Luxemburg hat sich damals dann dafür entschieden es nicht zu bauen.

00:31:21: Das lieht sich nach diesem Beschluss auf die Zimt.

00:31:24: Das war der Parteitag.

00:31:25: Der Sozialdemokraten fand sich keine parlamentarische Mehrheit mehr Und gab es ja noch diesen Atomunfallstörungen in Three Mile Island, im März neunundsiebzig.

00:31:40: Das war der gleiche Typ Kernreaktor wie er auch in Rehmaschen geplant oder wie wir ihn dann noch in Mühlheim-Kerlich hatten, sodass das Projekt damit politisch tot war.

00:31:52: Neunundsebzig wurden die Pläne offiziell aufgegeben.

00:31:56: Was ist passiert?

00:32:01: haben das Kernkraftwerk gebaut, und zwar Luxemburg hat gezögert wie Diskussionen in Frankreich die Kernenergie komplett andere Positionen in der Gesellschaft im Staat.

00:32:14: Und hat dann das Kern-Kraftwerk Katinon gebaut in Lothring.

00:32:17: Das ist auch direkt an der Mosel.

00:32:19: Das sind also dieses absurde Luftlinien zwischen Rehmarschen und Thion Will.

00:32:25: Da sieht sich dieses Kraftwerk Katinar nördlich von Metz elf Kilometer Luftlinie.

00:32:32: Was bedeutet das jetzt?

00:32:33: Also Luxemburg hat dieses Kernkraftwerk nicht gebaut, damit auch auf den wirtschaftlichen Nutzen verzichtet wird.

00:32:39: Die Diskussion will ich gar nicht führen.

00:32:41: mit ist ein Kernkraftwerkswirtschaftlich Sinn vor Jahrnein aber der Luxemburger Städte hätte davon profitiert weil die Finanzierung aus Deutschland gekommen wäre.

00:32:49: Wir hätten elektrische Energie exportieren.

00:32:52: Das hätte sich auch nochmal Geld in die Staatskasse gespült.

00:32:56: und die Sorge vor einem nuklearen Zwischenfall ist nicht gelöst Dadurch, dass wenn den Katinon was passieren würde hat Luxemburg das gleiche Problem wie bei einem eigenen Kernkraftwerk.

00:33:08: Außer, dass man nicht der eigene Herr dieses Kernkraftwerks ist sondern der französische Staat oder die franzisische Energieversorgung EDF.

00:33:17: Also auch da das Kernkraft-Katinon, zweitgrößte in Frankreich bzw.

00:33:23: größter Kernkraftwert der Welt.

00:33:25: vier Reaktoren Die sind dann in den Anfang der neunzeigartiger Jahre dann alle nach und nach im Betrieb gegangen.

00:33:32: Wenn da was passiert ist, eben im Westen Deutschlands ist es sich.

00:33:38: Also wenn das passieren würde, was wir aus Tschernobyl oder aus Fukushima kennen, wäre hier vorbei.

00:33:46: Weil die keine Liebderpläne in Mainz, eine Landeshauptstadt hier rein und falls... gibt es entsprechende Pläne für Krisensterbe, wenn das dort in Katzenau was passieren würde.

00:33:56: Also wie dann entsprechende Evakuierungsmaßnahmen aussehen würden denn?

00:34:00: Nachteil ist... Es ist halt, wenn man hier in die Regel Westwinde in Deutschland und dann blässt der ganze Kram.

00:34:08: schön einmal nachmisten Aber auch da, ne?

00:34:13: Die Ironie dieser Geschichte Luxemburg lehnt es ab Und die Diskussion ist genau wie in Deutschland.

00:34:21: Kauft jetzt europäischen Atomstromer ein aus Frankreich, aus Katinon?

00:34:24: Einfach mal das verbunden hat aber kein eigenes Kraftwerk.

00:34:29: Heute ist die Diskussions-Tor da wird nichts mehr passieren.

00:34:31: Aber diese eine politische Entscheidung hat dafür gesorgt und damals war es halt gesellschaftlich nicht durchsetzbar, politisch nicht durchsetzbar Das zu machen.

00:34:40: Diskussionen wie in deutschland Und das führt einfach dazu, dass jetzt Luxemburg am deutschen Stromnetz hängt und eine gemeinsame Geburtszone hat.

00:34:52: Der Luxemburger Strompreis an der Börse ist identisch mit dem deutschen Preis.

00:34:55: Das heißt dieses ganze Auf- und Abwas wir erleben mit den negativem Strompreisen hat Luxembourg genauso.

00:35:03: Da kann Luxembourg auch nicht raus und sie können auch nicht gegensteuern weil die gar keine eigene Erzeugungsleistung haben.

00:35:10: Das heißt, die sind hoffnungslos ausgebliefert und hängen davon ab was wir in Deutschland bei der Energiewende machen.

00:35:16: Wenn wir jetzt weiter Photovoltaikausbauern keine Speicher ausbauen ist das ein Problem weil Luxemburg keine eigene Gegensteuermöglichkeiten hat.

00:35:24: Was interessant sein könnte.

00:35:26: kann man jetzt erstmal als wissenschaftlicher sich diskutieren dass du auch gerade Dass man sich überlegt ja wer es nicht sinnvoll das Luxemurg jetzt auf Großspeicher setzt Und dann wie handeln wir?

00:35:36: das hilft nicht Weil nicht am Luxemburger Stromnetz.

00:35:39: aber wenn Luxemburg Groß Batteriespeicher bauen würde, mittags bei negativen oder zumindest null Euro Strompreis diese Speicher alle komplett hoch fährt und dann abends wenn der Stroh wenn die Last hoch ist solange runter Strompreise geht wieder rauf.

00:35:58: Die Diskussion kennen wir ja das das dann dazu führt dass wir in Luxembourg durch diesen Abitraschhandel will ich einkaufen, teuer verkaufen nochmal Staatseinahmen generieren.

00:36:12: Das ist tatsächlich die ganz attraktive Idee.

00:36:15: es bringt gar nichts mehr Luxemburg jetzt PV oder Wind selber baut in dieser Diskussion weil es halt wo Datile Quellen sind.

00:36:21: Die Luxemburgen können jetzt auch Speicher setzen.

00:36:24: Was passiert denn in Deutschland mit dem Strompreis wenn in fünf oder sieben Jahren ausreichend Batteriespeicher da sind?

00:36:31: Preis Differenzen dämpfen.

00:36:32: Davon ist auszugehen, das beobachten wir in Kalifornien und Texas dass wir dort dämpfende Effekte haben auf die auf die Volatilität des Strompreises.

00:36:41: Das könnte Luxemburg machen wird im Moment aber tatsächlich wenig diskutiert.

00:36:45: Aber dennoch Luxemburgen muss ich auch gucken wie schaffen sie ihren ihren?

00:36:49: Ausbau heißt also wenn man das mal zusammen fassen diese Elektrifizierungsrate frisst den EE Ausbauer der Neuer- und Energienausbau aus.

00:36:58: durch Rechenzentren, durch Elektromobilität, durch Wärmepumpen und durch die Elektripeziehung der Industrie wird es dazu führen dass bis zu zwei Gigawatt zu einer solchen Spitzel das dazukommt.

00:37:09: Wir sind jetzt bei achthundert Megawatt.

00:37:11: da kommen noch mal zweitausend megawatt bis zu zweitaussend megawatts drauf.

00:37:14: Das schafft das Stromnetz im Moment tatsächlich nicht.

00:37:18: also heißt die Abhängigkeit wird immer größer.

00:37:21: Der Luxemburger Netzbetreiber muss immer stärker versuchen Leitungen zu stärken, um diese Importe überhaupt erst mal bereitzustellen.

00:37:32: Das ist ganz entscheidend und wenn wir jetzt weiter in Deutschland aus dem Kohleausstieg rausgehen haben wir einfach bei der Dunkelflaute ein Problem in Deutschland.

00:37:44: das Problem haben wir dann halt auch in Luxemburg und Luxembourg braucht halt diesen europäischen Verbund um dauerhaft bestehen zu können.

00:37:54: Da sieht man wie schwierig das ist, wenn man mal Einzeländer anguckt.

00:37:58: und dann die Energiewende ist neben dem europäischen aber auch immer nationales Thema.

00:38:03: Ganz andere Herausforderungen, die Luxemburg hat, die stellen sich diesem Problem.

00:38:07: natürlich müssen aber andere Wege finden als wir in Deutschland, also in Frankreich oder in Belgien und dennoch eine europäische Lösung finden.

00:38:15: Dann spreche ich mir mal gespannt, wie sich die Luxemburgler da aufstellen.

00:38:18: folgt mit dem Thema dieses Tanktourismus.

00:38:20: Mal schauen, wie es sich in der nächsten Zeit entwickelt.

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