#211 Energiewende mit Strategie – Was Deutschland von China und den USA lernen kann. Gespräch mit Dirk Specht

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Dirk Specht, Unternehmer, Aufsichtsrat und kritischer Beobachter der Energiewende. Wir ordnen die deutsche Entwicklung historisch ein, vergleichen sie mit der strategischen Industriepolitik Chinas und der marktgetriebenen Dynamik in den USA. Dabei geht es um die Debatte um 80 oder 100 Prozent Erneuerbare, um den enormen Energiebedarf der KI-Rechenzentren und um die Rolle von Photovoltaik, Batteriespeichern, SMR und Perowskit-PV. Im Zentrum steht die These, dass nicht Erzeugungstechnologien das Nadelöhr der Energiewende sind, sondern die Infrastruktur – insbesondere die Stromnetze.

Zum Podcast "KLIMA UND KOHLE"

Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.

Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.

Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.

Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.

Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

-- Prof. Dr. Henrik te Heesen Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier Webseite: https://www.umwelt-campus.de/hteheesen Instagram: @hteheesen YouTube: @ProfDrHenrikteHeesen TikTok: @hteheesen

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Transkript anzeigen

00:00:00: Tag zusammen, zweiter neuen Ausgabe von Klima und Kohle.

00:00:03: Heute mit einem Gast.

00:00:04: ich begrüße Dirk

00:00:06: Specht,

00:00:07: Tacherspecht.

00:00:08: Danke für die Einladung.

00:00:09: guten Tag

00:00:11: Ja vielen Dank fürs Kommen.

00:00:13: vielleicht ganz kurz zur Einleitung.

00:00:15: Sie sind in der Energiesektor unterwegs Sind Dozent für Medienökonomie sind Unternehmer Aufsichtsrat also haben eine ganze Reihe an Dingen in ihrer Wieter gemacht ... kritischer Beobachter der Energiewende.

00:00:33: Von daher passt das jetzt ganz gut hier in dem Podcast, Klima und Kohle... Wie sehen Sie im Moment?

00:00:43: Fangen wir mit der großen Frage zu Beginn an!

00:00:45: Das ist eine gute Idee!

00:00:48: Ja man muss da aber mit den großen Dingen anfangen und dann gucken wir mal wie sie das entwickelt.

00:00:52: Also die Frage ist, wie sehen Sie die Entwicklung der Energievende?

00:00:56: als jemand, der jetzt sowohl aus der Finanz- also aus der Energiebranche kommt dort tief verwurzelt ist, läuft es in Deutschland gut?

00:01:06: oder muss man sagen naja eher mau?

00:01:17: Das ist die Frage der Bewertungsebene.

00:01:20: Wir sind ja bei bestimmten Ausbauraten und Technologien sehr früh gestartet.

00:01:28: da haben wir auch sicherlich noch einen gewissen Vorsprung.

00:01:32: Ich gehöre übrigens zu denen, die das ökonomisch eher kritisieren.

00:01:36: Weil wir sehr früh da in eine sehr breite Förderung gegangen sind.

00:01:40: Deshalb sind viele bis heute auch gängige Aussagen, dass sei zu teuer, die Energieform sei zu Teuer, Produktionen zu teurer veraltet aber früher halt auch mal richtig was auch bis heute diskutiert wird ist einer Alllast ausreichend geklärt wird, weil diese Fördermaßnahmen ja über zwanzigjährige Verträge laufen.

00:02:08: Haben wir natürlich einen Altbestand an Anlagen im Feld die auch wirklich zu hoch gefördert sind stand heute und die auch ineffizienz sind.

00:02:19: also viele der Vorhöfe gelten sogar heute noch haben aber damit zu tun dass Man sich politisch entschieden hat, sehr früh in die breiten Förderung zu gehen und das auch mit damals eigentlich noch recht ineffizierender Technologie.

00:02:33: Jetzt kann man diskutieren war das richtig oder war das falsch?

00:02:36: Das ist eher so eine Wirtschaftshistorische Frage.

00:02:39: ich fände es also richtig, das zu diskutieren aber man sollte wenigstens die Überschrift wählen.

00:02:44: Das haben wir der Zukunft wenig zu tun Und ich unterhalte mich mit sehr vielen Kollegen, die in der Energietechnologie nicht so verwurzelt sind aber in der Ökonomie und denen ich wirklich sehr freundlich sagen muss bitte mal aktuelle Daten, aktuelle Effizienzwerte etc.

00:03:06: heranziehen noch nicht nur diese alten Daten und auch mal schauen wo es eigentlich die Ursachen für Probleme, die wir heute tatsächlich im Feld haben Und da erlebt man so einiges an Meinungswechsel.

00:03:21: Kann ich also nur für werben und das müsste eigentlich auch in der Öffentlichkeit stattfinden?

00:03:26: Ich habe selber übrigens überhaupt keinen Urteil, ob es jetzt richtig oder falsch war zu machen.

00:03:31: Ich beobachte das sehr lange schon in China.

00:03:34: die haben anderen Weg gewählt.

00:03:35: Die haben viel, viel länger direkt Technologieförderung und Technologieentwicklung gemacht aus sehr strategisch Und haben den Rollout der Technologien dann auch mit Förderungen bei den Endnutzern erst sehr spät begonnen.

00:03:53: Dafür aber mit sehr strategischen Plänen und auch mit großer Wucht, das ist das was wir jetzt erleben.

00:04:03: Das zeigt meines Erachtens ein besseres Ergebnis.

00:04:05: Jetzt ist es aber die Frage könnten wir das in unserem System überhaupt machen?

00:04:08: Da sind wir wieder bei der historischen Bewertung die uns aber für die Zukunft nun mal nicht weiter.

00:04:16: Tatsache ist, dass wir heute diese Energiewende, die hier als Geisterfahrerei teilweise bezeichnet wird ja weltweit in höherer Dynamik haben.

00:04:27: Das heißt historisch hatten wir die höhere Dynamik und jetzt verlieren wir sie.

00:04:33: Die Antwort auf die große Frage.

00:04:37: Ja, vollkommen richtig!

00:04:40: Blick zurück, also klar kann man aus den Fehlern lernen.

00:04:44: Wenn's welche waren?

00:04:45: Also ich will es gar

00:04:46: nicht.

00:04:47: Genau, genau das ist die Frage wie wir uns die bewährten.

00:04:49: vollkommen richtig aber es hilft ja nichts.

00:04:53: Wir haben jetzt damals zu acht, zwei neun, zwei zehn als wir diesen ersten Solarbogen hatten.

00:04:59: da haben wir ja diese hohen Einsparsevergütung gezahlt.

00:05:03: Da haben wir im Jahr knapp acht Gigawatt antworten Voltaik zugebaut.

00:05:07: Das zahlen wir heute noch.

00:05:11: Stromrechnung jetzt zwar mal aus Steuergeldern.

00:05:15: Und wie Sie sagen, das sind jetzt als Kosten für zwanzig Jahre.

00:05:18: Das läuft dann Ende des Jahrzehnts, läuft das dann aus?

00:05:22: Also verschwinden diese Kosten?

00:05:24: Genau.

00:05:25: Wobei auf der anderen Seite auch die Gegensteuerungen, die dann ja die Bundesregierung damals vorgenommen hat, da hatte ich ja dazu gewöhnt dass die deutsche Solarbranche, die wir ja gerade aufgebaut hatten und das was China jetzt erheute mit den Modulfabriken Das gab es ja alles in Deutschland.

00:05:41: Da ist er innerhalb von zwei Jahren, da hat sich die Belegschaft gefürtelt und das wäre so als ob man Volkswagen sagt was mal auch Freunde wir kappen jetzt alles und in zwei Jahren könnt ihr gucken wie ihr die Hälfte der Autos verkauft.

00:05:53: nicht unser Problem.

00:05:55: Aber wie sie sagen probleme der Vergangenheit hat noch Auswirkungen.

00:05:59: weiter.

00:06:00: aber das können wir nicht ändern.

00:06:01: und mir fehlt auch ein bisschen der positive Blick in die Zukunft weil wir sehen dass sehr gut läuft.

00:06:10: Die Frage stehen wir uns als Deutsche an der Stelle, wie an so vielen Dingen wieder auf den Füßen das wir sagen Wir machen es erst, wir planen es erst perfekt und setzen's dann um?

00:06:22: oder müsste man eine andere Dynamik ein anderes Vorgehen haben?

00:06:26: Ich habe immer so das Gefühl ich bin in Hochschule, Beamter Bürokratie kenne ich lebe ich jeden Tag.

00:06:35: ist das so Was bei der deutschen Energiewende, dass wir erstmal legen, wir müssen erst mal alles planen genau berechnen was ja gar nicht geht für die Zukunft.

00:06:42: Um dann zu sagen, dann gehen wir diesen Weg das ist eigentlich unmöglich und auch mit den unternehmerischen Brille eigentlich nicht machbar so weit im Voraus zu planen.

00:06:51: oder wie sehen Sie das?

00:06:52: Ja, das ist einer einer der Fehler, denen ich momentan beobachte.

00:06:57: Der zweite Fehler ist Wir haben das Das haben sie gerade vollkommen richtig erwähnt Wir ja auch feststellen müssen, dass wir hier mit einer Nachfrageförderung eine Industrie fördern wollten.

00:07:10: Das hat auch funktioniert.

00:07:12: Das ist der Weg den wir gegangen sind während parallel China direkt die Industrie gefördert hat nicht über die Nachfrage.

00:07:20: und dann ist ja was passiert, das Sie gerade erwähnt haben diese Industrie ist hier entstanden und dann wieder zugrunde gegangen.

00:07:27: Das heißt die Verbindung zur Industriepolitik, zur strategischen Industrie-Politik, die da dran hängt.

00:07:33: Die hat ja auch nicht funktioniert und auch das müssen wir jetzt natürlich bedenken bei der Frage wie machen wir weiter?

00:07:40: Wollen wir auch aus diesem Fehler vielleicht lernen?

00:07:44: Da kommen wir jetzt zu dieser Achtzighundertprozentfrage.

00:07:48: planen wir also um – das ist ja die politische Diskussion, die leider auch die Gesellschaftliche hundert Prozent erneuerbares Energiesystem funktionieren, funktioniert das überhaupt und ist es bezahlbar?

00:08:05: Ist es machbar?

00:08:07: Das ist die falsche Frage.

00:08:10: Denn wie Sie richtig sagen kann ich das vor allen Dingen so bei den letzten zwanzig Prozent vielleicht irgendwie simulieren mit sehr wilden Annahmen, überhaupt erst sinnvoll sind oder zum Tragen kommen.

00:08:30: und welche Genauigkeit kann ich bei so einem Plan, bei so einer Analyse überhaupt erreichen.

00:08:36: Und kann ich mit dieser Schätzungen genauigkeit heute überhaupt Entscheidungen treffen?

00:08:40: Das ist ja die korrekte Frage!

00:08:43: Die Antwort kann man klar verneinen.

00:08:45: Ich kann damit heute keine Entscheidungen treffen warum das so intensiv diskutiert wird, weil ich diese Entscheidung ja nicht mal treffen muss heute.

00:08:59: Aber ja, das ist also ein kulturelles und auch methodisches Thema.

00:09:08: Ich kenne selber, wir simulieren bei uns auch solche Energiesysteme.

00:09:11: Aber wenn man sich mal so die Studienlage anguckt allein die Pugnose wie viel Strom brauchen wir in Deutschland eigentlich im Jahr?

00:09:19: Das weicht ja ab.

00:09:20: zwischen jetzt ändert sich nichts.

00:09:22: Ich glaube ein Kinseestudio war das, die sagte nur noch fünfhundert Terawattstunden ist das was wir heute brauchen.

00:09:27: Das hatte ich für unrealistisch.

00:09:29: aber dann geht die Spannweite bis zum bis zu dreifachen Strommenge vor dem Hintergrund, wir wollen unsere Industrieprozesse insbesondere elektrifizieren.

00:09:38: Weil das der Schlüssel ist zur Energiewende?

00:09:42: Wir sehen es in China, kommen wir gleich noch drauf was die erreichen bei der Elektrifizierung von Prozessen und allein bei dieser Spannweite rein als Wissenschaftler sagen wenn ich eine Unsicherheit habe von fünfhundert bis tausend Fünfhunderteerfahrt schon.

00:09:57: wie soll ich denn da seriös planen?

00:10:00: Das kann nicht gar nicht.

00:10:01: jetzt im Moment kommt das Thema der KI-Rechenzentren noch dazu.

00:10:05: Es sind in den letzten Tagen einige Artikel veröffentlicht worden, dass die Amerikaner wahnsinnig Gas-Turbinen kaufen um Strom zu produzieren für diese Rechenzentre.

00:10:16: Also Firmen wie Siemens Energy, die auf die nächsten vier Jahre ausgebucht sind was die Gas-turbinenproduktion angeht.

00:10:22: Positiv für Siemens energy also Aktienkurs explodiert nach oben zeigt aber auch Wir wissen ja gar nicht, wie die Entwicklung ist.

00:10:32: Vielleicht ist die KI in zehn Jahren total effizient?

00:10:34: Das was die Chinesen machen, dass sie versuchen mit den begrenzten Ressourcen bei den Chips, sie effizienter zu machen.

00:10:41: und wir Amerikaner big is beautiful also Strom kommt aus der Steckdose, wir machen einfach groß.

00:10:50: Und das zeigt ja, wie schwierig diese Prognosen eigentlich sind auch aus einer hart wissenschaftlichen Sicht.

00:10:55: und dann natürlich die Herausforderung, das dann noch in die Gesellschaft und die Politik zu tragen Das ist ja auch völlig unseriös.

00:11:03: Also von daher bin ich vollkommen bei Ihnen, lassen Sie uns mal die Achtzig Prozent.

00:11:08: Die schaffen wir mal bis zwanzig, fünfdreißig, zwanzivvierzig und dann gucken wir mal was wir an Technologien haben.

00:11:15: Vielleicht gibt es da noch etwas Neues?

00:11:17: Was Tolles?

00:11:18: Was Effizientes?

00:11:19: Was wir dann nutzen können für den letzten zwanziger Prozent.

00:11:22: aber diese Debatte wird ja quasi gar nicht geführt.

00:11:25: also ich nehme sie nicht wahr.

00:11:26: in den Medien oder Gibt's da auch auf politischer Ebene, wie nehmen Sie es wahr?

00:11:32: Die Politik hat das eigentlich oder die Berater dahinter hat es eigentlich erkannt.

00:11:37: Weil die vor allen Dingen auf EU-Ebene wird ja unterschieden zwischen dem Achtzigprozentziel und dem Hundertprozentziel Und die Achtzigprozentziele sind auch wesentlich klarer formuliert mit entsprechenden Maßnahmen Auch da wo sie möglich sind nämlich im Verkehrssektor an den Gebäudesektor wo das ja auch mit viel effizienteren Technologien fast ein Selbstläufer ist.

00:12:01: Das sind ja die Technologen, die eigene Speicher mitbringen.

00:12:04: also die Autos haben ihre eigenen Speicher und Gebäude sind wärmetechnisch auch Superspeicher, die kann ich auch gut flexibilisieren.

00:12:12: Und wir haben in beiden Fällen mit dem E-Auto und den Wärme pumpen enorme Effizienzgewinne.

00:12:18: Weshalb ja alles, also von der Produktion Speicherung etc.

00:12:22: bis hin zu der Frage wie wirtschaftlich ist es denn dieses Achtzig-Prozent-Ziel gerade mit diesen beiden großen Verbrauchern relativ gut möglich ist?

00:12:32: und das haben beispielsweise die Chinesen auch erkannt die ja viel, viel früher in diese Segmente gegangen sind und genau das adressiert haben.

00:12:41: Also die low-hanging fruits sind hier ja sogar die besonders großen Früchte, warum man die nicht erntet muss man sich anders erklären sagen was mal so.

00:12:52: Ich will aber noch kurz auf die KI Rechenzentren eingehen weil ich da interessante Gespräche mit Leuten von Google hatte Und habe auch ein paar Dinge dazu beschrieben.

00:13:03: Da sieht man ja was sie völlig zu Recht sagen, das wird ja in der Realität alles inkrementell betrieben und nicht so langfristig.

00:13:12: Weshalb so wirkmächtige Änderungen wie dieser KI-Wettbewerb, der ja gar nicht gewollt war aber dann eben entstanden ist wo es jetzt nur noch um Zeit geht plötzlich Dinge ändert.

00:13:24: Und zwei Sachen sind mir da aufgefallen.

00:13:28: also zum einen haben Google-Leute gesagt, dass sich jetzt natürlich an einigen Standorten die Energiemenge nur über Gas erreichen können.

00:13:39: Selbst die Stromnetze geben das nicht her.

00:13:41: Man muss also Selbstversorgung machen und man muss die Gasnetze nutzen.

00:13:46: Dann sagen die mir aber wir brauchen dabei so Rechenzentren einen Gigawatt.

00:13:51: Also stellen wir da zehn Standardgaspicker hin?

00:13:56: Und die Fragen zu Recht, warum baut ihr denn in Europa oder Waldbauen diese komischen ein Gigawatt hoch komplizierten Gaskraftwerke?

00:14:05: Wie das Spezialprojekte viel zu teuer und dann dauert es zehn Jahre und sowas macht ihr da eigentlich.

00:14:12: Dass man die Anschlüsse nutzt und die Flächen nutzt ist ja schön aber wir würden da zehn Standardpicker hinstellen und nicht so ein komplexes Ding bauen.

00:14:22: Nur als Antwort gehabt, naja man will die halt H-Zwei ready machen.

00:14:28: Das wird mit diesen Gaspeakern wahrscheinlich schwierig und da sind wir wieder bei dem Thema.

00:14:33: also wenn ich jetzt davon ausgehe dass die H-zwei betrieben dann irgendwann in so ein hundert Prozent Energiesystem reingehen und H zwei dann der große Stromspeicher wird was sich auch noch ein bisschen vorsichtig handeln würde Dann sind wir wieder bei den Folgen.

00:14:48: Wenn ich das mit hundertprozent plane, dann lege ich heute eben tatsächlich Dinge fest wie diese Gaskraftwerke mit dieser Auslegung und dieser Spezifikationen

00:14:59: usw.,

00:15:00: die eigentlich vierzig-sechzig Jahre funktionieren müssen.

00:15:03: Und da sage ich einfach aus Managementtheorie – das ist ein Wahnsinnsrisiko wenn mich Entscheidungen treffe, die so lange funktionieren müssten.

00:15:11: Da sollte ich wirklich überlegen muss sich diese Entscheidung treffen?

00:15:16: muss ich diese Fristigkeit eingehen oder kann ich das nicht anders machen?

00:15:20: Da sagen die Google-Leute eben, dass müssen wir jetzt machen weil wir müssen das sofort haben.

00:15:27: Zugleichs sagen sie aber auch, es ist uns viel zu teuer und das sogar in diesem gasbilligen USA werden die dann parallel planen die Rechenzentren zukünftig über Photovoltaik und Batteriespeicher zu versorgen.

00:15:42: Und in dem Bereich, das wird den deutschen Medien kaum berichtet haben sie sogar Unternehmen übernommen.

00:15:48: Also nicht irgendwelche Strom-Versorgungsverträge in Zukunft die vielleicht über SMRs oder sowas, die haben Sie auch möglich sind, sondern da haben Sie wirklich als Konzerttochter jetzt aufgebaut ein eigenes Unternehmen dass PVParks entwickelt und mit Batterietechnologien Vierundzwanzig Sieben lieferfähig ist.

00:16:09: Parallel entwickeln sie spezielle Rechenzentren und KI-Mechanismen, um das Rechencentrum direkt nach der Sonne zu steuern.

00:16:18: Also ganz innovative Themen und so geht man eben mit dieser ja im Management zwischen kurzer und langfristiger Entscheidung um was Google Leute typischerweise relativ gut können.

00:16:32: Das sehen wir jetzt.

00:16:33: also strategisches Management ist da excellent.

00:16:38: Also das sind wirklich diese beiden absolut konträren Mechanismen, die ich wahrnehme und Beispiele, wie man da als ein Unternehmen seine Energieplanung im Prinzip in den nächsten sechzig Jahren oder eben gesamter Staat macht.

00:16:55: Das ist wirklich strategisches Management um.

00:16:57: bei uns sehe ich Folgen von dieser Hundertprozent-Debatte, die sowohl verlangsamen ... vielleicht nicht mal zwanzig Jahre wirklich klug sind.

00:17:11: Ja, ein guter Punkt von Google oder alle großen IT-Unternehmen in den USA... ... die gehen ja auch dann dahin wo die Energie ist.

00:17:20: Dann brauche ich das Rechenzentrum halt eher in Texas oder Kalifornien,... ... wenn ich dann die Sonne nutzen kann.

00:17:26: da sind die Sonnenstunden und die Erträge von von der Voltaik noch einmal ganz anders,... ... als wir es hier in Mitteleuropa haben.

00:17:33: aber die gehen einfach dahin, wo die Energie ist, wo auch das Netz ist.

00:17:35: ... und setzen dann im Salz auf die Grüne Wiese das nächste Rechenzentrum an.

00:17:39: Meta geht so vor, Apple geht so fort,... ... Microsoft geht sovor... Und es ist ja wirklich ein Kampf um die Zeit.

00:17:48: Wer ist am schnellsten in der Weiterentwicklung?

00:17:51: Gut da kommt noch die ganze Regulaturik hinten dran, die wir jetzt in Europa haben.

00:17:55: Komplett anderes Thema an dieser Stelle aber zeigt ja wie ein marktliberales System bei dem der Staat nur sagt KI Die Chinesen machen das anders, hat Staat nicht gelenkt.

00:18:08: Aber auch strategischer Fokus auf der Entwicklung der künstlichen Intelligenz als Schlüsselthema für die strategische Sicherheit eines Landes – bei der Geopolitik.

00:18:19: und dann haben wir das ganz große Bild.

00:18:22: Man sieht ja wie diese ganzen Aspekte zusammenhängen und diese Zusammenhänge darzustellen.

00:18:27: Wobei ich dann immer noch sage, da ist vielleicht der Blick auf Deutschland zu klein.

00:18:31: Wir müssen uns zumindest mal europäisch lösen und auch die Heterogenität in Europa lösen weil es kein deutsches Problem ist.

00:18:37: als Deutschland können wir sich lösen.

00:18:39: Wir brauchen dann eine europäische Lösung und das sind natürlich durch die ich sage mal verschiedenen Prioritäten in einzelnen Ländern nicht immer einfach kann aber auch ein großer Vorteil sein.

00:18:50: Ein Punkt noch ganz kurz was Sie gerade erwähnten diese SMRs also Small-Modular Reactors.

00:18:56: Wie stark sind denn die großen IT-Unternehmen da hinterher?

00:18:59: Denn als Physiker muss ich sagen, ja gut einen kleinen Atomreaktor zu bauen ist technisch machbar.

00:19:07: Kann aber also aus wirtschaftlicher Sicht ein sehr großes Fragezeichen dann machen dass sie sinnvoll zu betreiben sind über die Laufzeit.

00:19:18: Aber wie stark sind da so Unternehmen wie Google hinterher?

00:19:21: oder ist das nur eine strategische Diskussion.

00:19:24: Wenn die da sind, nehmen wir sie.

00:19:25: wenn sie nicht kommen lösen was anders.

00:19:27: also ist quasi nur eine Option unter vielen.

00:19:30: Ja auch da klassische Strategie.

00:19:35: also man muss sich nur anschauen in welche Art und Weise gehen die in diese verschiedenen Energietechnologien.

00:19:43: das sind China übrigens genauso.

00:19:44: Also die strategische Handlungsweise ist in den USA sicherlich sehr stark geopolitisch beim Staat, aber ansonsten sehr stark bei den großen Unternehmen.

00:19:56: Und in China wird es halt anders gemacht, aber beide strategische Ebenen werden wirklich sehr gut bedient.

00:20:01: Das muss man ganz klar sagen und natürlich wird man als Strategie an der Stelle zwei Dinge tun.

00:20:08: also zu meinen ist die Idee dass man gerade Energieplanung auch geostrategisch überlegt keine schlechte.

00:20:15: das sollten wir inzwischen verstanden haben und man Irgendwie realistisch ist wirklich liegen lassen.

00:20:23: Strategie ist ja immer, dass ich schon in allen Bereichen tätig bin.

00:20:28: Die Frage ist nur mit welcher Intensität und mit welchen Instrumenten?

00:20:32: Jetzt sind die Instrumente bei diesen SMRs, bei den US-Unternehmen völlig klar.

00:20:39: da wird Risikokapital von Dritten gesucht.

00:20:42: Sie gehen mit eigenem Risikokapital nicht nennenswert rein, teilweise gar nicht.

00:20:47: Also Google gar nicht.

00:20:48: bei Microsoft ein bisschen Kleingeld.

00:20:52: Ansonsten wird das eher genutzt um Risikkokapitel von anderen zu suchen die diese Startups finanzieren und man sichert die Startups mit Strombezugsverträgen ab.

00:21:04: Das heißt wenn der Startup gelingt dann darf es den Strom auch liefern und dann wird der Konzern das auch abnehmen fallen.

00:21:13: Das heißt Risiko gehen die an der Stelle keins ein.

00:21:17: Kein eigenes, null.

00:21:19: Zugleich wie Sie richtig sagen erkennen sie die momentan eigentlich auch am leichtesten skalierbare und größere und günstigere Energie ist die Sonne mit Batteriespeichern.

00:21:31: das ist weltweit wenn wir jetzt mal sagen vierundzwanzig kreuz sieben lieferfähiges Kraftwerk ist die Kombination aus Photoholtaik und Batterie Speicher das absolut günstige und auch zuverlässigste.

00:21:43: Und da gehen die hin mit der einfachen Erkenntnis, Energie landesweit zu transportieren ist schwierig, Datenlandeswahl zu transportierendes einfacher.

00:21:55: Also gehen die Rechenzentren zur Energie und die Daten zu den Nutzern viel simpler als umgekehrt.

00:22:01: Das ist die Zukunft.

00:22:02: und da sieht man eben bei konkreten Rechencentrums Projekten wo ja alleine pro bei Google pro Jahr, zweihundert Milliarden reingehen.

00:22:14: Also wo wir in die Rechenzentren gebaut, da geht das Geld hin.

00:22:18: und auch bei den unternehmerischen Aktivitäten also Beteiligung eigenes Geld sogar eigene unternehmerische Aktivität geht es auch in diese PV plus Batteriespeicher Technologien und zwar bei allen.

00:22:32: Insofern muss man einfach schauen.

00:22:35: bisschen traurig, wenn dann isoliert irgendwelche Projekte genannt werden.

00:22:39: Also hier ist mal wieder irgendwas mit SMRs gemacht worden oder da soll ein Kernkraftwerk reaktiviert werden.

00:22:45: Das kann man ja machen und diese Nachrichten sind auch nicht immer vollständig richtig aber überwiegend begründet sagen wir es mal so.

00:22:54: das ist aber keine Einordnung.

00:22:56: Wenn ich dann drüber schreibe Google setzt auf oder sowas, dann muss ich mir natürlich die Sammlstrategie anschauen und ist völlig klar Das, was machbar ist und klar bewährte bei ist das sind eben diese pvm-Batterie Kraftwerke.

00:23:09: Und da geht es auch hin.

00:23:11: Das mag sich ändern wenn die SMRs dann super funktionieren.

00:23:16: Es ist aber nicht zu erwarten.

00:23:17: also da gebe ich ihn völlig recht.

00:23:19: Da kann ich dem Physiker als Ökonom noch beispringen und sagen Wenn ich mir die Kalkulationen anschaue Dann wird er irgendwas von industrieller Skalierung behauptet.

00:23:30: der ökonomische Hintergrund, weshalb man sagt ich mache die jetzt kleiner.

00:23:35: Interessante Bewertung.

00:23:37: ja die Anlagen mussten früher ökologisch immer größer werden damit sie sich rechnen.

00:23:43: das hat irgendwie so überhaupt nicht funktioniert.

00:23:46: Jetzt sollen sie kleiner und skalierbar werden damit Massenproduktion möglich ist.

00:23:51: also was man ökономisch unter Skalierbarkeit und Massen Produktion versteht, das ist in diesen Tabellen einfach nicht zu sehen.

00:23:59: Und da sage ich dann umgekehrt wenn du jetzt hier wirklich Skalierung willst und wirklich Massenproduktionen müsstest du Stückzahlen erreichen.

00:24:06: die sind vollkommen unrealistisch und dann ist die Technologie natürlich eben doch nicht so nah an einer Fertig-Pizza wie das da häufig.

00:24:15: Ja ja schönes Bild

00:24:18: also das glaube ich ökonomisch auch nicht aber Wir werden es abwarten, um nicht zu viel zu sagen.

00:24:26: Also in China ist das genauso.

00:24:28: Es spielt natürlich auch in China eine Rolle in den chinesischen Planungen aber eine absolut vernachlässigbare.

00:24:35: Das schaut man sich halt an und lässt das so ein bisschen.

00:24:39: Man will das nicht verpassen wenn's doch funktioniert.

00:24:41: Aber von der Risikostreuung ist das unter Ferner liefen?

00:24:49: Lassen Sie uns kurz über China sprechen, vielleicht noch die Ergänzung.

00:24:54: Wir sehen ja was in Texas und in Kalifornien passiert also zwei Bundesstaaten, die ja auch in sich komplett unterschiedlich strukturiert sind.

00:25:02: Texas sehr marktliberal, Kalifornin ist doch stark reguliert oder immer ein bisschen immer an Europa nicht ganz so.

00:25:10: aber ich glaube das passt ganz gut.

00:25:14: Und beide setzen halt auf Batterie als Großbatteriespeicher und konnten jetzt ja die Gaskraftwerke ersetzen durch große Batterien, um dann diesen Abendpik, den man bekommt wenn die Sonne untergeht, die Last noch hoch ist zu setzen.

00:25:31: Um damit auch den Strompreis zu reduzieren.

00:25:33: Gerade das was wir in Deutschland als großes Problem haben dass wir am Nachmittag wenn die sonne weg geht die Gaskraftwerke anschmeißen müssen, um den Strom bereitzustellen bis dann die Last fällt.

00:25:44: Das ist in den USA ein komplett Markt getrieben also ohne Vergütungsförderung, das frühestens im Steuervorteil der Amerikaner agieren ja anders erreicht worden.

00:25:55: Also man sieht es funktioniert und zeigt wenn es in so einem marktliberalen System funktioniert dann muss es auch in Europa funktionieren können Wenn wir den Markt da mal freier agieren lassen und nicht durch eine klassisch-europäische Überregulierung in seiner Entwicklung bremsen.

00:26:12: Das können wir ja gut erstmal alles aufschreiben, was so geht.

00:26:16: Vielleicht jetzt zum Thema China weil sie es gerade schon mehrfach angesprochen haben.

00:26:20: das große Thema Aberchina größter Invitent von Treibhausgasen deutlich mittlerweile auch vor den Vereinigten Staaten heißt immer auch China setzt auf Kohle.

00:26:30: Ja, fünfzehn Prozent des Stromes kommt noch aus Kohle.

00:26:33: aber wir beobachten Der Emissionspeak ist jetzt erreicht.

00:26:36: Ich glaube, das ist fünf Jahre vor Plan der chinesischen Regierung.

00:26:39: Ich glaub die wollten erst im Jahr zwanzig dreißig den Peak erreichen.

00:26:42: da sind sie heute schon weil die und ich drücke mal ruhig auf das Polymisch aus wie die wahnsinnigen Photovoltaik und auch Windenergie ausbauen Aus verschiedensten Gründen.

00:26:54: es ist die günstigste Energiequelle haben Sie gesagt also PV wind gehört genauso dazu.

00:26:58: Und dann ein weiterer Punkt.

00:27:00: da sehen wir jetzt ja gerade durch die Sperrung der Straße von Hormuz, dass China natürlich immer noch von fossilen Importen abhängt.

00:27:08: Die sind größte Kohlförderer der Welt müssen trotzdem noch auf dem Weltmarkt Kohle zukaufen weil es nicht reicht.

00:27:15: das Öl aus der Strasse von Homuz geht primär nach Asien Indonesien Japan aber auch nach China und das ist eine Abhängigkeit die China geopolitisch los werden will

00:27:29: um

00:27:29: nicht im Spielball zu sein der Geopolitik vor allem der Vereinigten Staaten.

00:27:35: Also von daher hat China da strategisch schon, Sie haben es ja erwähnt, vor etlichen Jahren die richtigen Weichen gestellt und sagen wir machen alles selber, wir machen auch die komplette Prozesskette was Sodamon und Pulsarien.

00:27:47: Wir machen alles!

00:27:48: Ich kenn's doch aus Deutschland, wir haben die früher als ich an der PV-Branche war Diese Solarfirmen, also die Module gebaut haben wir etwas dispektierlich Laminierboden genannt weil die Zellen gekauft und aus den Solarzellen dann Modul gebaut haben.

00:28:01: Das ist der letzte Schritt der kompletten Kette.

00:28:03: Die Chinesen fördern das Lithium und haben den ganzen Prozess im Griff und können da auch entsprechend skalieren.

00:28:10: Also von daher Aber China muss man sagen genau aber China guckt doch dahin macht es nach oder wie sehen sie das?

00:28:17: Ja Also an der Stelle, da könnte man eine ganze Sendung daraus machen und es wäre auch wirklich sogar sinnvoll das mal zu tun.

00:28:27: Ich kann nur jedem empfehlen... Ist notiert!

00:28:28: Das ist notiert.

00:28:30: Machen wir mal.

00:28:32: Sehr schön!

00:28:32: Ich kann jedem nur empfehle sich vor allem mit dem System Chinas überhaupt zu befassen.

00:28:37: also rein methodisch wie funktioniert dieses System?

00:28:41: Und ich will jetzt gar nicht auf die Bewertungsebene, ist das mit unseren europäischen Werten vereinbar.

00:28:46: Das ist eine Autokratie

00:28:48: etc.,

00:28:48: da gibt es überhaupt keinen Zweifel.

00:28:50: und in dem politischen System Leben wird ein Europäer wahrscheinlich nur ungern.

00:28:56: aber es funktioniert ja hervorragend.

00:28:58: Die haben's ja nun geschafft innerhalb von zwanzig Jahren, fünfzwanzig jahren aus einem Schwellenland Sogar Versorgungsprobleme bei der Ernährung und bei der Energiehattebus, also wirklich Hunger auf dem Land gab.

00:29:12: Und bitter Stamot zum vielleicht jetzt schon größten Wirtschaftsraum zu werden.

00:29:21: Das darf uns sich schon mal anschauen das wird wahrscheinlich kein Zufall sein.

00:29:25: diese Leistungen.

00:29:29: Da kann man eben auch lernen wie Strategie geht und warum Entscheidungen getroffen werden.

00:29:34: China ist in dem Bereich, was Sachentscheidungen betrifft.

00:29:38: Nämlich eine Technokratie, keine Autokratie.

00:29:41: und diese Technokratie ist ganz bewusst und ganz systematisch aufgestellt worden.

00:29:47: Und zwar deshalb weil man aus der Mao-Zeit bitter gelernt hat, was Autokratien anrichten können wenn sie sich über Physik und Realität hinweg setzen und einfach glauben, man könnte die Realität anordnen.

00:30:02: Das haben die tief gelernt und bitte erfahren.

00:30:05: Und deshalb funktioniert es so gut, weil sie genau das nicht mehr machen.

00:30:09: Da kann man als Demokratie auch einiges draus lernen, weil die Entscheidungsprozesse extrem strategisch, wissenschaftlich interdisziplinär Meinungsvielfalt einholt und sehr, sehr gut orchestriert sind.

00:30:24: Will das gar nicht im Detail erläutern?

00:30:27: Ich kann nur empfehlen... trotzdem mal zu studieren, weil niemand muss überrascht sein was daraus kommt.

00:30:34: Das wird in Papers der entsprechenden Institute und der wissenschaftlichen Begleitung teilweise acht bis zehn Jahre vorher schon publiziert.

00:30:47: also die Vorüberlegung kann man sehen.

00:30:49: das ist auch die Langfristigkeit mit der die Pläne entstehen Und in diesen Papers sieht man dann relativ schnell dass sich das konkretisiert.

00:30:58: Wenn der Staatspräsident ein Grundsatz reden hält, wo er sagt ich will bis zu zweizig-sechzig klimaneutral werden.

00:31:05: Dann ist das vorbereitet und dann darf man davon ausgehen die Erwartung ist es dass vor zwanzig sechzig ist und wird dann auch nicht fünf Jahre später einkassiert oder zehn Jahre später.

00:31:17: Das hat Fundament wenn das gesagt wird Und wenn das nicht funktioniert, wenn der Staatspräsident das revidieren muss dann hat das ernste Konsequenzen im ganzen Apparat.

00:31:29: Genau deshalb funktioniert es auch nicht.

00:31:31: Der ist nämlich komplett auf Ergebnis und auf Erfüllung der Ziele programmiert – komplett!

00:31:37: Daher sind das bunten politischen Aussagen, die vielleicht ein paar Jahre später anders sind.

00:31:43: Das darf man sich auch mal anschauen.

00:31:45: Diese Mehrjahrespläne und diese Grundsatzreden des Staatspräsidenten über die Staatsziele, die sind absolut kontinuierlich.

00:31:53: Die werden natürlich weiterentwickelt aber sie sind kontinuerlich und die werden eingehalten und erfüllt.

00:32:00: Es ist eben auch kein Zufall weil das von den Plänen und der Analyse alles tief hinterlegt ist.

00:32:06: Dieses Klimaziel, Zwarzi-Sechzig steht nach wie vor drin.

00:32:10: Und das werden die wahrscheinlich sogar überfüllen.

00:32:14: Dahinter stehen aber andere Überlegungen.

00:32:16: Das was wir hier behaupten dass Klimawandel oder Klimaschutzmaßnahmen zu teuer sind und es ist ein wirtschaftlicher Konflikt ist und so.

00:32:27: Das ist in China nie überlegt worden weil seit vierundzwanzig Jahren hat vor allen Dingen Wirtschaftswachstum Priorität Und die Vorgaben und die strategischen Ziele sind schlicht beides zu erreichen.

00:32:41: Ich will Klimaneutralität, ich will Wirtschaftswachstum und ich will viele Ziele mehr.

00:32:47: Die sind zu vereinen.

00:32:48: so geht eben strategische Planung.

00:32:50: da kommt dann unter anderem auch aus dass man sich überlegt mit welchen Technologien mache ich das?

00:32:57: Wie schaffe ich es, dass das wirtschaftlich ist?

00:32:59: Da ist dann das Fundament diese Schlüsselindustrie zu erreichen Batterietechnologie, Photovoltaik und E-Mobilität nutzen um klimaneutral zu werden.

00:33:12: Und ich will zugleich Weltmarktführer in diesen Technologien werden.

00:33:18: Ich nutze diese Technologin weil ich effizienter werde.

00:33:22: Ich Nutze diese technologen weil ich von zu teuren fossilen Energien weg komme.

00:33:28: Ich Nutzte diese Technologie weil sie mich Energieautark

00:33:31: machen

00:33:32: und von den globalen Märkten unabhängiger machen.

00:33:36: Da sieht man, dass diese Technologien deshalb gewählt wurden weil sie auch sehr viele verschiedene Ziele einzahlen nämlich Wirtschaftswachstum Autarki.

00:33:47: das stand schon vor zwanzig Jahren in dem Plänen drin.

00:33:51: Schlüsselindustrie entwickeln Ökosysteme entwickeln und klimaneutral werden Das ist alles vereinbar wenn ich es strategisch plane.

00:34:00: Daher ist weder die Wahl dieser Technologie ein Zufall, noch ist das irgendwie ein Konflikt zwischen diesen Zielen sondern die Löse.

00:34:11: Was mich da so ein bisschen wenn man nochmal die Historie bemüht und mal so die Artikel aus den neunzehnten Achtzehrjahren sich anguckt?

00:34:19: Da war ja Japan die große Aufstremination im Elektroniksektor, da haben die Japaner... Bereich der Unterhaltungselektronik, das was bei der Bevölkerung am ehesten zu sehen ist.

00:34:33: Komplett ihren Fokus drauf gesetzt haben dann auch klares Ziel gehabt, Weltmarktführerschaft, deutsche Unternehmen gekauft übernommen und einkassiert.

00:34:45: Wenn man sich die Artikel von damals anguckt in den Zeitungsarchiven und vergleicht mit dem, was wir heute so ließen und sagen ersetze Japan durch China, Das, was für die deutsche Sicht ist sehr ähnlich.

00:34:57: Die Angst oh Gott.

00:34:58: jetzt ist der Wirtschaftsstandort Deutschland verloren.

00:35:01: Jetzt kommen die Japaner damals, jetzt kommen die Chinesen heute und machen alles platt obwohl wir uns als Deutsche ja trotzdem sehr gut gehalten haben in dem Wettbewerb der Volkswirtschaften.

00:35:13: ganz im Gegenteil dieser Untergangsstimmung, die damals war und auch heute immer noch ist nach dem Motto die chinesischen Elektroauto Hersteller dominieren den Markt und die deutschen Automobiliersteller werden dann verschwinden, also so einfach ändern sich ja dann Industriezweige auch nicht.

00:35:30: Auch wenn sie im Moment klar unter Druck sind.

00:35:33: Wobei da noch eine Rückfrage... Die chinesische Regierung unterstützt natürlich diese Schlüsselindustrie massiv durch Subventionen oder wenn es Privatunternehmen sind anders als wenn es dann auch staatlich Unternehmen sind.

00:35:46: Profitabel sind die Großunternehmen ja alle nicht.

00:35:48: Also wenn man mal das Beispiel der großen Automobilhersteller nimmt, die Elektroautos bauen, also Geld verdienen sie nicht, meinest du die KI-Unternehmen?

00:35:55: auch alle noch nicht?

00:35:57: Aber ist das eine Wette dass es gut gehen wird, der technische Regierung nach dem Motto Das ist der Weg und dann wird es sich langfristig auszahlen ähnlich wie jetzt in West in Startup wird schon passen oder droht uns da vielleicht perspektivisch und dann mit globalen Verwerfungen auch ein Problem, wenn sich die Welt dann doch anders entwickelt.

00:36:18: Also wie groß ist das Risiko?

00:36:20: Dass China vielleicht eine falsche Entscheidung getroffen hat.

00:36:24: Kann man das einschätzen?

00:36:25: Ich

00:36:26: glaube dass das Risikof für China geringer ist als für den Rest der Welt.

00:36:30: Ja es ist sicherlich Teil der Strategie.

00:36:36: Da hängen viele Fragen dran.

00:36:37: also zum einen was hier übersehen wird, ist dass diese Technologieentscheidungen zum einen sehr klar naturwissenschaftlich hinterlegt sind.

00:36:52: Dass sie erkennen das ich nicht nur... Das ist ein großer Unterschied zu Europa, dass sich nicht nur irgendwo ein Produkt sozusagen entwickeln muss sondern dass ich komplette Wertschöpfungsketten entwickeln dass ich auch Produktionstechnologien entwickeln muss, dass ich Lieferketten absichern muss.

00:37:15: Dass also bis so ein Endprodukt wie ein E-Auto mit einer Batterie etc.

00:37:20: dasteht natürlich unglaublich viele Technologien auf der Strecke brauche.

00:37:25: Robotik

00:37:26: etc.,

00:37:27: etc.

00:37:28: Und das ich die komplett erschließen muss um erfolgreich zu sein und um Weltmarktführer zu werden.

00:37:37: Was auch übersehen wird, ist der unfassbare Automatisierungsgrad, der an dieser Stelle erreicht wird.

00:37:45: Und zwar entlang der kompletten Wertschöpfungskette.

00:37:49: Wir haben ja hier teilweise noch das Bild, dass China irgendwie sehr billig arbeiter ist.

00:37:54: Die verlängerte Werkbank existiert ja auch noch aber entsteht was völlig Neues.

00:38:00: Wenn ich jetzt relativ simple ökonomische Bewertungen von Kapazitäten und Überkapazitäten, dergleichen Sie eben.

00:38:09: Dann wird dieser Automatisierungsgrad leider nicht wirklich berücksichtigt.

00:38:14: Das ist ein Riesenunterschied.

00:38:16: ob ich eine gesamte Wertschöpfungskette habe die enorm automatisiert ist und die eine theoretische Gesamt-Output Menge hat vom X Die ich aber zu Grenzkosten auch noch auf zwanzig Prozent runterfahren kann und dann verdient die in Grenzkosten immer noch Geld.

00:38:37: Versus ganz komplizierter Wertschöpfungsketten, wo der Output hinten nur auf achtzig Prozent singt dazwischen Lieferketten brechen Werke geschlossen werden müssen Unternehmen in die Insolvenz gehen und ähnliches.

00:38:53: Ich kann hier nur empfehlen einfach mal Das hat eigentlich Jeff Bezos mit Emerson ein bisschen populär gemacht.

00:39:01: Zwischen Profit und Auslastung und ähnlichen.

00:39:05: auf der einen Seite klassische Ökonomie, während Bezos ja gesagt hat mich interessiert nur der Cash Flow.

00:39:11: Und solange der Cash flow prima ist um positiv ist investiere ich den im übrigen in Wachstum und habe auch kein Problem Weshalb ja Emerson lange Zeit mit KGVs von sechshundert und sowas gehandelt wurde, Verluste gemacht hat.

00:39:27: Mit den gleichen Kriterien, mit denen heute China bewertet wird hätte man Emerson und hat man damals ja als völlig unprofitables Unternehmen.

00:39:37: Und ich widerspreche insofern auch der Aussage und der Bewertung dass diese E-Autohersteller kein Geld verdienen.

00:39:42: die sind alle cashflow positiv Und die können auch mit enorm schnell skalieren, ihre Outputs.

00:39:49: Diese PV-Fabriken auch enorm schnell eskalieren und diese sind alle cashflow positiv.

00:39:55: Die sind alle relativ gut aufgestellt.

00:39:58: Ich war da auch ein bisschen vor der Sicht dass das alles nur durch Subventionen passiert.

00:40:02: Der eigentliche Mechanismus, der das so erfolgreich macht ist ein anderer.

00:40:07: Das sind nämlich diese fünf Jahrespläne Und dieser Mechanismus heißt eigentlich nichts anderes als maximale Planungssicherheit.

00:40:15: Sobald in den fünf Jahresplänen steht und die besser informierten Wissen, das er vier Jahre vorher ist vollkommen klar, da sind bestimmte Ziele ausgegeben und konkrete Maßnahmen, die auch ausrollen – dass es ein Rollout-Plan ist, kein Strategieplan, sondern ein Roll out.

00:40:31: Da nehmen sie die Schaufeln in die Hand und es geht los!

00:40:35: Ist vollkommen klart?

00:40:36: Das wird kommen und alles andere wird nicht kommen.

00:40:40: Das ist auch sehr gut überlegt, dass es fundiert und danach kann ich mich ausrichten.

00:40:46: Das heißt das was wir bei uns mit Fördermaßnahmen machen und mit gesetzlicher Regulierung rund um sozusagen die Aktivität von Unternehmen und auch Konsumenten in eine bestimmte Richtung zu lenken, das ist damit diesen fünf Jahresplänen so umfassend gelungen, dass alleine diese Maßnahme ... unfassbar wichtig ist, während so Fördermittel und dann gesetzliche Feinregulierungen... ... vergleichsweise schwach sogar wirken.

00:41:16: Das Fundament ist eigentlich diese strategische Vorgehensweise,...

00:41:20: die

00:41:21: Konsumenten- und Unternehmen-, die gesamte Wirtschaft...

00:41:25: ...so

00:41:25: stark kanalisiert.

00:41:28: Das ist viel wichtiger als die Frage ob ich jetzt hier irgendwo noch eine Elektroautoförderung oder sonst irgendwas machen?

00:41:36: Dann!

00:41:37: Zum Abschluss die Frage wieder zurück nach Deutschland.

00:41:42: Was müssen wir denn tun?

00:41:44: Die Energiewende jetzt in Deutschland läuft ja, was den Ausbau der Neuerbahnen angeht relativ gut.

00:41:50: Fotogrotat läuft sehr gut und auch da hängen wir noch hinter den Zielzahlen hinterher.

00:41:55: Da müssen wir bis zum Jahr im Jahr bis zu einem Jahr einen guten Zwarzentig Gigawatt pro Jahr zubauen.

00:42:05: Die Windenergie hat sich auch wieder berappelt, nachdem die Regulatorik doch deutlich vereinfacht worden ist.

00:42:13: Bei den Batterien gibt es viele Pläne.

00:42:15: da hakt das dann noch an vielen regulatorischen Hürden auch weil's keine neue Technologie aber der Einsatz ist neu d.h.

00:42:22: Da ist auch viel Sorge oder Angst im Markt und dann wollen sicherlich auch die alten Industrien die alten Energieversorgungsunternehmen ihre Fründe noch schützen, solange es geht und auf das Fossile setzen.

00:42:35: Aber was müssten wir jetzt in Deutschland tun?

00:42:37: Um zu sagen, guck mal ein USA läuft es, in China läuft es.

00:42:41: Lass uns doch jetzt in Deutschland, streiche ich in Europa auch diesen auf dieser Welle mitreiten welche Maßnahmen sollten und müssten wiedergreifen.

00:42:52: kann man da so zwei drei rauspicken die dieses achti prozent schneller erreichbar machen besser erreichbaren machen?

00:43:01: ja kann man und die kurze Antwort ist endlich die richtigen Themen finden.

00:43:08: Und auch richtig adressieren.

00:43:10: in den frühesten fünf Jahresplänen von China steht drin, dass die wichtigste staatliche Aufgabe und die Voraussetzung für alles was in der Wirtschaft basiert Infrastruktur ist eigentlich.

00:43:23: Das stand schon vor hundert Jahren in VWL Lehrbüchern.

00:43:27: das heißt das Thema, das wir in der Öffentlichkeit diskutieren müssten Weil es auch ein Thema ist, dass der Staat leisten muss wo die Öffentlichkeit und die Wähler ja den größten Einfluss haben.

00:43:37: Und eigentlich auch die Oberaufsicht sind unsere Stromnetze und sonst gar nichts.

00:43:44: Und da sind wir ganz besonders schlecht aufgestellt alleine schon deshalb weil wir fast tausend Stromnetz Betreiber haben also Unternehmen die interagieren und weil wir uns in Deutschland leisten das wir seit zehn Jahren Strom-Entwicklungspläne haben, die wir irgendwie im Rahmen von zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent erfüllen oder anders ausgedrückt.

00:44:08: Fünfundsiebzig bis achtzig Prozent dessen was wir laut Bedarfsplanung, die ja fundiert ist, die von Experten entwickelt wird bauen wir gar nicht und das ist meines Erachtens das einzige Thema dass wirklich in die breite Öffentlichkeit gehört.

00:44:25: Warum werden diese Netze nicht gebaut?

00:44:27: Und wie können wir diese Netzer auch insbesondere natürlich digitalisieren und modernisieren.

00:44:33: Wenn die Öffentlichkeit in ihrem Zusammenwirken mit unserer Politik und unserem Staat das erreicht, ist alles fein weil alles andere ist Sache von Unternehmen.

00:44:42: wenn Infrastruktur da ist dann sehr unternehmen und Konsumenten in der Lage dieser Infrastruktur zu nutzen und man kann das auch im ordentlichen Wettbewerb passieren.

00:44:52: Das ist im neuesten fünf Jahresplan von China eins der obersten Ziele der Ausbau der Netze.

00:44:59: Und diese Netze werden in China im Übrigen so gebaut, dass sie sich ohne Kraftwerksleistung komplett digital nach Wind und Sonne ausrichten.

00:45:09: Das heißt dieses ganze Thema Trägheiten und Stabilität vom Stromnetz wird da komplett digitalisiert mit moderne Leistungs-Elektronik und das ist wieder so eine der Technologien, bei denen China Weltmarktführer werden will.

00:45:23: Dann können wir auch sehr viel lernen.

00:45:26: Wir haben nämlich in Europa eigentlich zwei Unternehmen die sehr gut aufgestellt sind.

00:45:31: Das eine ist Siemens Energy Die in dem Bereich sehr gute Produkte anbieten Und auch hervorragend aufgestellt sind, die teilweise sogar in China benötigt werden weil die Chinesen das selber noch nicht können.

00:45:43: Und wir hatten mal ABB, das ist leider an China verkauft worden.

00:45:47: Also diese Sparte ist an China verkauft worden und an Koreaner.

00:45:51: Hier könnten wir eigene Industrien aufbauen und eigene Technologien entwickeln wenn diese staatlichen Infrastrukturmaßnahmen denn einmal kommen.

00:46:00: Diese dumme Diskussion kann man mit Flatterstrom eine Industrie-Nation betreiben.

00:46:05: im aktuellen fünf Jahresplan von China steht drin dass das passieren wird.

00:46:12: Wenn der Staat da seine Aufgabe macht, die Öffentlichkeit reagiert hätten wir hier ein Feld wo wir technologisch sehr gut aufgestellt sind und wo wir genau diese Strategie auch umsetzen können.

00:46:23: als ein Beispiel.

00:46:24: Der zweite Punkt ist das in China erkannt wurde dass mit PerosKit TV eine fast disruptive Technologie für den PV Sektor ansteht bisschen mehr Effizienz rausholt, die aber vor allen Dingen bei Rohstoffbedarf und bei Energiebedarf um bei Produktionstechnologie fast alles was da heute steht.

00:46:53: Jetzt muss man sich anschauen wie reagiert ein Land wie China darauf?

00:46:56: Weil die haben weltweit die größten PV Produktionskapazitäten und bauen das meiste ins Feld.

00:47:02: Ein Gigawatt pro Tag bauen sie Und da kommt diese Technologie, die eigentlich sämtliche Fabriken und alles was im Feld steht gefährdet.

00:47:13: Weil wenn diese Technologie sich durchsetzt ist das alles hinfällig.

00:47:19: Da gibt es aber nicht die politische Debatte wir haben hier den hoch hocheffizienten TV's und müssen das unbedingt erhalten sondern im fünf Jahresplan steht drin.

00:47:28: Diese Technologie wird das alles ändern und die wollen wir besetzen.

00:47:35: Das wiederum ist natürlich für alle anderen, die eben diese Produktionskapazitäten noch nicht haben und im Feld noch gar nicht so viel stehen.

00:47:42: Haben eigentlich eine wunderbare Gelegenheit zu sowas was man Sprunginnovation nennt in dem man eben sagt da habe ich ja offensichtlich noch ein Feld wo die Chinesen nicht enteilt sind, bei dem sie zwar erkennen dann muss sich jetzt auch rein, noch in den Wettbewerb einzutreten.

00:48:04: Dasselbe ist bei Batterien mit anderen Rohstoffen, Natrium

00:48:07: etc.,

00:48:09: Langzeitspeichern.

00:48:10: also im fünf-Jahresplan stehen zwei Dutzend Technologien drin die irgendwas mit modernen Netzen, Netzsteuerung, Leistungselektronik neuer Photovoltaik, Batterietechnologien kurzfrist-, mittelfrist-, langfristspeicherung zu tun haben.

00:48:26: Die werden die Energiesysteme in den nächsten zwanzig bis vierzig Jahren umkrempeln Und die sind im Anfang.

00:48:36: Da sind wir gar nicht schlecht aufgestellt.

00:48:38: und wenn unsere Unternehmen nur die Chance haben, das zu tun indem der Staat einfach mal seine Infrastruktur Aufgaben macht dann müssen wir auch keine Sorge davor haben dass wir hier irgendeinem Wettbewerb ewig unterlegen sind.

00:48:54: Das wäre meines Erachtens die kurze Antwort auf die Möglichkeiten, die wir haben.

00:48:58: Die sind nämlich da.

00:49:00: Wir müssen nur die richtigen Themen identifizieren.

00:49:03: Ja

00:49:04: das heißt also... Wir wissen eigentlich genau was wir tun müssten.

00:49:07: Wir müssten es dann nur mal tun.

00:49:11: Bei den Netz- und Entwicklungsplänen sehen wir ja seit sieben Jahren hinterher.

00:49:18: klar dargestellt, in welche Richtung es geht und auch da heißt das nicht.

00:49:22: Wir müssen in zwei Jahren alle Netze gebaut haben, sondern wir müssten anfangen.

00:49:26: Wir entsprechen noch die ganze Zeit vom Konjunktiv.

00:49:30: Schwierigkeit ist sicherlich auch dass dann die verschiedenen Bundesregierung dann nochmal einen anderen Fokus setzen auf Dinge.

00:49:36: aber diese Aufgabe man sieht ja daran der Staat baut die Autobahnen Das ist eine Infrastruktur Aufgabe bei den Stromnetzen überlassen was den Unternehmen auch das bräuchten wir sicherlich.

00:49:47: staatliche Strukturierung des Ganzen, weil es halt auch endestags eine kritische Infrastruktur ist die dann idealerweise der Staat übernehmen sollte.

00:50:00: Meine Eisenbahn ist das gleiche.

00:50:01: auch da ist das Schiedennetz ist alles staatlich und ist ja nicht schlecht, das heißt immer ach der Staat ist ein schlechter Unternehmer Ja aber er muss ein paar Basisaufgaben übernehmen.

00:50:12: Abschlussfrage haben sie denn eher Positiv oder negatives Gefühl, wie sich die Energiewende in Deutschland entwickeln wird?

00:50:22: Ich fürchte dass wir bei genau diesem Thema Infrastruktur ein Kernproblem haben und wenn das nicht angegangen wird dann werden wir gar keine Chance haben auch wenn wir moderne Technologien nutzen die es woanders gibt oder die eben Siemens Energy bisher ja auch selbst liefert.

00:50:42: Ohne Infrastruktur geht's nicht Und das fällt uns von Jahr zu Jahr immer schwerer und immer mehr auf die Füße.

00:50:49: Also, es ist ein ganz klar adressierter Punkt der wie gesagt auch schon in alten VWL Büchern steht.

00:50:56: Wenn die Infrastruktur der bottleneck bleibt dann wird das nichts.

00:51:00: Deshalb diskutieren wir wirklich die völlig falschen Themen und ich finde es schrecklich dass sich die Öffentlichkeit gefallen ist wenn momentan die Politik ja sogar sagt die Netze und die die Netzkapazitäten geben vor was wir machen können Statt zu sagen die Anforderungen einer modernen Industriegesellschaft sind eben, dass die Netze das leisten müssen und da muss ich das als Staat auch in die Hand nehmen.

00:51:24: Da wackelt der Schwanz mit dem Hund.

00:51:26: Und es geht in der Öffentlichkeit durch statt riesigen Widerstand zu erzeugen.

00:51:32: Also wichtig wäre wirklich zentral diesen politischen Widerstand gegen die Infrastrukturmaßnahmen.

00:51:40: Der muss durchbrochen werden.

00:51:42: dann Die Maßnahmen, die sich daraus ergeben sind ja klar.

00:51:45: Man muss die Märkte entsprechend aufstellen und die Unternehmen entsprechend auf stellen.

00:51:49: entweder macht es der Staat oder das wird als... regulierte Monopole realisiert.

00:51:54: oder wie auch immer, das ist ja keine Raketechnik.

00:51:57: Aber sozusagen der Auftrag des Souveränes an die Politik.

00:52:01: ich will diese Infrastruktur haben und da sind wir ja noch nicht mal bei der Erzeugung.

00:52:05: mache ich das jetzt mit Kraftwerken, baue ich dann keinen Kraftwerk rein was auch immer.

00:52:09: Was da diskutiert wird es ist halt zweitrangig.

00:52:11: aber es muss einfach jedem klar sein ohne diese Verteilinfrastruktur, die auch digitalisiert werden muss.

00:52:17: Die Regelbarkeit sein muss und geht es nicht.

00:52:21: Wenn dieses klare Mandat an die Politik nicht kommt dann werden wir hier weiter hinterherlaufen.

00:52:29: das ist völlig klares Physik wie man so schön

00:52:32: sagt.

00:52:33: Da bin ich wieder bei Ihnen.

00:52:34: als Physiker muss ich sagen am Ende ist nur die Physik die Gewinne sowieso Immer und ich würde mir wünschen, dass in jedem Studiengang zwei Semester Physik mit drin sind.

00:52:43: Dann würden viele komische Entscheidungen deutlich geringer werden.

00:52:48: Also Auftrag ist klar.

00:52:50: Behalten wir mal im Blick ob die Politik das versteht?

00:52:53: Ich mache momentan ein kleines Fragezeichen daran wie die aktuelle Bundesregierung ihre Prioritäten setzt.

00:53:01: Viele Herausforderung aktuell aber das ist ein ganz klares Ziel und da hilft dann mal der Blick in die anderen Regionen dieser Welt.

00:53:08: Herr Specht, vielen Dank für diese ausführliche Diskussion.

00:53:11: Es waren sehr spannende Einblicke mit dem Blick von den Tellerrand und das Thema China.

00:53:16: Ich greife das nochmal auf.

00:53:17: also da können wir gerne noch mal länger drüber sprechen weil der Blick dahin auch bei allen Schwierigkeiten in einem autokratischen teils-diktatorischem System muss man auch ehrlich adressieren.

00:53:28: aber man kann auch glaube ich viel lernen und es ist eine sehr interessante Entwicklung.

00:53:32: Herr Spech, vielen dank.

00:53:35: Wir bleiben mit vollem Video.

00:53:36: Danke,

00:53:37: ciao!

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