#207 Energiekrise damals und heute
Shownotes
Die aktuelle Energiekrise zeigt verblüffende Parallelen zu den Ölkrisen der 1970er-Jahre. In Folge 207 von Klima und Kohle analysierte ich, wie die Bundesrepublik damals auf das OPEC-Embargo von 1973 und den iranischen Ölschock 1978/79 reagierte –- von Sonntagsfahrverboten und Tempolimits über Kernkraftausbaupläne bis hin zu den ersten Energieeinspargesetzen. Die Folge zieht Lehren aus einem Jahrzehnt der Krise und ordnet ein, was davon für den heutigen Umgang mit der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen relevant bleibt.
Shownotes
Zeitgenössische SPIEGEL-Artikel aus den Jahren 1973 bis 1980.
Erster Ölschock 1973/74
- Nahost-Öl: Die Krise dauert fünfzehn Jahre (Heft 1973/43) – Langzeit-Prognose vom Beginn der Krise, idealer Einstieg
- Ölkrise lähmt Konjunktur (Heft 1973/46) – Frühe wirtschaftliche Analyse
- Erdöl-Horoskop 1974 (Heft 1973/53) – Jahres-Ausblick, direkt vergleichbar mit heutigen Prognosen
- Wie lange reichen die Ölvorräte? (Heft 1974/04) – Peak-Oil-Debatte avant la lettre
- Bonn revidiert Energieprogramm (Heft 1974/17) – Politische Reaktion der Bundesregierung
- Benzin aus dem Reaktor (Heft 1974/21) – Debatte Atomstrom als Öl-Ersatz
- Keine Kohle im Winter? (Heft 1974/38) – Kohle-Comeback-Debatte
- Öl-Geld: »Gefährlich wie 50 Sowjetdivisionen« (Heft 1974/51) – Petrodollar-Recycling, aktuelle Parallele
Zweiter Ölschock 1978-80
- Das Ende der Ölzeit (Heft 1979/25) – Struktureller Umbruch
- Kernenergie: Der Kanzler geht aufs Ganze (Heft 1979/25) – Schmidt und die Atomkraft
- Dämmplatten sind billiger als Kernkraft (Heft 1979/25) – Effizienz-Argument, höchst aktuell
- Ostblock: Energie-Mangel, Inflation, Krise (Heft 1979/31) – Systemvergleich
- Sonnenheizung: »Die Leute wagen sich nicht« (Heft 1979/32) – Früher Solarthermie-Diskurs
- Benzin aus Kohle: Der Kanzler drängt (Heft 1979/34) – Synfuels, heute: eFuels-Debatte
- Der Mythos vom »unverzichtbaren« Atomstrom (Heft 1979/40) – Kritische Gegenstimme
- Opec-Konferenz: Apokalypse now (Heft 1979/52) – Rückblick auf den zweiten Ölschock
- »Mit einer Krise im Iran hat keiner gerechnet« (Heft 1980/20) – Krisenmanagement-Versagen
- Ein Glück, daß es die Opec gibt (Heft 1980/25) – Ironischer Kommentar, Perspektivwechsel
Zum Podcast "KLIMA UND KOHLE"
Klima und Kohle ordnet die Transformation unseres Energie- und Wirtschaftssystems fachlich fundiert ein. Zwischen politischen Zielsetzungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ökonomischen Rahmenbedingungen geraten zentrale Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs häufig aus dem Blick. Dieser Podcast schafft Orientierung.
Prof. Dr. Henrik te Heesen analysiert die Energiewende aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Auf Basis von Physik, Ingenieurwissenschaften und Energiewirtschaft werden Entwicklungen datenbasiert, unabhängig und nachvollziehbar eingeordnet. Im Fokus stehen nicht kurzfristige Debatten, sondern langfristige Strukturen, Systeme und reale Entscheidungsräume.
Jede Episode widmet sich einem zentralen Aspekt der Transformation: Stromnetze und Versorgungssicherheit, erneuerbare Energien und Speicher, Elektromobilität und Wasserstoff, Industrieprozesse, Kostenstrukturen und energiepolitische Rahmenbedingungen. Technologische Ansätze werden ebenso geprüft wie ihre wirtschaftlichen und systemischen Konsequenzen.
Klima und Kohle richtet sich an alle, die Energie- und Klimathemen vertieft verstehen möchten und Wert auf eine sachliche, faktenbasierte Darstellung legen. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Tiefe mit verständlicher Aufbereitung und richtet den Blick konsequent auf Machbarkeit, Wechselwirkungen und Pragmatismus.
Ein Podcast zur sachlichen Einordnung eines komplexen Transformationsprozesses. Neue Folgen jeden Donnerstag um 21 Uhr auf EVOSONIC RADIO und ab 22 Uhr auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
-- Prof. Dr. Henrik te Heesen Umwelt-Campus Birkenfeld, Hochschule Trier Webseite: https://www.umwelt-campus.de/hteheesen Instagram: @hteheesen YouTube: @ProfDrHenrikteHeesen TikTok: @hteheesen
Music by ZakharValaha from Pixabay
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00:00:00: Tag zusammen, zu einer neuen Ausgabe von Klima und Kohle.
00:00:04: Wir sind ja immer noch in einer schweren Energiekrise weiterhin bedingt durch die Sperrung der Straße von Hormuz und damit die resultierenden Verwerfungen auf dem globalen Öl- und auch Gasmarkt, wobei er sagt uns in Europa das erst indirekt betrifft Öl und das Gas aus der Straße von Hormuz ja primär in Richtung Asien verschifft wird, aber weil dieser Weg jetzt zu ist betrifft uns das natürlich in Europa.
00:00:39: Und gefühlt sind das jetzt drei vier fünf Jahre, in der wir in einer Energiekrise stecken angefangen eigentlich zwanzig zweiundzwanzig mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine, der daraus resultierenden Probleme mit der Erdgasversorgung.
00:00:59: Deutschland hat sehr viel Erdgass aus Russland bezogen, Europäische Union insgesamt auch.
00:01:06: Seitdem sind wir in diesem Krisenmodus.
00:01:10: Das führt zwangsläufig zu großen wirtschaftlichen Verwerfungen und das spüren wir in Deutschland ganz massiv.
00:01:17: Das spülen wir aber auch weltweit.
00:01:19: Der Motor stottert weiter und da hilft vielleicht mal der Blick zurück.
00:01:27: Wie haben wir denn die letzte, ganz große oder eine der großen Energiekrisen überstanden in den neunzehnt-sebziger Jahren?
00:01:37: Da haben wir eigentlich zwei Ölkrisen gehabt.
00:01:41: Nämlich einmal neunzenhundertdreiundsiebzig und dann nochmal im Winter achtensebzigneunzebzig.
00:01:49: als zweimal auch da war der Iran beteiligt Versorgung mit Öl weltweit.
00:01:59: Wir haben durcheinandergewebe beworben, was mal so aus.
00:02:03: wie hat denn die Politik damals reagiert?
00:02:05: Wie hat die Bevölkerung reagiert und was hat man da für Schlüsse draus gezogen?
00:02:10: Was hat denn da auch nicht gegriffen?
00:02:14: Wie war die politische Diskussion und Debatte?
00:02:16: Können wir daraus vielleicht lernen, wie wir damit heute umgehen, um aus diesem Krisenmodus rauszukommen?
00:02:21: oder vielleicht mal zumindest mal die Hoffnung zu haben, wann wird das endlich einmal besser?
00:02:25: Das soll Thema unser heutigen Podcast folge sein.
00:02:34: Wo stehen wir?
00:02:36: Wir springen zurück in das Jahr neun zu drei und siebzig oder sogar noch ein bisschen vorher, also wir kommen aus einer blühte Zeit wenn man das nach dem zweiten Weltkrieg so sagen kann.
00:02:48: aber ein immenser wirtschaftlicher Aufschwung den die Bundesrepublik damals erlebt hat.
00:02:55: In den Neunzehntfünfziger- und Neunzelzehnteerjahren war das Wirtschaftswunder.
00:02:59: den Menschen in der Bundesrepublik ging es richtig gut.
00:03:04: Wir werden gleich noch einen kleinen Blick mal rüberwerfen, jenseits der Mauer und die deutsche demokratische Republik.
00:03:09: da war die wirtschaftliche Entwicklung zwangsläufig durch das andere politische System etwas anders.
00:03:15: aber auch die waren tatsächlich betroffen von dieser Energiekrise.
00:03:20: Was war der Status quo damals?
00:03:24: Der Status quo war Öl War billig Öl war um die Präsent, Öl konnten wir einfach nutzen.
00:03:34: Es war gefühlt unendlich verfügbar.
00:03:37: Das stimmt natürlich nicht aber es war wahnsinnig billig.
00:03:40: also die Aussagen damals der Ölstaaten auch der großen Förderunternehmen also der Dollar in den Nutzern der Preis für ein Barrelöl in Dollar.
00:03:51: das war so um.
00:03:51: die Elf ist jetzt nicht inflationsbereinigt, die Werte müssen ein bisschen aufpassen.
00:03:59: Man kann es nicht direkt vergleichen.
00:04:02: Aber Öl war einfach unverfügbar und das hat dazu geführt dass es gar keine Anreize gab.
00:04:11: was wir heute diskutieren Energie sparen, alternative Energiequellen nutzen.
00:04:15: Öl hat weltweit den primären Primer Energieträger, wir haben vor Kurzem erst darüber gesprochen.
00:04:27: Kohle abgelöst und das ging in den neunzehnten, zwanziger Jahren los.
00:04:32: Da hatte Kohle weltweiten Anteil am Primer Energieverbrauch von über fünfzig Prozent.
00:04:38: Das ist jetzt erstmal weltweit.
00:04:39: Wir brauchen vielleicht noch die Zahlen an für Deutschland.
00:04:42: Und dann mit Ende des Zweiten Weltkriegs hat das Öl sehr schnell die Vormachtstellung übernommen.
00:04:54: So um den Zeitraum ist dann aber Öl die primäre Energiequelle, die primaire fossile Energiequelle.
00:05:03: Gas spielt noch eine kleinere Rolle.
00:05:05: Kohle ging zurück und mit dieser Krise, die initiiert wurde am sechsten Oktober dreiundsiebzig begann der Jumki-Purkrieg.
00:05:18: Ägypten und Syrien greifen Israel an.
00:05:23: Eineinhalb Wochen später war hängen die OPEC-Staaten, das sind diese Gemeinschaft der Ölförderenden Staaten.
00:05:29: Ein Ölembargo gegen Staaten, die Israel unterstützen und sie drosselten die Fördermengen.
00:05:37: Das hat dazu geführt dass der Beryll Rohöl innerhalb von kurzer Zeit seinen Preis fair wirfacht hat.
00:05:46: Also die Preise die ich jetzt gerade genannt habe dieser Dollar, das war so den Jahresloschnittswert.
00:05:51: in der Zeit hat sich dann der Preis sehr schnell vervierfacht.
00:05:55: Und da ist klar, selbst wenn wir ein billiges Gut haben auf dem alles basiert Verkehrssektor, Heizung, Ölheizung war ganz normal das war der Standard Führte es aber dazu plötzlich wird es sehr sehr teuer.
00:06:09: Warum war dann Deutschland betroffen?
00:06:12: Wir waren damals auch ein Ölstadt!
00:06:15: Wir waren kein Kohle-Start mehr.
00:06:18: Kohle hat die Bundesrepublik nach vorne gebracht und vorher das deutsche Reich Also mit dem Industrielle Revolution, erster Weltkrieg dann Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus.
00:06:31: Da war Kohle der primäre Energieträger heimische Kohl, die wir gefördert haben.
00:06:36: Mit Ende des Zweiten Weltkrigs ging es dann halt nochmal schnell Wirtschaftlich bergauf.
00:06:41: da war dann Kohle auch ein wichtiger Energieträger ist dann aber sehr schnell hinter das Öl zurückgefallen.
00:06:52: Warum?
00:06:52: Weil die deutsche Steinkohle insbesondere Ende der fünftigen Anfragen aus den Sechzigerjahren zu teuer war, im Vergleich zum Weltmarkt.
00:07:02: Damit hat der Energieträger Öl die Kohle abgelöst.
00:07:08: Klar, Öl kommt quasi aus der Erde und wenn es unter Druck steht kann man hochpumpen.
00:07:15: Kohle mussten wir in Deutschland damals schon sehr aufwendig in ungefähr ein Kilometer Tiefe sehr aufwendig fördern, das macht es teuer.
00:07:25: Gleichzeitig gab's dann andere Regionen in Europa und weltweit.
00:07:28: da konnte man Kohle halt für einen deutlich geringeren Preis also Steinkohlen was Südafrika war Dagebau Und das führt einfach dazu dass man einfach deutlich geregelten Kosten auf dem auf dem Weltmarkt hatte.
00:07:44: Das hat er so dazu geführt wie weltweit auch in Deutschland das Öl die Kohle abgelöst hat.
00:07:58: Und dann kam dieser Ölschock, der erste.
00:08:03: Wir haben noch den zweiten Schock gehabt, nachdem.
00:08:07: wir gucken gleich nochmal im Detail drauf was das jetzt für Auswirkungen hatten und was damals diskutiert wurde.
00:08:11: Die werden wir in dem zweiten Schrock gehabt Ende der neunztalzebziger Jahre dass der Shah im Iran gestürzt wurde.
00:08:20: Ayatollah Khomeini kehrte zurück Und die Förderung im Iran, die Ölförderung brach zusammen.
00:08:25: Was dazu führte dass die iranische Öl-Förderung also von sechs Millionen Beryl auf fünfhunderttausend Beryls pro Tag reduziert wurde.
00:08:36: Auch da schoss dann.
00:08:37: der Rohölpreis rauf Von Anfangs dreizehn US Dollar pro Beryll auf vierdreißig Dollar Faktor drei.
00:08:48: auch das hat zu massiven Verwerfungen geführt.
00:08:54: was heißt das jetzt?
00:08:57: Diskussion kennen wir jetzt ja.
00:08:59: Wir haben jetzt gerade das Problem mit dem teuren Gas, war aber schwierig.
00:09:02: Jetzt haben wir die hohen Spritpreise gehabt.
00:09:05: Wir hängen halt immer noch weiterhin als Industrienation an den fossilen Brettsstoffen und wenn dann die Lieferungen zurückgehen einbrechen, wenn die Preise steigen, haben wir ein echtes Problem.
00:09:20: Die Bundesrepublik ist mehrfach getroffen worden einmal natürlich als Autofahrer-Nation.
00:09:26: Ende der Sechziger war das das Statussymbol.
00:09:29: Der VW Käfer allen voran und dann Wir waren Autonation.
00:09:35: Heizung war heizöl dominiert also gab quasi keine Gasheizung, dass war alles.
00:09:40: oder primär auf Heizöbe darf.
00:09:42: wir waren Exportnation.
00:09:43: Das heißt noch nicht wenn andere Länder auch das sehen wir jetzt ja in anderen länder um uns rum damals sind Ja noch nicht europäischen Union sondern europäische Wirtschaftsgemeinschaft die Nachbarländer aber auch global als Abnehmer ab wegfallen, weil es dort Schwierigkeiten wirtschaftlicher Natur gibt rutschen wie in ihre Zension.
00:10:06: Logischer Effekt.
00:10:08: Das führte dazu also zu Panikkäufen.
00:10:14: man kann dann wie man das mehr der Corona-Zettel lebt und die Deutschen neigen dann in solchen Situationen zur Hamstern.
00:10:19: Also haben sie kein Klubapier gehamstert sondern Öl d.h.
00:10:23: Sie haben versucht ihr Heizöl Tank obwohl er noch quasi voll war das letzte Bisschen, Nr.
00:10:29: fourhundert Fünfhundert Liter Öl zuzukaufen, was ja total ineffizient und teuer ist und da einfach wahnsinnig aufwendig ist.
00:10:41: Dieses Jahrzehnt hat dann dazu geführt durch diese beiden Ölkrisen dass man zum ersten Mal dieses grenzenlose Wachstum, haben wir auch vor einigen Folgen mal drüber gesprochen hinterfragt hat gesagt, kann das immer so weitergehen?
00:10:57: Offensichtlich nicht!
00:10:59: Vorher kannte man diese krassen Globalen Energieverwerfung gab es tatsächlich nicht.
00:11:06: Also wenn Heizölpreis sich verdoppelt, haben wir heute auch.
00:11:13: Wir rutschen in Deutschland in eine Ritzenzion und da sind wir auch heute.
00:11:17: Die Parallele ist an vielen Stellen erschreckend gut oder passt sehr gut.
00:11:23: An vielen Stellen auch nicht.
00:11:24: deswegen muss man historischen Vergleichs nicht mehr aufpassen aber es hilft so ein bisschen mal einzuordern vielleicht auch zu sagen wird schon gut gehen.
00:11:34: Das hat dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland raufgegangen ist.
00:11:38: Wir hatten in den vergangenen Jahren quasi Vollbeschäftigung.
00:11:43: Es gab keine Arbeitslosigkeiten in den Jahren.
00:11:47: Und innerhalb von zwei Jahren sind wir von rund gut zweitausend Arbeitslose in der Bundesrepublik, also der Westdeutschland aufgehangen.
00:11:59: Im Jahr zu fünfen siebzig waren wir bei einer Million.
00:12:02: Das kannte die Bundesrepublik vorher.
00:12:06: Seit dem wirtschaftlichen Aufschwung nicht so, also wir haben in der Nutzheit fünfundfünfzig hatten wir auch noch eine Million Arbeitslose.
00:12:10: aber das war quasi nur das Nachlaufen... ...der wirtschaftliche Schwierigkeiten nach den Zweiten Weltkrieg, also zehn Jahre danach.
00:12:19: Aber da ging der Aufschwing schon los und die... ...Aber sowasen Zahlen haben sich sehr schnell reduziert.
00:12:24: Wir hatten vor Beschäftigung in sechzeiger Jahren... ...das goldene Zeitalter des Wirtschaftswachstums.
00:12:30: Und sind dann raufgegangen auf eine Million.
00:12:33: Das hat sich dann stabilisiert, Ende des Jahrhunderts ist dann nochmal aufgegangen Anfang der achtzehn Jahre auf über zwei Millionen.
00:12:40: Arbeitslosenquote von acht oder neun Prozent.
00:12:46: Das war wirtschaftlich ein echtes Problem.
00:12:50: Wir stand heute bei rund drei Millionen Arbeitslosungen.
00:12:55: Es ist auch natürlich viel aber auch da schlägt die Ritzsension mittlerweile voll durch.
00:13:02: Wir waren also am Ende dieser Schönen heilen welt.
00:13:06: will ich sie mal nennen?
00:13:08: Was hat die politik gemacht all die stand.
00:13:12: Man muss sich so die quellen aus den siebziger jahren anguckt und gibt ja zahlreiche Archivseiten der Tageszeitung oder wochen magazine Wo man blättern kann.
00:13:23: also ich bin auch ganz angenehm.
00:13:24: das archiv des magazines der spiegel lässt sich sehr gut durchsuchen nach solchen themen.
00:13:29: Das ist sehr schön aufbereitet.
00:13:30: alle alle artikel von damals sind frei verfügbar.
00:13:33: wenn er mag paar verlinkt in den Show notes, kann er gerne mal reingucken.
00:13:38: Was hat die Bundesregierung gemacht?
00:13:40: Jeder denkt sofort... Die ältere Generation ändert sich vielleicht noch an die Sonntagsfahrverbote.
00:13:46: also am februar- und sechzehnte Dezember das waren vier Sonntage galt ein sonntags Fahrverbot in Deutschland.
00:13:59: man kennt sicherlich noch diese Bilder Schwarzweißbilder mit den leeren Autobahnen.
00:14:04: es gab das energiesicherungsgesetz.
00:14:07: Das ist ein Ermächtigungsgesetz, mit dem die Bundesregierung in der Lage war, Preise zu regulieren und Zuteilung durchzuführen.
00:14:14: Man hat tatsächlich vorbereitet dass man Bezugsscheine wie das nach im Zweiten Weltkrieg kannte diese Lebensmittelkarten.
00:14:20: Das hat man vorbereitet für Benzin- und Diesel.
00:14:24: Da kann man sich nicht vorstellen mehr heute.
00:14:27: Es gab einen Tempolimit.
00:14:29: Gut die Autos damals hatten jetzt andere Höchstgeschwindigkeiten als die modernen Autos von heute.
00:14:35: aber wir hatten den Tempolimmit Ab dem siebenzehnten Elften galt auf den Autobahntempo Hundert, auf den Landstraßen Achtzig.
00:14:43: Das war auf sechs Monate befristet und ist dann auch ausgelaufen.
00:14:48: Man hat jetzt mit der Vermeidlichen Gasmangellage die wir tatsächlich nicht haben angekündigt.
00:14:56: Wir sind jetzt hier im April und es ist noch stabil aber die gasmangelage ist nicht gekommen so wie auch zu erwarten war Ist.
00:15:09: damals, also in den letzten Jahren hatte es schon eine Grundlage für ein Ölbevorratungsgesetz.
00:15:16: Und mittlerweile gibt's halt diese neunzig Tage Pflichtreserve aus genau dem Grund wir müssen weil wir so abhängig sind vom Öl brauchen wie eine nationale Reserve.
00:15:28: und dann gab es das Energiprogramm der Bundesregierung.
00:15:32: Das wurde dann vierundsiebzig revidiert.
00:15:35: Da hat er die Bundesregion gesagt Wir müssen weg von arabischen Öl.
00:15:39: Ausbau der Kernenergie.
00:15:42: Erneuerbare in dem Maße gab es damals ja überhaupt nicht, war auch kein Thema, also erste Ansätze vorhanden waren mit Solar und Wind aber das war kein Thema.
00:15:50: Kernenergi kam auf... ...und die Rückkehr der Kohle wurde diskutiert.
00:15:57: Völliger Irrsinn!
00:16:01: Gehen wir kurz auf die Kernkraft ein.
00:16:03: was haben wir?
00:16:04: In den neunzehntzechzehn Jahren sind dann die ersten Großkraftwerke entstanden Guntremming zum Beispiel in Bayern.
00:16:14: Wir haben die Bibelis gebaut worden.
00:16:18: Baustart war nr.
00:16:19: siebzig, da sich Betrieb war.
00:16:22: das hat fünf Jahre nur gedauert, Biblis Block A zu bauen.
00:16:27: Biblispolock b ist ein Jahr später oder zwei Jahre später gebaut wurden und angefangen wurde.
00:16:33: Der ist Zwei-N-Siebzig ging es los, sieben Siebzig war Der war nicht Netzanschluss.
00:16:39: Der Netzanschuss war schon in der Regel betrieben bei den Regeln, aber tatsächlich war der Wunsch der Bundesregierung insbesondere getrieben durch Bundeskanzler Helmut Schmidt, der gesagt hat wir müssen deutlich stärker auf Kernkraft setzen Kernkraftwerksleistung in Deutschland haben.
00:17:11: Und dann auch mit modernen Reaktoren, also die schnelle Brüter, die ihre Technologie in der Lage sind sehr schnelle Neutronen zu verarbeiten eigenes spaltbares Material herzustellen.
00:17:22: wie jetzt gar nicht im Detail darauf eingehen gab es halt Ansätze, es gab den Hoch-Temperaturreaktor in Jülich und Mühntrop erste Ansätze.
00:17:33: Der Schnelle Bruder in Kalka ist Gebaut worden, ist aber nie ins Netz gegangen.
00:17:37: Ist auch nie im Testbetrieb gewesen bis mittlerweile in Freizeitpark oben am Rhein Richtung Emmerich vor der holändischen Grenze.
00:17:47: Es sind Milliarden D-Mark in die Forschung geflossen In die Atomtechnik also bis drei und siebzig waren es elf Milliarden D Mark.
00:17:56: Die so ist es halt nicht gekommen.
00:17:58: wir haben halt knapp Etwas über zwanzig Gigawatt Kernkraft zuholt, also die Hälfte.
00:18:03: Aber das war so der Plan und zwar sogar soweit.
00:18:05: Und Schmidt hat es dann neun-sevzig sogar nach dem zweiten Energie oder Ölschock seine politische Karriere draufgesetzt.
00:18:16: Interne habe der SPD gesagt er tritt zurück.
00:18:18: Er hat gesagt nur sie ist CO² neutral, also Argumente ähnlich wie heute.
00:18:24: Technik ist CO² neutral, das war dann Ende der neunzehnte Jahre auch schon ein Thema.
00:18:29: Dass man wegkommt von der Ölzeit vom Kondioxid kam vom Weltwirtschaftsgipfel in Tokio Mitte von neunzentneunzebzig im Juni und da ging es halt.
00:18:45: aber eher gegen Kohle für Atomenergie oder Kernkraft Die Vision die Helmut Schmidt damals schon gesehen und man kann sagen visionär.
00:18:57: im jahr zehnen werden alle autos mit batterien fahren.
00:19:00: also diese idee des elektroautos ist ja auch getrieben durch die entwicklung jeder in frankreich angestoßen wurde mit dem ausbau der kernkraft dort.
00:19:10: diesem weg hätte deutschland auch gehen können.
00:19:13: die modusregion damals hat die grundlagen dafür geschaffen es aus verschiedensten gründen so nicht gekommen.
00:19:21: aber plane waren da.
00:19:22: und dann natürlich die idee wir elektrifizieren alles.
00:19:27: Das waren wir heute ja auch im Zuge der Energiewende, das war damals halt diese Kernkraftwände die angeschoben wurde so aber nicht umgesetzt wurde weil es natürlich dann doch alles viel teurer und komplizierter war.
00:19:45: in Konkurrenz dazu stand dann die Kohle dass man sagte mit der heimische Kohle wir machen uns unabhängig von dem arabischen Öl nehmen wir die kohle Die haben wir doch noch genug.
00:20:00: Ja, aber die Kohle war damals, die Standkohle war schon auf dem absteigenden Ast.
00:20:06: Wir haben Ende den neunzehntfünfzigerjahren gute sechsuntertausend bergleute gehabt.
00:20:12: Dreiundsebzig waren es noch etwas über hundertfünftig tausend Bergleute.
00:20:15: das heißt da hat es schon ein erstaubt.
00:20:17: wir waren mitten im strukturen.
00:20:18: die großen Zechen haben zugemacht wurden zusammengelegt.
00:20:22: die kohle War eigentlich Tod war sie nicht ist jetzt ja Wir sehen immer ein Kohlegeschäft, aber die Steinkohle war schon im Modus des schleichenden Verfalls.
00:20:37: Die Beschäftigten in der Steinkohlewirtschaft im Ruhrgebiet und im Saarland waren zu siebzig Prozent Gastarbeiter insbesondere aus der Türkei.
00:20:47: Es gab kaum noch deutsche Kumpel, die unter Tage arbeiten wollten.
00:20:51: das war eine fürchterliche anstrengende Arbeit Dieses Heldentum des deutschen Bergmanns.
00:21:02: Ich komme ja aus dem Ruhrgebiet, bin auf Kohle geboren.
00:21:06: Ich warte auch noch.
00:21:07: damals im Schachtweilsum bei Lüßburg war ich mal wirklich am Flöts im Rahmen von der Exkursion.
00:21:16: Also da will keiner freiwillig arbeiten das ist ein Knochenjob und das war alles maschiniert schon zu dem Zeitpunkt.
00:21:26: Da will man nicht, aber ich kann jedem nur empfehlen, wenn er mal ins Ruhrgebiet fährt.
00:21:31: Ein Abstecher immer ins Bergbau Museum machen da kriegt man mal ein Gefühl das ist noch lange nicht die wirklich einen gefühl dafür wie das war wo wir herkommen was steinkohleförderung in deutschland bedeutet von den anfängen bis zur hochtechnologisierung.
00:21:47: Wir waren da weltweit natürlich auch führende aber es war einfach zu teuer seit den enden in der zwölfzehn Jahre.
00:21:51: Es war zu teurer.
00:21:52: da kann man die idee oil is teuer lass uns doch Kohle machen.
00:21:56: Und das war dann die Zeit, die dann auch die oder die Technologie, die Nationalsozialisten verwendet haben.
00:22:04: Die Forschung im Bereich der Kohleverflüssigung also unter hohem Druck, hohen Temperaturen und Zugabe von Wasserstoff kann man, also knackt man den Kohlenstoff, die Kohle auf und kriegt an Kohlenwasserstoffe Öl.
00:22:19: Mehr ist es ja nicht.
00:22:21: Das Verfahren ist wahnsinnig energieintensiv, kostet Faktorer vier Faktoren fünf im Vergleich zum teuren Öl.
00:22:30: Das darf man nicht vergessen.
00:22:33: Also man merkt schon beide Ansätze die die Bundesregierung hatte war nicht so richtig nicht so Richtig.
00:22:42: toll.
00:22:44: Es gab da noch eine zweite Opposition innerhalb der damaligen Koalition unter SPD-Führung.
00:22:53: Er hat Eppler Auch SPD aus Baden-Württemberg, der sagte wir müssten eigentlich Energie sparen.
00:23:00: Das wäre viel schlauer.
00:23:01: Keine Energie ist Quatsch!
00:23:02: Lass uns den Energieverbrauch senken.
00:23:06: Damals Dämon gab es nicht.
00:23:07: Einfach Verglasern und Zog wie Hechtsuppe.
00:23:11: Wie so schön er heißt... das war ein Ansatz, der auch heute in aller Munde ist.
00:23:18: Jeder nicht vom Auge die Kilowattstunde ist eine gute Kilowattsstunde.
00:23:22: Damit hat er sich aber nicht so richtig durchgesagt.
00:23:24: Auch da hat er dann vorgerechnet, dass wir noch mal neue Arbeitsplätze schaffen.
00:23:27: Das war natürlich in der Zeit der wirtschaftlichen Rezensionen, der steigenden Arbeitslosigkeit hoch attraktiv, wenn man sagen konnte wie sind bei einer Million arbeitslose oder den achtziger Jahren sogar bei zwei Millionen Arbeitslosen?
00:23:41: Wenn wir dann in der Lage gewesen wären, Zweihundertfünfzigtausend neuer Arbeitsplätzen zu schaffen.
00:23:46: Perfekt Konjunkturprogramm!
00:23:49: Heute haben wir ist es sinnvoll, dann wäre auch da Fachkräftemangel.
00:23:54: Damals der Spiegel titelte dem Platten sind billiger als Kernkraft mit allen Folgen pro und kontra.
00:24:03: vor allem weil dann Apple auch vorrichtete Strom aus Kernkraft hatte halt nur einen verschwindend geringen Anteil an der Primärenergieverbrauch.
00:24:13: also das war in Deutschland in der Spitzenzeit.
00:24:20: also das ist man war mal so bei zehn prozent die mal daumen.
00:24:27: global spielte die kernkraft halt auch direkt ein primär energieverbrauch.
00:24:35: sind wir so bei zwei drei procent also dass alles naja.
00:24:41: naja es ist nicht so richtig Die Zukunft gewesen und das hat Eppler damals schon erkannt.
00:24:48: Und in einer ähnlichen Diskussion sind wir tatsächlich häufig heute auch, dann war noch die Frage der Heizung.
00:24:56: Strom mit Strom kann man nicht heizen.
00:24:58: Die Diskussionen ähnlich wie heute.
00:25:00: Damals gab es noch nicht das Konzept der Wärmepumpe da waren es klassische Stromheizungen Das was wir heute auch noch in Frankreich vielfach kennen Was dazu führt dass im Winter der Strombedarf in Franklich Rauf geht weil sie halt nicht mit Wärmpumpen heizen soll mit Elektroheizung.
00:25:15: Das ist natürlich ineffizient und da wäre viel mehr möglich gewesen.
00:25:22: Fünfzig Prozent Einsparpotenzial durch Gebäudedämmung, das kam dann auch erst die Idee auf entsprechende Gesetze zu erlassen dass Neubauten gedämpft werden müssen.
00:25:33: Diskussion wie heute?
00:25:36: Es wurden die ersten Regulierungsmaßnahmen geschaffen Ordnungspolitisch dort einzugreifen Und alter.
00:25:41: diese Technologien gab es quasi Also gab es schon, aber die warten wirklich nieschen Charakter.
00:25:49: Öl schiefer aus Deutschland.
00:25:50: Benzin aus dem Reaktor war wie ich Fantasie-Ideen.
00:25:53: Wasserstoffbenzin war auch mal ein Thema in den Neunzebten.
00:25:58: Naja hat sich auch nicht durchgesetzt.
00:26:00: Sehen wir heute wie schwierig die Diskussion ist.
00:26:02: Solartermiefotorei gab's technologisch durch den billigen Ölpreis aber nie weiter verfolgt.
00:26:09: Wenn wir jetzt also mal überlegen was hat jetzt die Bundesregierung?
00:26:16: Und wenn wir das mal vergleichen mit den Maßnahmen, die jetzt heute passieren.
00:26:20: Mit diesem tausend Euro Bonus, denen die Arbeitgeber oder die Unternehmen zahlen können an die Beschäftigten völlig unklar wie das gegenfinanziert werden soll auch ins Steuer frei sein soll.
00:26:31: Tankrabatt und Senkung von Steuern.
00:26:34: solche Maßnahmen gab es halt in anderer Form damals auch Fahrverbot haben wir gehabt.
00:26:40: Wir haben das Tempolis mitgehabt, das wurde umgesetzt, war zeitlich befristet, hatten minimal Einfluss gehabt.
00:26:44: Das waren wirklich so.
00:26:45: Bowl-Politik, diese Ölbevorratung kamen.
00:26:49: Es gab dann halt dieses Energieprogramm Um den Anteil an Öl zu verringern und den Energiemix zu diversifizieren.
00:26:59: Mehrere Energiequenzen sind nicht nur Öl.
00:27:05: Ziel war es auch die heimische Kohle weiter am Leben zu halten mit dem Jahrhundert Vertrag, dann mit dem Kohlepfennig der dann eingeführt wurde um Subventionen in die Kohleindustrie zu geben als Backup-Lösung gegenüber dem arabischen Öl.
00:27:21: Wir haben halt keinen Öl in Deutschland oder quasi noch kein Gas.
00:27:26: So ein Ausbauprogramm ist nicht gekommen.
00:27:28: und dann die DEM und Sparprogramme das Gesetz zur Einsparung von Energie, die Wärmeschutzverordnung
00:27:36: usw.,
00:27:37: da wurden vier Milliarden D-Mark investiert und hat Fördervolumen aufgesetzt, ist auch nicht so richtig erformen kommt.
00:27:48: Und dann gab es da den Forschungshaushalt Energie, der hat sich massiv gesteigert.
00:27:53: Schwerpunkt war auf der Kennedy, also moderne Kernreaktoren zu schaffen die dann aber so in der Art und Weise nicht gekommen sind.
00:28:05: Wichtig war oder was funktioniert?
00:28:07: Das war die Diversifizierung.
00:28:09: das heißt dass wir andere Quellen fürs Öl gefunden haben Nordsee Öl aus Algerien, aus Mexiko und aus der Serviett Union damals.
00:28:19: Was auch neu dazu kam ausgewohnt wurde war das Erdgas.
00:28:21: Wir haben aber selber in Europa in der Nordsee große Erdgasfelder.
00:28:26: Norwegen ist ja unser Hauptlieferant.
00:28:29: Wir sehen also an den Daten dass dann mit diesem Ölpreis Schockes Öl jetzt nicht weiter gewachsen sondern stagniert.
00:28:36: Der Verbrauch ist global auch in Deutschland Währenddessen dann das Gas die Rolle übernommen hat, die vorher die Kohle weiter verdrängt.
00:28:52: Aber das Gas war der neue Hippe von Volkswagen Energie Träger.
00:28:58: Ähnlich leicht zu fördern, leicht zu transportieren und leicht zu nutzen in Heizung etc.
00:29:06: Also das waren diese Ansätze die man gemacht hat.
00:29:10: Welche Wirkung hatte das gehabt?
00:29:12: Also die Subventionen, die wir in die Kohle gesteckt haben, haben den Strukturwandel, den wir dann ins besonderen Ruhrgebiet hatten, eigentlich nur verzögert.
00:29:20: Die hat ihn nicht verhindert.
00:29:23: Kostete rund dreihundert Milliarden Euro in Größenordnung.
00:29:28: Da hätte eine Bundesregion, wenn sie da konsequenter ehrlicher, wirtschaftlicher Technologie offen habe, wie es so schön heißt, agiert hätte, wären wir viel früher aus der Kohle rausgegangen Beim Ausbau der Kernkraft, die hat diese Hoffnung nie erfüllt.
00:29:47: Dann kam natürlich auch irgendwann der Widerstand aus der Bevölkerung getrieben durch angefangen neun und siebzig in Harris Field mit der quasi-Kernschmelz als hatte nie den richtigen Rückhalt in der Bundesrepublik.
00:30:03: Der Anteil einer Schrummerzeugen war zwar hoch aber an der Endenergie relativ gering.
00:30:09: Das heißt auch da wurde viel Symbolpolitik gemacht, vor allem dieses Sonntagsfahrverbot und diese Tempolimit, dass die Akzeptanz war nie da.
00:30:18: Das liegt scheinbar dem Deutschen in den Genen das er dort sagt, Tempolrimit auf gar keinen Fall.
00:30:26: Dass es wissenschaftlich und volkswirtschaftlich sehr sinnvoll ist sind komplett andere Diskussionen, die will ich jetzt an der Stelle auch gar nicht führen.
00:30:33: aber wir haben keine ... Die Akzeptance mag auch in vielen Teilen der Bevölkerung da sein... Aber so richtig Echt großflächig mehr als fähig ist das Thema dann tatsächlich doch noch nicht.
00:30:49: Was hat jetzt dieses Jahrzehnt die siebzehr Jahre für Konsequenzen, für Langzeitfolgen und was bedeutet es vielleicht auch für unsere Zeit?
00:30:58: Also wollen wir uns zum Schluss noch mal angucken wenn man den Strukturwandel gab im Ruhrgebiet in Saarland mit der Stahlkrise.
00:31:02: das ging dann Mitte der neunzehnzehntejahre los.
00:31:06: Wir sind heute ein Erdgas im Portland wir sind also weg vom Öl oder verschiedene Quellen beziehen war.
00:31:15: Und wir haben jetzt gesehen, was sonst passiert ist mit dem Problem der Erdgasimporte.
00:31:22: Tatsächlich hat dieses Jahrzehnt dann auch die Partei Die Grünen hervorgebracht als Folge der vorhin Anti-Kernkraftbewegung.
00:31:32: Die SPD war klar ein Rohgebietspartei Arbeiterpartei, Partei der Kohle und Stahlindustrie hat sich dann aber auch in Richtung der Atomindustrie oder Kernkraft bewegt, aber nur Teile der SPD.
00:31:48: Deswegen gab es nie eine klare Linie, die Union immer eher in Richtung Großindustrie und auch der Kernkraft.
00:31:59: Die FDP immer mag liberal, das war deren Credo politisch im Moment schwierige Positionen, die die Freie demokratische Partei hat.
00:32:12: Mal gucken wie sie sich da nochmal entwickelt.
00:32:14: Tatsächlich aber in den Köpfen.
00:32:16: und das war, was dann diese Sonntagsfahrverbote gebracht haben.
00:32:20: es wurde allen klar vor Augen geführt was mal auf.
00:32:23: wir sind in einer echten Krisensituation.
00:32:26: Das haben wir jetzt heute noch nicht.
00:32:27: Wir haben keine Einschränkungen beim Energieverbrauch dass der Staat dort aktiv eingreift.
00:32:34: Aber das sind so Maßnahmen die wir aus der Coronazeit kennen denn man sagt also Krisenmodus den haben wir eigentlich seit zwanzig.
00:32:46: Was ist denn jetzt gelöst worden, was konnte denn geregelt werden?
00:32:50: Wir haben also diese Versorgungssicherheit durch die Diversifizierung erreicht.
00:32:55: Das war ein wichtiger Schritt wobei die Abhängigkeit immer noch zu groß ist.
00:32:58: das merken wir gerade jetzt.
00:33:01: Die physische Verfügbarkeit der Energieträger ist gegeben war damals gegeben, die Grundlagen haben wir damals geschafft.
00:33:08: Wir haben aber weiterhin diese strukturelle Abherrigkeit und was auch weiterhin völlig ungeklärt ist, ist die Klimafrage.
00:33:13: Wir verbrennen immer noch in Deutschland, in Europa, weltweit viel zu viele fossile Brennstoffe Und das hat angefangen.
00:33:19: oder dieser Wechsel von der Kohle hin zum Öl und damit dem sehr schnellen Anstieg Das ist ja das Problem mit Ende des Zweiten Weltkriegs.
00:33:28: Da ging es dann richtig los mit den Primärenergieverbrauch.
00:33:31: Wir sprachen darüber in der letzten Folge dass wir von uns hat fünfzig bis zum Jahr zwei tausend den primären Energieverbrauch der getrieben wird durch Kohle, Öl und Gas vervierfacht haben.
00:33:45: Und damit natürlich auch die Emissionen drauf gebracht haben.
00:33:51: was ist jetzt?
00:33:53: Was kann man jetzt daraus ziehen?
00:33:55: Was heißt das?
00:33:55: wie wir sind denn damals rausgekommen?
00:33:57: Es gab ein paar Maßnahmen, die eher Symbolpolitik waren.
00:34:02: es gab ein Paar Maßnahmen.
00:34:03: gegriffen haben Die ersten Ansätze von Energieeinspar-Gesetzen, die auf den Weg gebracht wurden.
00:34:10: Damals diese nationale Öreserve, das haben wir heute mit dem Gas-Speichergesetz von zwei in zwanzig ähnlicher Ansatz, dass wir diese Mindestspeichermengen haben müssen.
00:34:21: Das haben wir dieses Jahr geschafft oder jetzt diesen Winter geschafft alles gut.
00:34:26: Wir führen im Moment wieder wie damals die Debatte über das Geburt-Energie-Gestetz oder Geburtemodernierungsgesetz GmbWs heißen soll Die Diskussion mit den E-Fuels, auch das ist die gleiche Diskussion, die wir in den Sieben Jahren geführt haben.
00:34:40: Mit dem Benzin aus Kohle.
00:34:43: Energetisch, wirtschaftlich absoluter Kolores wird aber wie so eine saubis Dorf getrieben, führt zu einer Scheindebatte... Das muss ich da wissen, ob ich mich auseinandersetze?
00:34:55: Alles gut!
00:34:56: Aber das kommt nicht keine... Nein, keine Chance.
00:35:02: Wenn man so übernachtigen sind schon viele Parallel.
00:35:05: Anders heute, vielleicht zu dem was wir in den letzten siebzehr Jahren haben ist das Thema Klimawandel empirisch belegt ist.
00:35:14: Wir haben es rechtsverbindlich in Paris abkommen verankert.
00:35:17: Das war in den siebzerjahren nicht so.
00:35:19: da ging jetzt auch gerade los als mit der Umweltbewegung und so weiter dass es heute klar alle Staaten haben sich dazu bekannt haben ziele definiert wie wir sie erreichen usw.
00:35:28: ein anderes thema aber das ist heute ganz klar Wir haben erneuerbare Energiequellen, Photovoltaik und Windenergie.
00:35:38: Insbesondere die Wasserkraft war damals auch schon da hat aber auch damals keine Renaissance erlebt.
00:35:44: Aber PhotovOLTAIK und WIND sind heute ganz klare Treiber im Strommix und bieten halt eine sehr interessante attraktive wirtschaftlich-attraktive Alternative Quelle für elektrische energie.
00:36:00: wir wollen elektrifizieren das hat schmitt damals schon gesagt, dass haben wir heute auch.
00:36:05: Das muss unser ziel sein.
00:36:08: und da den weg kann man weitergehen sagen ja gut vielleicht geht es dann wieder weg wie damals.
00:36:13: die Kernkraft Diskussion geht an heute die Diskussion mit der erneuerbaren weg weil wir dann auf eine andere Technologie setzen.
00:36:20: also ne andere neue Technologie gibt's nicht wenn keine Kernfusion.
00:36:23: was die Kern Kraft wieder kommt ist Unwahrscheinlich, wenn sie schon in den neunzehnten Jahr nicht funktioniert hat.
00:36:28: Warum sollte es dann gerade heute funktionieren?
00:36:32: Als Ersatz da sind die erneuerbaren einfach viel viel attraktiver in Verbindung über mit den Speichersystemen.
00:36:40: und wir haben jetzt heute natürlich ein ganz anderes ganz anderes geopolitisches System.
00:36:44: Wir haben damals die beiden großen Blöcke gehabt Ost gegen West Kalter Krieg sowie Union mit den Satelliten Staaten gegen die feinlichen Staaten und Europa.
00:36:55: Heute haben wir ein System, aus Russland.
00:36:57: China ist groß.
00:36:59: Wir haben die Bricks starten da gehört dann China dazu, die sich organisieren, also die geopolitische Lage hat ziemlich verändert.
00:37:07: Was sind jetzt die Lehren aus den neunzehnten siebzer Jahren, die wir heute ziehen können?
00:37:10: Die in einer Art und Weise vielleicht übertragen werden können.
00:37:18: Jede befristete Krisemaßnahme wird zu einer strukturellen Maßnahme.
00:37:23: Wir haben der Sonntagsfahrverbot gehabt, die abhängigkeit war strukturell.
00:37:28: Wir schaffen Zweiundzwanzig die Flüssiggras Terminals, LNG für den Notfall.
00:37:33: Die Dinger damit sie sich lohnen müssen die fünfzehn Jahre mal mindestens laufen.
00:37:38: Das heißt auch da schaffen wir eine Nohenabhängigkeit was Flüssiggrass angeht.
00:37:43: Wie erkennt ist das der billigste Energieträger?
00:37:45: Der ist dem man nicht verbraucht.
00:37:46: die Rechnung von Applau und Hauf neunsehbzig dämmen vorzuerugen.
00:37:51: Das genau so richtig!
00:37:52: Das ist einfach nur Physik.
00:37:56: Erstmaßen einmal greifen Energie effizienter zu werden.
00:37:59: Verbräuche zu reduzieren und dann den Rest erzeugen.
00:38:06: Und die Abhängigkeiten geoprytisch verschwinden nicht, sie wandern.
00:38:11: Dreiundsiebzig warst das Öl, in achtzehn Jahren das siro-wettische Gas.
00:38:15: Dann sind wir beim russischen Gas.
00:38:17: jetzt kriegen wir aus Katar und den USA Flüssiggas.
00:38:22: also Refrikingas und chinesisches Lithium haben mal letztens darüber gesprochen.
00:38:27: Also wenn du Temmels baut Beinahe nicht die Autonomie, verschiebt eigentlich nur das Problem in anderen Regionen der Länder und man muss mal gucken wie man geopolitisch zusammenfindet.
00:38:36: Das ist sicherlich gut.
00:38:37: wenn alle Länder miteinander vernetzt sind heißt es dass man muss sich an Tisch setzen und reden.
00:38:42: Dennoch das ist sicher auch der große Vorteil der Neuerbaren wenn sie einmal installiert sind brauchen Sie keine Treibstoffe mehr.
00:38:49: Das hilft uns bei der Auto-Key Bedeuteladung?
00:38:56: Die Krise in den vergangenen Jahren hernehmen als Spiegelbild für die Situationen, der wir heute sind.
00:39:02: Voraussetzungen sind sicherlich andere aber wir haben viele Parallelen.
00:39:06: Wir merken wie erratisch heute unsere Politik agiert.
00:39:11: das hat sie damals auch getan weil man einfach noch nicht besser weiß an vielen Stellen manchmal wüsste man es besser und macht dann vielleicht Lobby oder Klientelpolitik.
00:39:18: Man weiß es nicht.
00:39:21: Und da sind wir doch irgendwie rausgekommen aus dieser Krise und zwar gestärkt.
00:39:25: Das tut weh weil es zu Veränderung kommt.
00:39:28: da gibt es Transformation, die man durchleben muss.
00:39:32: Da wird das auch immer und... Das ist das was mich so ein bisschen ärgert in der Politik.
00:39:37: So ehrlich muss man sein.
00:39:38: Es wird halt immer Menschen geben, die nicht sofort auf der Gewinnerstraße sind Sondern für die wird es schmerzhaft Für die muss man einen Ausweg finden.
00:39:49: Sagt sie so leicht?
00:39:50: Dann können wir sagen Ach komm, er war eine Beamte, spricht über so ein Thema.
00:39:56: Man muss aber trotzdem so ehrlich sein.
00:39:58: Wenn wir transformieren wird es knirschend, wird es zähler werden.
00:40:02: Die Leute muss man mitnehmen, muss ehrlich und offen kommunizieren.
00:40:06: das passiert aus meiner Sicht nicht.
00:40:09: Und wenn wir das schaffen kann man zumindest mal die Hoffnung sehen ja das kriegen wir wieder hin.
00:40:15: auch diese Krise wird irgendwie irgendwann vorbeigehen.
00:40:19: Wir brauchen eine klare Strategie dass man sich klar weiter auf die erneuerbaren setzen.
00:40:24: Das macht uns viel viel unabhängiger externen Quellen und dann können wir der nächsten oder übernächsten Krise viel entspannter gegenüberstehen.
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